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5.0 von 5 Sternen
Originelle und spannende Zeitschleife, 30. August 2010
Der Regisseur Louis Morneau hat einen Ruf als Macher schlechter bis unterirdischer Filme, aber mit "Retroactive" ist ihm wenigstens einer gut gelungen. Er zeigt auch, daß Morneau eigentlich sein Handwerk beherrscht, denn er hat ein originelles Drehbuch straff inszeniert, eine gelungene Eingangssequenz führt in eine gut strukturierte temporeiche Handlung, die ansprechend fotografiert ist, tadellos geschnitten und gut besetzt. Sie beginnt damit, daß ein Wissenschaftler in einer geheimen Forschungsanlage in der texanischen Wüste ein Zeitreiseexperiment vorbereitet, während in der Nähe eine Polizeipsychologin auf Urlaub eine Autopanne hat; sie steigt zu einem psychopathischen Verbrecher und seiner Freundin ins Auto, um zur nächsten Werkstatt zu gelangen, gerät aber stattdessen in eine Schießerei, die der Psychopath anzettelt, flieht, stolpert in das Zeitreiseexperiment und sitzt auf einmal wieder auf dem Rücksitz des Wagens, den sie zwanzig Minuten früher angehalten hatte. Nach einem Moment der Verwirrung und Benommenheit beschließt sie, ihre Chance zu nutzen und alles besser zu machen als beim ersten Mal. Aber wie das so ist im Kino (und im richtigen Leben auch), geht das gründlich schief, endet mit jeder Menge Toter, sich überschlagenden Autos, einer explodierenden Tankstelle und macht eine weitere Runde in der Zeitmaschine nötig.... Klingt nach Trash, ist es auch, aber einer von der richtig spannenden und unterhaltsamen Sorte und daher voll empfehlenswert; das Ende des Films ist übrigens unerwartet philosophisch. Es gibt kaum ein Dutzend Darsteller und der bekannteste ist James Belushi, der deutlich Spaß hat an seiner Rolle als jovial-bösartiger Macho-Psychopath. Eine angenehme Überraschung war für mich die Hauptdarstellerin, die Australierin Kylie Travis; sie ist ansehnlich, macht einen robusten und sportlichen Eindruck und scheint wie gemacht für einen Action-Film (- sie sieht aus wie eine Mischung aus Tracy Lords und Cynthia Rothrock). James Whaley ist der Wissenschaftler und M. Emmet Walsh der Tankstellenmann, dem immer wieder sein Laden um die Ohren fliegt. Natürlich gibt es ein paar B-Film-Schlampereien - kleine Anschlußfehler, einen Trommelrevolver, aus dem zwanzig Schuß abgefeuert werden und einen kurzen überflüssigen Handlungsstrang - aber das merkt man erst beim dritten Ansehen. Alles in allem bewahrheitet sich wieder einmal, daß "ein Film mit M. Emmet Walsh nie ganz schlecht sein kann". (Fünf Sterne nur für den Unterhaltungswert von "Retroactive")
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
hartes Spiel mit der Zeit, 20. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Retroactive [VHS] (Videokassette)
° Bei 'Retroactive' musste ich sofort an 'Täglich grüßt das Murmeltier' und 'Lola rennt' denken. Genau wie bei diesen beiden wiederholt sich quasi eine Szene in immer neuen Varianten, nur dass es hier eben durch eine Zeitmaschine passiert. Das mit der Zeitmaschine ist dann auch schon alles, was an Science-Fiction drin ist. Der Rest des Films ist ein harter Action-Thriller mit reichlich Gewalt, Opfern und explodierenden Autos. Im Mittelpunkt steht eine Polizeipsychologin (gescheiterte Deeskalationsexpertin), die nach einer Autopanne von einem kriminellen Pärchen mitgenommen wird. Recht schnell sind dann einige Opfer beisammen, die gute Frau flieht ins Wissenschaftlerlabor, geht 20 Minuten zurück in der Zeit und versucht, das Geschehene ungeschehen zu machen. Ob sie es schafft oder nicht und wie verwirrend das Ganze beim nächsten Versuch wird? Anschauen! Jedenfalls nichts für schwache Nerven und ein gelungenes Spiel mit Zeitvorstellungen, Schicksal und dem Versuch in Ursachen einzugreifen. ~
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gefangene der Zeit, 10. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Retroactive [VHS] (Videokassette)
Intereesante Zeitschleife, das ganze, den Film finde ich spannend auch irgendwie traurig, zur Erkenntnis zu kommen, dass wenn man sich in die Zeit einmischt doch wieder alles anders laeuft. Interessanter Film, schade dass es Ihn noch nicht auf DVD gibt :-) Dave.
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