Für altgediente "Star Wars"-Fans bieten die Pocket-Modelle von Revell eine nette Möglichkeit, für kleines Geld eine optisch ansprechende Sammlung ausgewählter Raumschiffe der Filmreihe aufzubauen.
Die Modelle lassen sich mit einer Grundfläche von nicht mehr als der Größe einer CD und einer Höhe von weniger als einer Zigarettenschachtel - wenn zusammengebaut - problemlos zu einer platzsparenden Sammlung zusammenfügen, für die man immer ein Plätzchen finden kann, ohne zuviel Raum opfern zu müssen.
Mit viel Liebe zum Detail gefertigt, sehen die fertigen Modelle überraschend gut aus und wirken in einer Vitrine oder einem Regal sehr ansprechend.
Die Mischung aus kleinen und großen Teilen ermöglicht einen Zusammenbau, der nicht mehr als 10 bis 15 Minuten in Anspruch nimmt, mit schon einer kleinen Portion Fingerspitzengefühl keine nennenswerten Probleme bereitet und auch blutige Modellbau-Anfänger nicht überfordert. Profis finden in diesen Modellen allerdings keinerlei Herausforderung. Für Kinder noch im Grundschulalter dürfte sich die Arbeit aber als etwas zu fummelig herausstellen.
Die Modelle lassen sich, wie beworben, gänzlich ohne Klebstoff zusammenbauen, erweisen sich dann teilweise aber als nur mäßig stabil. Für das reine Ausstellen zwar ausreichend, aber zur Sicherheit empfiehlt sich die Verwendung von Klebstoff dennoch. So oder so sind die Modelle als Spielzeug für Kinder allerdings nicht geeignet, da einige der kleineren Verbindungsstellen zu leicht brechen können.
Für Sammler und Aussteller eine Enttäuschung: Die auf vielen Werbebildern verwendeten Ständer sind nicht enthalten, der Käufer muß ohne mitgelieferte Aufstellmöglichkeit auskommen - durchaus ärgerlich.
Insgesamt ist die Auswahl der Pocket-Reihe noch etwas mager (was sich zukünftig noch ändern kann), für Fans, die ihre Wohnung mit etwas "Star Wars"-Flair ausstatten möchten auf jeden Fall eine nette und günstige Möglichkeit - sofern man oben angeführte Nachteile verschmerzen kann - nicht mehr und nicht weniger.