Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Trio aus Bristol, bestehend aus den beiden Drum'n'Bass-Produzenten Markee Substance und Darren Decoder sowie der Sängerin Sian Evans, verwöhnt die Breakbeat-Szene bereits seit einiger Zeit mit außergewöhnlichen Produktionen. Mit dem Stück "Hide U", in anderer Version bereits letztes Jahr veröffentlicht, gelang Kosheen dieses Jahr sogar ein Top-Ten-Hit in England, Belgien und Holland. Doch auch die restlichen Songs sind keineswegs eine Enttäuschung. Kosheen machen nicht den Fehler vieler Drum'n'Bass-Kollegen und füllen ihr Album neben zwei, drei gelungenen Singles mit belanglosem Füllmaterial.
Mit Resist ist dem Trio eine Platte gelungen, die die engen Genregrenzen weit hinter sich lässt. Kosheen verbinden in Tracks wie "Catch" oder "Harder" gekonnt harte Breakbeats mit trancigen Elektronik-Klängen und eingängigen Melodien. Vor allem Sängerin Sian Evans verleiht Stücken wie "Cover", dem unwiderstehlich treibenden "(Slip & Slide) Suicide" oder dem mit breit gefächerten Synthesizer-Sounds unterlegten "I Want It All" mit ihrer eindringlichen Stimme eine ganz eigene Note. Kosheen ist mit dieser CD eine der wenigen Platten im Drum'n'Bass-Genre gelungen, die über die ganze Länge eines Albums funktionieren und das vor allem darum, weil das Trio sehr viel Wert auf ausgefeilte Arrangements und gute Songs legt. --Norbert Schiegl
Jazz thing (11/01)
Drum&Bass, quo vadis? Kosheen kommen aus Bristol und bestehen aus Substance und Decoder, bekannt als Produzenten kompromissloser D&B-Bretter, und der Sängerin Sian Evans. Gemeinsam arbeiten sie an der Neuerfindung des Songs mit modernen Mitteln. Ihr Hit "Hide U" setzt seit gut einem Jahr die unterschiedlichsten Fraktionen in Verzückung - nicht zuletzt durch immer wieder neue Remixe. Eine Techno/ House-Version sorgte diesen Sommer selbst in den Rave-Clubs Ibizas für Furore. Auf ihrem Album zeigen sich Kosheen auch ohne fremde Eingriffe vielseitig. In den besten Momenten - und das sind meist Drum&Bass-Tracks wie eben "Hide U" - erreichen sie die Klasse von anderen gleichermaßen an Songs und Breaks interessierten Bristolianern wie Smith & Mighty oder Reprazent/Breakbeat Era, in den schwächeren erinnern sie leider an Pop-Raver wie Faithless.
© Jazz thing - Guido Halfmann
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