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Rettet den Euro!: Warum wir Deutschland und Europa neu erfinden müssen
 
 

Rettet den Euro!: Warum wir Deutschland und Europa neu erfinden müssen [Kindle Edition]

Martin Hüfner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Martin Hüfner legt ein leidenschaftliches Plädoyer ab für die vertiefte politische Integration Europas. (Süddeutsche Zeitung)

Kaum Rettungsschirme, Euro-Bonds und haircuts (Umschuldungen), sondern europäische Kultur wird offenbar. Wer die Zeilen von Hüfner liest, bekommt ein besseres Gefühl dafür, was aktuell auf dem Spiel steht. (Handelsblatt)

Kurzbeschreibung

Der Euro ist gescheitert. Europa kommt nicht mehr aus dem Hamsterrad von Finanz- und Wirtschaftskrisen heraus. Deshalb brauchen wir nicht nur eine neue Währung, sondern auch ein neues Europa. Hüfner zeigt, wieso wir den alten Euro und die Nationalstaaten aufgeben und ganz neu denken müssen.

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160 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zweckoptimismus 29. Dezember 2011
Von Finanzier
Format:Kindle Edition
Ich habe ein Buch gesucht, dass die Argumente für den Euro auflistet und durchdenkt. Aber das leistet dieses Buch nicht.

Viele Argumente sind nicht zu Ende gedacht. Zum Beispiel sagt der Autor, dass die Exporte aus Deutschland in den Euro-Raum relativ zum Gesamtgeschäft der Exportindustrie abgenommen haben, was ihn wundert. Er macht dabei den üblichen Denkfehler und nimmt an, der Euro fördere nur das Exportgeschäft innerhalb der EU. Er übersieht, dass der Euro auch gegenüber Drittwährungen billiger ist als die DM wäre und damit auch dort den Export erleichert. Gleichzeitig übersieht er, dass ein dauerhafter Exportüberschuss ein Problem darstellt, weil damit eine Schuldposition anderer Länder aufgebaut wird, die nie zurückgeführt werden kann.

So geht es mit vielen Argumenten. Sie sind konservativ, etwas zweckoptimistisch und nicht durchdacht. Einige Beispiele:
"Der Euro ist begehrt. Wer würde einen Zehn-Euro-Schein ablehnen, der ihm auf der Straße geschenkt wird, und stattdessen nur einen Dollarschein annehmen?" Wie ernst muss die Lage seiner Meinung nach sein, wenn er einen 10-Euro-Schein mit einem 1-Dollar-Schein vergleicht? Ein richtiges Argument wäre es zu sagen, dass der Euro gegenüber dem schweizer Franken fast die Hälfte seines Wertes verloren hat und daß dies der Grund für die gestiegenen Exporte ist. Aber der Autor entschließt sich zu einem Scheinargument.

"Mit dem Euro lässt sich leicht rechnen. Es gibt keine überflüssigen Nullen wie früher bei der italienischen Lira..." Hat das das Niveau, um einer von 9 Gründen zu sein, den Euro zu retten?

Der Autor ist Chefvolkswirt bei der Assenagon-Gruppe, einem Unternehmen im "Asset-Management". Vorher war er bei der HypoVereinsbank. Dies sind Unternehmen, die zu den Gewinnern der Eurorettung gehören. Deshalb sind die Argumente und Schlussfolgerungen in dem Buch die Wünsche einer Interessengruppe. Daher ist es um so unverständlicher, wieso die Argumente so schwach sind. Wenn man das Buch mit (meiner) Gegenposition aus Rettung vor dem Euro vergleicht, dann bleibt von dem Inhalt nicht mehr viel übrig.

Der Euro hätte eine bessere Verteidigung verdient.

Mir ist bewusst, dass kritische Rezensionen oft als "nicht hilfreich" eingestuft werden. Bevor Sie auf diesen Knopf drücken, überlegen Sie sich bitte, ob die Rezension nicht doch "hilfreich" war, auch wenn sie nicht Ihre Meinung trifft. Es geht nicht darum, ob man für oder gegen den Euro ist, sondern ob gute oder schlechte Argumente zu seiner Rettung genannt wurden.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Euro oder Teuro? 8. Januar 2012
Von Abby Normal TOP 500 REZENSENT
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch soll mir einen tieferen Einblick in das Finanzsystem verleihen, mir erklären, warum es nicht ohne den Euro geht. Dachte ich. Aber der Titel ist ein wenig irreführend. Tatsächlich geht es hauptsächlich um die Geschichte des Euro und um seine mögliche Zukunft.

Der Autor erklärt im Vorwort, dass der Neugierige eigentlich nur den Anfang lesen müsse, um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen. Doch Vorsicht! Gerade diese Kapitel fand ich äußerst dürftig.
Die neun Punkte am Anfang, die belegen sollen, dass der Euro unverzichtbar ist, reichen definitiv nicht aus. Zum Beispiel: Der Euro ist beliebt, weil niemand einen 10-Euro-Schein ablehnen würde, wenn ihm jemand einen anbieten würde. Und darum brauchen wir den Euro. Das genügt einfach nicht als einen von neun Punkten!

