Ich habe den Kauf dieses Modells lange vor mir her geschoben, da ich teilweise schlechte und enttäuschende Bilder und Rezensionen im Web darüber gelesen habe. Als er nun hier bei Amazon relativ günstig erhältlich war, habe ich endlich zugegriffen, um mir mein eigenes Bild zu machen und vielleicht doch ein brauchbares Modell daraus zu basteln.
Die Schachtel ist prall gefüllt und alle Teile bis auf die Karosserie sind sauber in Tüten verpackt. Die Detaillierung ist gut bis sehr gut. Das Revell dem Mini-R8 einen Motor spendiert, der immerhin aus 15 Einzelteilen besteht, spricht für sich und ist heute beileibe nicht mehr selbstverständlich im Plastikmodellbau.
Ebenfalls positiv zu vermerken ist das feine Gitter, das Revell für die zahlreichen Kühlöffnungen beigelegt hat.
Leider sind die vorderen Einlässe aber nicht durchbrochen ausgeführt, sodass hier Nacharbeit ansteht, um ein realistisches Ergebnis zu erzielen.
Klarer Schwachpunkt sind, wie so oft bei Revell, die Felgen und Reifen. Letztere wirken grobstollig für diesen Maßstab und der Vinylkunststoff glänzt unnatürlich, sodass man um ein Abziehen der Reifen mit Schleifpapier nicht umhin kommt. Das können die Japaner von Fujimi und Tamiya deutlich besser.
Die Felgen sind zwar fein gespritzt, aber die Verchromung wirkt unecht und spielzeughaft.
Vermutlich ist auch eine leichte Tieferlegung nötig, um das Fahrzeug korrekt in eingefedertem Zustand zu zeigen. Auf den meisten Fotos steht das Modell deutlich zu hochbeinig da.
Über Qualität der Teile und Passgenauigkeit kann ich noch nicht viel sagen. Habe gerade erst mit dem Bau begonnen. Die Lackierung mit den Side-Panels dürfte aber nicht ganz einfach sein. Hier hätte ein Bogen Kohlefaser-Decal helfen können. Den muss man sich aber im Zubehörhandel besorgen.
Trotzdem ist der Gesamteindruck des Revell-R8 für mich positiv.