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Restaurant Dalmatia: Roman (Gesellschaftsromane) [Gebundene Ausgabe]

Jagoda Marinic
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

11. September 2013 Gesellschaftsromane
Jagoda Marinić ist gebürtige Kroatin und deutsche Autorin und Kolumnistin. Mit ihrem Erstling Eigentlich ein Heiratsantrag (2001) landete sie mit nur 23 Jahren einen großen Erfolg bei Kritik und Publikum. Für den Erzählband „Russische Bücher“ (2005) erhielt sie den Grimmelshausen-Förderpreis. Ihr Roman „Die Namenlose“ war für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert und wurde vom Magazin „Der Spiegel“ zu den wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres 2007 gezählt. Nach längeren Aufenthalten in Zagreb, Split, New York und Berlin lebt und arbeitet Jagoda Marinić derzeit in Heidelberg.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH; Auflage: EA, (11. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345540457X
  • ISBN-13: 978-3455404579
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 258.033 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Jagoda Marinic’ Roman 'Restaurant Dalmatia' funkelt vor Erzähltalent. Was die 320 Seiten zum Funkeln bringt, ist die klare, poetische Sprache. « (Katharina Koruhn Stuttgarter Nachrichten, 07.09.2013)

»Jagoda Marinić liebt das pralle, farbige Leben und schreibt über pralle Charaktere. Das kann man in ihren neuen Familienroman Restaurant Dalmatia spüren.« (SWR 2, 10.09.2013)

»Ihr Roman klingt wie ein feingeschliffenes Kammerspiel: so wirklickeitsgetreu wie dem Alltag abgelauscht, gleichzeitig so prägnant und verdichtet, wie auch Menschen, die nicht einfach nur in einem Land, sondern in der Welt zuhause sind, nur selten reden. Es bedarf großer Kunst, um Unmittelbarkeit zu erzielen!« (Stefan Kister Stuttgarter Zeitung, 11.09.2013)

»Marinic ist mit diesem episodisch konstruierten Roman, der nostalgisch schwebt und irisiert, eine eindrucksvolle Suche nach verlorener Zeit gelungen.  « (Stefan Dettlinger Mannheimer Morgen, 11.09.2013)

»Ein tolles Buch!« (Esther Willbrandt Radio Bremen, 12.09.2013)

»Feine Poesie aus einer defekten Welt!« (Jochen Rausch WDR, 12.09.2013)

»Es ist der doppelt gebrochene Blick einer Fremden, der dieses Buch so außergewöhnlich macht. Jagoda Marinic gibt in ihrem eindringlichen zweiten Roman einen lebensechten Einblick in das Leben und Selbstverständnis der unzähligen Einwandererfamilien, die nach dem Krieg in Deutschland ein besseres Leben suchten und die eigenen Wurzeln dabei verloren haben.« (Welf Grombacher Neue Ruhr Zeitung, 18.09.2013)

»Ihr neuer Roman setzt den sogenannten Gastarbeitern [ ] ein Denkmal.« (Sabine Berking FAZ, 23.09.2013)

»Jagoda Marinić beschreibt die Gefühlswelten ihrer Heldin auf verschiedenen Zeitebenen in schnörkelloser und doch sehr poetischer Sprache.« (Hörzu, 28.09.2013)

»Ein mutiger Roman!« (Jan Drees Eins live, 08.10.2013)

»Viele der Szenen, die Marinić beschreibt, könnten schnell im Klischee landen. Doch die Autorin hat die Gefahr im Blick. Sprache, Tonfall und Struktur des Romans bleiben eigenwillig und  lebendig.« (Ö1, Ex libris, 10.10.2013)

»Marinic verflicht geschickt das Persönliche mit dem Politischen.« (Jutta Sommerbauer Die Presse, 12.10.2013)

»Ein sensibler Roman über die Suche nach den eigenen Wurzeln.« (Bücher, 14.10.2013)

»Jagoda Marinic aber kann angenehm leicht von einem schwierigen Prozess erzählen.« (Cornelia Geissler Berliner Zeitung, 15.10.2013)

»Ein eindringlicher Roman. [...] Es ist der doppelt gebrochene Blick einer Fremden, der dieses Buch so außergewöhnlich macht.« (Welf Grombacher Märkische Oderzeitung, 19.10.2013)

»Die Myself empfiehlt Jagoda Marinić Restaurant Dalmatia als "Lieblingsbuch" und "Favorit im November".« (Marija Latkovic Myself, November 2013)

»Dieser Roman flicht und entwirrt keine dramatischen Verwicklungen, zündet keine erzählerischen Knalleffekte [...]  – er entfaltet seinen leisen Sog in Rückblenden, Dialogen, Erinnerungsvignetten.« (Peter Schwarz Waiblinger Kreiszeitung, 06.11.2013)

»Autobiografisch gefärbt, berichtet die deutsche Autorin Jagoda Marinić von der Wurzel- und Sinnsuche dieser jungen Frau, deren Identität vom Fremdsein geprägt wurde.« (Oberösterrische Nachrichten, 15.11.2013)

»Marinic […] hat eine eigenwillig poetische Sprache für den Roman gefunden.« (Michaela Adick Heilbronner Stimme, 19.11.2013)

»Durch ihre poetische, reduzierte Sprache schafft Marinić Einzigartiges.« (Johan Dehoust kulturSPIEGEL, 25.11.2013)

»Ein in lyrischer Prosa geschriebener politischer Roman, dem man nicht anmerkt, wie politisch er ist. Zärtliches Puzzle. Pralles Leben. Große Kunst.« (Heribert Prantl Süddeutsche Zeitung, 30.11.2013)

