Wie rettet man Katzenkinder, die von der Mutter so gut versteckt wurden, dass sie schier unauffindbar sind? Gar nicht so einfach für zwei Kinder von elf und neun Jahren. Aber Juliane und Moritz wissen, dass sie schneller sein müssen als ihr Opa, der nichts von mickrigen Dezemberkatzen hält. Und dabei wurden sie doch zu Weihnachten geboren ...
Der großelterliche Milchviehbetrieb ist Schauplatz der Geschichte und die Autorin Kathi Roman lässt den Leser tief in seine Atmosphäre eintauchen. Fernab von jeder "Ferien auf dem Bauernhof"-Romantik ist man beim Melken dabei, hört, sieht und riecht, was im Stall passiert und spürt die Januar-Kälte unter seine Jacke kriechen ... man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt. Dadurch, dass der Schauplatz und die Figuren so echt sind, ist man als Leser immer nah dran am Geschehen. Man bangt mit den Geschwistern um den Verbleib der Katzenkinder.
Trotz ständiger Rivalitäten ziehen Juliane und Moritz aber doch an einem Strang, als es um die Rettung der Kätzchen geht. Gemeinsam planen sie eine nächtliche Aktion ... und dann kommt doch alles ganz anders. Durch die überraschende Wendung bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend.
Es ist so schön, eine Kindergeschichte zu lesen, die ohne Klischees und Stereotypen auskommt. Meine Kinder haben sie verschlungen und für jüngere Kinder eignet sie sich gut als Vorlesegeschichte - besonders zur Weihnachtszeit.