*Bezieht sich nur auf den Film selbst. Die Blu-ray ist sonst technisch vollkommen in Ordnung.*
Es gibt gerade im Science-Fiction-Bereich viel unterhaltsamen Schund, wo man aufgrund der hausgemachten Spezialeffekte und unfreiwillig komischen Schauspielerischen Darbietung öfters was zu lachen hat.
Das ist bei diesem Film leider nicht der Fall.
Wenigstens ist der Film ehrlich und macht einem gleich am Anfang deutlich, worauf man sich eingelassen hat: So ist es trotz dieser schrecklichen Epidemie möglich gewesen ein zeitreisendes Raumschiff zu entwickeln, dass einem mehrmals in Nahaufnahme gezeigt wird, damit wir das 3D-Grafik bewundern können, die stark an Computerspiele aus den 90ern erinnert (nur halt in HD). Dolph und seine Kollegen tragen natürlich ganz professionell Motorradanzüge und bevor man sich so richtig an all das gewöhnen kann, wird auch schon aus fadenscheinigsten Gründen gemeutert und Dolph darf die Zukunft der Menschheit retten.
Von da an geht es dann auch für Trash-Fans nur noch bergab: Die Handlung wird extrem zäh, sobald sie auf das Schiff der Forscherin verlegt wird, die in der Zukunft als die Entdeckerin der Seuche bekannt sein wird. Einzige Lachnummer hier der Leiter der ganzen Expedition, der die ganze Zeit nur damit beschäftigt ist unsymphatisch zu sein und immer wieder betont wie wichtig ihm das Geld ist, dass er am Ende mit der Forschung verdient. Der Film versucht in diesem Segement ein Bißchen so zu sein wie "Das Ding", nur halt mit untinteressanten Charakteren und holperigen Dialogen.
Nach ewigem hin und her kommt es dann endlich zum erstaunlich unspektakulären Finale, wo die Vorfreude auf das Ende eigentlich größer ist als die Unterhalung. Wer solange durchgehalten hat, darf dann immerhin über das logikfreie Ende lachen.
Selbst Fans von Low-Budget-Action-Filmen, die sicher durch Dolph Lundgren, Gary Daniels und "uncut" auf dem Cover geködert werden sollen, sollten einen Bogen um diesen Film machen und lieber zu älteren Machwerken greifen, die einen nicht mit Zeitlupenhandlung und traurigen digitalen Effekten in HD quälen... oder auf den Kinostart des vielversprechenden "The Explandables" warten.