Rock is my soul. Dieses Dub Reggae Meisterwerk ist purer Rock, skurril, wild, unangepasst, voller Fantasie, jedoch auch sorgfältig und würdevoll. (Nimm den Humor und die Improvisationslust von Helge Schneider, die Ernsthaftigkeit des späten Johnny Cash, den Nimbus eines Keith Richards und 40 Jahre Studioerfahrung) Die Platte ist weniger zum nebenbei hören, jedoch mit einer perfekten Klangqualität, die sicherlich ein Grund für die Grammy Nominierung in 2011 war. I'm not getting old, I'm getting younger hört man den über 75 jährigen und sein Sound gibt ihm recht. Nichts angestaubt, alles drin von electro-House bis verzerrten Gitarren und jede Menge Humor. Jedes Stück hat eine eigene Aussage, eigenes (Reggae)Tempo, sediert bei Revelation, rockig bei Run For Cover, dennoch klingt die Platte sehr homogen. Saxofonbläser in dem anrührenden Song Freaky Micheal, in dem L.S.P posthum Micheal Jackson zuredet, seine Nase und seine Hautfarbe zu lieben. Zwischen all den Echoschleifen nimmt sich L.S.P. immer wieder religiöse Zitate vor (Let There Be Light, Books Of Moses, Revelation) um sich dann durch Selbstanrufungen (Hallo, Hallo Lee Scratch Perry) in weiteren Schleifen wiederzufinden. Er ist der Doktor, der mit dem Traktor kommt um dich von "Mental Illness" zu heilen und schließlich die genialen Zeilen: look at my boots, coming from the roots... Fazit: Durch improvisierte, spontan wirkende Einlagen ein schier unbeschreibliches Soundstück des erhabenen Dub und Reggae Großmeisters. Bei üppigen 60 Minuten Spielzeit dürfte nicht der leiseste Zweifel über die fünf Sterne aufkommen.