Was für ein Cover! Ein einsamer Schwertkämpfer stürzt sich mit zwei Klingen in die Schlacht gegen eine Vielzahl von Gegnern mit Masken in einem blitzenden Inferno. Die Bösen sehen aus wie eine Elitetruppe des Perserkönigs beim Film "300". Dazu kommt dann noch der gut klingende Bandname Some Hate Will Last. Klingt doch alles recht vielversprechend, oder?
Hinter der Band steht jedoch nur ein Mann aus Mannheim der sich Dog Double L nennt!
Das Album "The Art Of Resistance" hat 15 Songs zwischen drei und vier Minuten und ist eine ehemalige Eigenproduktion die mit 3 Bonussongs im Akustikgewand (!) aufgepeppt wurde. So wagt sich der Süddeutsche nun als quasi eigenes Label (SAOL) in die Welt und haut uns Elemente des (stumpfen) Death Metals und Metalcore um die Ohren wobei sich diese Mischung mit proggigen, leicht vertrackten Einsprengseln vermischt. Von Jazz wie irgendwo stand, höre ich hier rein gar nichts! Dazu gibt es monotonen Grunzgesang und eine prägnanten Leadgitarre. Am schlimmsten sind die wahrscheinlich programmierten, pappigen Drums und der allgemeine dürftige Sound. Ansonsten kann ich die CD als Sammelsurium teils solider Ideen in schlechter Ausführung beschreiben! Etwas externe Hilfe von außen in Sachen Sound und mehr roter Faden würden den durchaus guten Ideen gut tun. Manchmal frage ich mich auch, ob das Ganze ernst gemeint ist!
Die Bonustracks (alles Albumsongs) sind allesamt mit größtenteils klarer, normaler Stimme eingesungen worden und irgendwie interessant aber auch sehr seltsam.
Some Hate Will Last kann ich als ganz spezielle Sache beschreiben und damit ist diese CD sicherlich nur für eine sehr spezielle Zielgruppe interessant.
Es könnte aber interessant sein, was in 2-3 Jahren aus dieser "Band" geworden ist!