Das Nachfolgealbum eines genialen und zudem auch noch erfolgreichen Debütalbums hat es immer schwer. Doch hier hat es die Band geschafft noch einen drauf zu legen. Schon der erste Track zeigt, dass hier Maßstäbe gesetzt werden sollen. Ein 9 Minuten Fusion-Jam, voller Ideen wurde hier perfekt ausarrangiert, so dass alle Musiker darauf glänzen können. Der Gesang dabei ist zwar wichtig, aber bestimmt nicht die Hauptsache. Sehr kraftvoll und inspirierend kommt die Musik beim Hörer an. Einzig traurig an der Sache ist der nicht wirklich überragende Klang. Die Sounds können an den 70ern orientiert sein ohne dass es klingt, als ob es auch in dieser Zeit aufgenommen worden wäre. Doch die Band kann noch mehr: In Half The Man gibts eine Ballade, die mal nicht nervt, sondern mit ihrer eingängigen Melodie und einem schönen Text selbst Balladenhassern wie mir gefallen kann. Kraftvoller und mit Grooves, von denen andere Bands nur träumen können, gehts bei Light Years oder The Kids zur Sache. Funk ist hier wirklich der falsche Begriff, denn das hier ist zu kultiviert und zu erwachsen um mit anderen Funkproduktionen verglichen zu werden. Trotz neuem Schlagzeuger ist die Rhythm-Section absolut perfekt, wobei vor allem Bassist Stuard Zender positiv auffällt. Gerade der Hit Space Cowboy ist in der Albumversion ein Lehrstück für geschmackvolles Bassspiel. Doch das beste an dieser CD merkt man erst mit der Zeit: Sie wird immer besser. Man kann sich nicht satt hören, viel eher passiert es, dass der CD-Player nur noch diese CD beinhaltet. Gerade die Feinheiten hinter den Grooves sind es, die das ermöglichen, und da zeigt sich wohl auch die Qualität des Produzenten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)