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Produktinformation

  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Filmgalerie 451
  • Erscheinungstermin: 30. Oktober 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 117 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3941540092
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 50.717 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Ex-Knacki Alex will mit der ukrainischen Prostituierten Tamara raus aus dem Rotlichtmilieu. Ein Banküberfall soll das nötige Geld abwerfen, ein neues Leben in einem neuen Umfeld starten zu können. Doch auf der Flucht wird Tamara erschossen - aus Versehen vom zufällig anwesenden Polizisten Robert. Alex taucht auf dem Hof seines Vaters unter und entdeckt, dass Robert ganz in der Nähe wohnt. Er schmiedet Rachepläne. Er will es dem Mann nun heimzahlen, der ihm die Hoffnung auf die Zukunft genommen hat.

Video.de

Abseits der gängigen Konventionen entwickelt der österreichische Regisseur Götz Spielmann ("Antares") eine Meditation über Schuld und Rache, die ihre Wucht nicht durch offensichtliche Thrills entwickelt, aber auch mit diesen nicht geizt. Schonungslos und ungeschminkt stellt er die Halbwelt dar, in der es keine Helden gibt. Das grimmige Selbstjustiz-Drama wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und wurde sogar für einen Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film nominiert. Sollte man gesehen haben.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ruhig und intensiv 22. Oktober 2009
Diese Art Kino aus Österreich war mir bisher nicht bekannt. Götz Spielmann hat eine eigentlich überschaubare Geschichte mit interessanten Geschehnissen und Handlungen geschaffen, die in seiner Inszenierung richtig spannend funktioniert. Die Schauplätze sind echt, die Schauspieler agieren natürlich und als Österreicher hab ich mich extrem wohl gefühlt. Es gab keinen Moment in dem einer der Charaktere etwas gemacht hat, was mir unbegreiflich war. Nachvollziehbar und ohne viel Show bleibt ein Film der überzeugt.

Im Endeffekt klingt Revanche milder aus als ich vermutet hatte aber das hat meinem positiven Gefühl keinen Abbruch getan.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Der Ex-Knacki Alex (Johannes Krisch) arbeitet für den Bordellbesitzer Konecny (Hanno Pöschl) als eine Art "Mädchen für alles", er ist Fahrer, Hausmeister und Handlanger. Mit einer der Frauen, der ukrainischen Prostituierten Tamara (Irina Potapenco) hat er heimlich eine Affäre, der Chef darf das natürlich nicht wissen.
Konecny hat mit Tamara Grösseres vor: Weg vom Puff, sie soll in einem eigenen Appartment noch grosszügigere Freier bedienen.
Die beiden träumen allerdings von einer schöneren Zukunft, was in der jetzigen Umgebung zwischen karger Einzimmerwohnung und Arbeitsplatz kaum möglich ist.
Bei einem Besuch bei seinem Großvater (Hannes Thanheiser), der allein auf einem kleinen Bauernhof auf dem Lande lebt, wird seine Idee, eine Bank zu überfallen, immer realistischer.
Der einsame Großvater wird lediglich von einer jungen Nachbarin Susanne (Ursula Strauss) besucht, die mit ihrem Mann ganz in der Nähe in einem Einfamilienhaus wohnt.
Die Bank in diesem Dorf ist scheinbar eine sichere Sache, so folgt ziemlich spontan die Ausführung eines Planes. Alex stellt das Auto kurz vor der Bank ab, geht rein, Mütze auf, Geld her und in 5 Minuten, so der Plan, fahren beide mit dem geparkten Auto weg, dem neuen besseren Leben entgegen. Doch es kommt anders: Robert (Andreas Lust), ein Polizist, kommt zufällig vorbei. Dies war nicht eingeplant. Alex muss den Bullen überwältigen und fährt mit dem Fluchtauto panisch davon. Der Polizist gibt dabei folgenschwere Schüsse ab...
"Revanche" ist ein österreichischer Mix aus Thriller und Drama und wurde 2008 von dem Autorenfilmer Götz Spielmann realisiert. Als Kameramann überzeugt einmal mehr der Wiener Martin Gschlacht, der bereits Jessica Hausners "Hotel" mit seinen hypnotischen Bildern so bedrohlich machte.
Weltpremiere wurde auf der Berlinale gefeiert, der Film bekam so gute Kritiken, dass es nicht verwunderte ihn in der Liste der fünf nominierten Filme für den Oscar in der "Auslandsfilm" Kategorie zu finden.
Der Film erinnert leicht an Claude Chabrol und geht virtuos mit dem Mix aus Crime und seinen Charakterstudien um. Menschen, die durch Zufälle und durch einen Schuss vom Schicksal zusammengewürfelt werden und die sich entweder mit Vergebung oder mit Rache auseinandersetzen müssen, um vielleicht einen inneren Frieden zu finden.
Ganz grosse Empfehlung eines eindringlichen Filmes voller Bilder und szenen, die man nicht so schnell wieder vergisst....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tolles Euro-Kino 24. März 2010
Von Senguel
Dieser Film ist kein Thriller oder Crime-Film, wie man vielleicht der Inhaltsangabe entnehmen mag. Wer das erwartet wird enttäuscht sein. Stattdessen kann sich der Film getrost in die Reihe großartiger Euro-Filme einreihen, die sich mit realistischen und tiefsinnigeren Dingen beschäftigt als Hollywood es tut.
Es geht in dem Film um Schuld und Buße, aber vor allem um Sprachlosigkeit. Ist das schon ein Charakteristikum im Kino Michael Hanekes, ebenfalls ein Österreicher, durchzieht die Sprachlosigkeit den ganzen Film. Als Tamara erschossen wird fährt der flüchtige Bankräuber in den Wald. Lange Einstellungen aus der Ferne zeugen von der unendlichen Einsamkeit des Protagonisten und eines nicht in Worte gefaßten emotionalen Schmerzes. Dieser Schmerz verleitet den Protagonisten zur Revanche: er möchte den Polizisten, der die Schüsse auf seine Freundin gerichtet hatte, richten. Erst im Annähern an die Frau des Polizisten, die ihrerseits unter der Sprachlosigkeit und der Einsamkeit leidet, kommt der Protagonist zur Besinnung. In einem Gespräch mit dem Polizisten im Wald versteht er letztendlich seinen Schmerz und gibt seinen Racheplan auf ...
Der Film hat einen ganz eigenen Rhytmus, der sich sehr dem beschaulichen Land und deren Einwohner anpasst. Vielleicht ist der Unterton des Films, diese Gelähmtheit und Sprachlosigkeit, Spiegel einer Gesellschaft, die in den letzten Jahren immer wieder durch erschütternd negative Schlagzeilen aufgefallen ist. Man muss sich auf dem Unterton des Films ganz einlassen, um zu verstehen, dass der Film uns mehr mitteilen möchte ...
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