Ich hatte mir erhofft, dass das Buch zügig zur Sache kommt und mir die Zusammenhänge im Finanzsystem erklärt. Welchen Einfluss haben Wirtschaft und Politik? Was ist wie geregelt? Was davon funktioniert gut, wo besteht Nachholbedarf?

Das das Buch beginnt mit seitenlagem Blabla, wie toll der Euro sei: Viele Worte, kaum fester Inhalt. Wie gründlich die Einführung des Euro doch gewesen war, schließlich haben renommierte Leute wie Theo Waigel daran mitgearbeitet. Entschuldigt, das ist kein Argument. Was zeichnet Theo Waigel in diesem Punkt aus? Welchen Beitrag hat er zur Euroeinführung geleistet? Welche Regelungen haben wir ihm zu verdanken? Aber nein, der Auto geht darauf leider nicht ein.

Es werden, zumindest am Anfang, zu viele Behauptungen aufgestellt. Es wird zu wenig belegt. Mir geht es wie anderen hier: Ich empfinde das Buch als "Zweckoptimismus. Und vor allem nehme ich dem Autor keine halbwegs objektive Einschätzung der Situation ab. Und das sollen die Kapitel sein, die für Neugierige ausreichen sollen? Nein, wenn sich jemand informieren will, dann sollte er besser das ganze Buch lesen.

Im Laufe des Buches werden nämlich tatsächlich Zusammenhänge erklärt und auch durch Fakten belegt. Es gibt aber immer wieder Anekdoten, auf die ich hätte verzichten können. Zum Beispiel, wie der Autor seine Vorfreude auf den Euro beschreibt und das Anstehen für die ersten Euros. Und manchmal waren es sogar Ausflüge in ganz andere Gebiete, zum Beispiel in die Energiepolitik. Wenn sich Hüfner über den Alleingangs Deutschlands beim Automausstieg auslässt und sich darüber mokiert, dass wir nun Atomstrom aus Frankreich und der Tschechei beziehen würden, begibt er sich auf dünnes Eis. Deutschland hat schon immer zu bestimmten Zeiten Strom importiert und zwar nicht nur von diesen beiden Staaten. Und nach wie vor exportiert Deutschland mehr Strom, als es importiert. 17 Prozent mehr, um genau zu sein. Die Energiewende ist eins der Beispiele, die unglücklich gewählt wurden und zudem völlig überflüssig sind. Damit verspielt Hüfner nur leichtfertig seine Glaubwürdigkeit. Besser wäre es gewesen, das Buch etwas zu straffen und unnötige Anekdoten einfach wegzulassen.

Was ich mir gar nicht gefallen hat, waren Hüfners Ausführungen, wie er sich den Euro vorstellt. Nach dem Motto: Dies müsste so geregelt sein, jenes solle man so machen, das ist ein Fehler und ich würde das auf jeden Fall so und so machen und nicht anders. Ich hatte erwartet, dass ich verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt bekomme, aber nicht in dieser "besserwisserischen" Weise.

Gut, ich beschreibe vor allem, was mich beim Lesen irritiert hat, hauptsächlich deshalb, weil ich mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt hatte. Es gibt natürlich auch viel Interessantes im Buch. Und ja, es werden auch kritische Aspekte angesprochen. Dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht verwehren, dass viel beschönigt oder verharmlost wird.

Ich will damit nicht sagen, dass das Buch schlecht ist, ich rate nur zur Vorsicht. Ich würde vor dem Kauf empfehlen, sich zumindest die Leseprobe anzuschauen, damit man einen kleinen Vorgeschmack auf das bekommt, was einen wirklich erwartet.
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12 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Angesichts des Titels kann man sich gegen einen Stoßseufzer nicht wehren. Wie oft wurde der Euro nun schon gerettet? Gefühlte 320 Mal bestimmt. Oder ist das die Höhe des griechischen Schuldenbergs in Milliarden? Egal. Nun also der ehemalige Hypovereinsbank-Chefvolkswirt und Euroretter Martin Hüfner. Auf unterhaltsame Weise erzählt er die Geschichte vom Aufstieg und Fall der Gemeinschaftswährung, streift Dolchstoßlegenden (der Euro als Preis für die Wiedervereinigung) und erklärt, warum der Untergang mehr neue Probleme verursachen als aktuelle lösen würde. Hüfners Forderung nach wirtschafts- und fiskalpolitischer Integration klingt recht und vor allem billig für Deutschland, denn die viel geschmähte Transferunion will er auf keinen Fall. Wie das in der Praxis funktionieren soll, wird allerdings nicht richtig klar, und auch die Rolle der Finanzwirtschaft bei der Entstehung und eventuellen Bewältigung der Krise spart er gänzlich aus. getAbstract empfiehlt das Buch allen, denen Europa am Herzen liegt und die nach politischen Antworten auf die schwerste Krise seit Beginn des europäischen Einigungsprozesses suchen.
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»Wenn du ein Schiff bauen will, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.« &quote;
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