Hier ist er nun endlich: der Roman für alle, die schon seit langer Zeit auf einen würdigen „Hyperion"/"Bedenke Phlebas" Nachfolger gewartet haben und von Hamilton's überbewerteter „Dawn of Night"-Saga genauso enttäuscht waren wie ich. Mit seinem Debütroman „Revelation Space" hat der in den Niederlanden lebende Brite Alastair Reynolds die wohl beste Space Opera der letzten Jahre abgeliefert. Das Buch ist ein intelligentes, innovatives Si-Fi Epos der Güterklasse A, das keine Wünsche offen läßt. Ob Hard Science, Mystizismus oder kosmische Rätsel: mit einer atemberaubenden sprachlichen Präzision und erzählerischen Klarheit gelingt es Reynolds einen komplexen, von überraschenden Wendungen durchzogenen Plot zu weben, ohne das ihm jemals die vielen Handlungsstränge zu entgleiten drohen. Und auch komplizierte wissenschaftlichen Sachverhalte schildert der Autor dermaßen gekonnt, daß man beim Lesen einen Aha-Effekt nach dem anderen erlebt. Wie es sich für jede ordentliche Space Opera gehört, kommt auch in „Revelation Space" adrenalin-gespeiste Spannung nicht zu kurz und der Roman mündet schließlich in einen knapp 150 Seiten langen, actiongeladenen Showdown, der gleichzeitig zutiefst philosophische Dimensionen annimmt. That's it, baby!