Die Entwicklung von Third Day verfolge ich eigentlich fast seit Beginn (ihr zweites Album war mein erstes, einige andere folgten später) - seit einiger Zeit ist allerdings eine deutliche Stagnation festzustellen. War ihre erste Platte (self titled) eine unbekümmerte Rockscheibe mit zahlreichen unvergessenen Songs, folgte eine experimentelle zweite Platte (Conspiacy #5), eine stilistisch vielseitige dritte (Time) und eine romantische vierte (Come together). Irgendwann begann man allerdings, alles zu sehr an Mac Powells sicher sehr charakteristischem Gesang zu orientieren, man fand zwar immer wieder schöne Melodien, aber irgendwie fehlte zunehmend mal textlich, mal musikalisch, der gewisse Drive. So auch auf dem neuen Album, das leider sehr vorhersehbar vor sich hindümpelt und recht einseitig daherkommt. Einzig "Slow down" macht hierbei eine Ausnahme. Man muss leider sagen, dass es inzwischen einige jüngere (christliche) Bands gibt, die es besser können (z. B. Needtobreathe). Und das ist sicher nicht (allein) dem Weggang eines Bandmitglieds geschuldet.