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ArrowPen TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zufällig stieß ich auf Jagoda Marinics Roman, der mich von der ersten Seite an berührte. Sie ist eine feine Beobachterin der leisen Momente, der kleinen Gesten und der Botschaften zwischen den Zeilen, und sie erzählt vom Migrantenschicksal einer ganzen Generation von Gastarbeitern aus dem ehemaligen Jugoslawien und ihrer Nachkommen.
Darin findet sich der Schmerz des provisorischen Gast-Seins in einem Land, in dem viele keine Wurzeln ausbildeten (weil der Plan war, nach Hause zurückzukehren) und die Trennung vom eigenen Land, obschon die Wurzeln dort nie gekappt wurden. Es findet sich ferner die Einsamkeit, die einher geht mit Veränderungen nach einem Krieg, der - wie Kriege dies stets tun - das ehemalige Land der südlichen Slawen spaltete. Wer auswanderte, vermochte die Veränderungen nicht organisch mitzumachen und blieb fremd. Hier wie dort... oder auch in Kanada, wo die Protagonistin lebt.
Man könnte nun meinen, hier einen tragischen, schweren Roman vor sich zu haben. Das ist er durchaus nicht. Das Thema ist bisweilen sehr ernst, aber gewürzt mit der richtigen Prise Humor und manchmal fast absurd scheinenden Situationen, geschildert in einer wunderschönen, klaren Sprache.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von wandablue
Format:Kindle Edition
Terézia Mora legt mir die Worte in den Mund, um die Handlungsträger des Romans „Restaurant Dalmatia“ zu beschreiben: wie gefordert und erhofft, liegen „unverwechselbare, existentiell relevante, psychologisch komplexe Beziehungen zwischen den Figuren“ vor, welche da sind: die Freunde und Familienangehörigen von Mia Markovich.

Was will man mehr?

Mia Markovich, ihr Name ist Programm. Denn Mia ist in Berlin Jugoslawin bzw. Kroatin, in Kanada jedoch ganz Deutsche. Im Süden, der alten Heimat ihrer Eltern sollte sie einfach nur zuhause und sie selbst sein: aber mitnichten, so einfach ist es nicht, denn die Heimat war kriegsüberzogen und vieles hat sich verändert. Und auch früher .... ja früher spielt eine grosse Rolle in diesem Buch, obwohl Mia nichts lieber täte, als dieses "früher" abzuschütteln.

Restaurant Dalmatia ist natürlich ein Roman über Identitätssuche und über die liebe Vewandtschaft, von der man sich aus vielerlei gewichtigen und berechtigten Gründen losreißt und doch nie loskommt! Aber nicht nur!

Geschrieben von der gebürtigen Kroatin Jagoda Marinic ist es für mich das rechte Buch zur rechten Zeit und insofern ein Glückstreffer! Es ist eine Studie über Fatalismus und die Rebellion dagegen, ein Familienroman, Gesellschaftsskizze, Beitrag zur Integration, Heimatverlust und Entfremdung. Ein tiefsinniges Wort reiht sich an das andere und ganz viele davon wandern in mein Büchlein aufzubewahrender Worte. Ob Mia am Ende findet, was sie sucht, bleibt ein bisschen offen. Dass die eingeflochtenen kroatischen Zitate und Redewendungen nirgendwo übersetzt sind, ist der einzige Wermutstropfen des Buches.

Fazit: Ein rundum ungetrübtes tiefsinniges Leseerlebnis und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Ana sah es als ihre Aufgabe, die Erde zu sein, eine Großmutter war die Erde, der Boden, in den eine Familie ihre Wurzeln schlägt"

Mit welchen Konflikten müssen Einwanderer-Familien in Deutschland leben? Gegen wie viele Vorurteile müssen sie kämpfen?
Fühlen sich die Jugendlichen in diesen Familien den Deutschen dazugehörig, oder leben sie in einer Art Zwischenraum? Zwischen Traditionen und Erinnerungen ihrer Eltern und dem Wunsch, ganz normal, wie alle anderen, zu sein?

Mia, eine in Kanada lebende Künstlerin, kehrt nach langer Abwesenheit nach Berlin zurück, die Stadt, in der sie aufgewachsen ist.
Im Restaurant "Dalmatia", das im Berliner Stadtteil Wedding liegt, hat sie die schönste Zeit ihrer Jugend verbracht. Zora, die Restaurantbesitzerin, ist Kroatin, genauso wie Mias Eltern.
Schon die erste Begegnung mit Zora in deren eigener Umgebung ruft in Mia Erinnerungen an ihre Kindheit hervor, die tief in ihrem Inneren verborgen waren. Die Vergangenheit wird zur Gegenwart.
Dies ist für Mia der Anfang von der Suche nach ihrer Identität, nach ihren Wurzeln.

In "Restaurant Dalmatia" erzählt uns Jagoda Marinić die Geschichte von Mia, eine Geschichte, die nicht bei ihrer eigenen Geburt als Mija anfängt, sondern viel früher, in dem Land ihrer Eltern.

Mia wird es während ihres Aufenthaltes in Berlin klar, dass sie sich von ihrer Vergangenheit abgelöst hat, dass sie irgendwann aufgehört hat, sie selbst zu sein.
Während der Suche nach ihrer eigenen Identität erkennt Mia, was für eine Bedeutung ihre Vergangenheit für sie hat und wo ihre Wurzeln liegen.
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