Ganz leise und samtweich beginnt - Returning Jesus - mit dem Titel - Only Rain - bevor zuerst die warme Stimme von Tim Bowness, und wenig später ein wundersames ruhiges Jazz-Trompeten-Solo einsetzt. Steven Wilson bietet mit seinem No-Man-Projekt wieder einmal etwas völlig anderes; ja man könnte es sogar als Kontrastprogramm zu seiner Hauptband - Porcupine Tree - bezeichnen. Ähnlich wie auf - Wild Opera - befinden sich auch auf - Returning Jesus - sehr viele Jazzelemente, Indipendent-Rockanteile und vor allem Art-Pop-Momente, die allerdings weniger wild und wesentlich ruhiger gestaltet sind wie auf dem Vorgänger.
Die beiden exzellent harmonierenden Musiker schaffen es vorzüglich, ihre Musik ganz langsam in eine andere Richtung zu lenken, die sich dann auch auf den Folgealben - Together we're stranger und Schoolyard Ghosts - wiederfindet. Returning Jesus - ist ein sehr empfehlenswertes Album mit vielen ruhigen Rhythmusstrukturen, großartigen Melodien und auch hypnotischen Momenten wie zum Beispiel dem Titeltrack. Es bietet also in jeglicher Hinsicht das, was wir von Steven Wilson auch von - Porcupine Tree - gewohnt sind, nämlich unglaubliche Abwechslung und Vielseitigkeit, nur eben alles ein bisschen langsamer und anders.