Das schlimme an Vorurteilen ist, dass sie immer wieder bestätigt werden. So auch in diesem Buch. Hier werden Taktiken im Bereich der Absturzsicherung und Rettung aus Höhen und Tiefen - den Begriff Höhenrettung vermeide ich hier bewußt - in einer Art und Weise wiedergegeben, die allgemein als überholt gilt. Anders als im mittlerweile gut kultivierten Bereich der seilunterstützten Arbeiten und dem Alpinsport scheinen aber die Feuerwehren diese Verfahren zur Anwendung zu bringen. Schade um die Feuerwehrleute.
Die Techniken á la "Brustbund & Co." sind nicht nur unpraktisch und aufgrund zeitlicher Vorgaben im Einsatz problematisch, sondern ganz einfach schmerzhaft, bei entsprechender Höhe gar lebensgefährlich.
Darum gelten sie - außerhalb der Feuerwehr - als überholt. Vielleicht verschweigt der Verfasser aber genau deshalb die erheblichen physikalischen Größen, die bei Tätigkeiten in Höhen und Tiefen auftreten. Dann nämlich könnten diese Taktiken hinterfragt werden und die Logik des Lesers dem "das haben wir schon immer so gemacht" im Wege stehen.
Der Verfasser ist eingeladen, seine propagierten Techniken selbst auszuprobieren - die zu erwartende chirurgische Nachbehandlung inklusive.
Dazu raten kann ich allerdings keinem, der hiervon im warsten Sinne des Wortes ab - hängt.