Zunächst einmal will ich anmerken, dass ich kein erfahrener Gamer bin - also werde ich auch nicht über Dinge reden, von denen ich nichts weiß. Das überlasse ich den Profis. ;)
Aber es gibt ja auch noch andere Spieler. Spieler, die vorher vielleicht noch nie einen Shooter gespielt haben und sich fragen, ob das denn eigentlich etwas für sie ist. Spieler, die an RE interessiert sind, sich aber noch nie an ein Game herangetraut haben. Oder Spieler, die einfach nur wissen wollen, ob ein Game Spaß macht oder nicht - und seitenlanges Referieren über Vor- und Nachteile, Softwaredetails und anderen Fachklatsch weder verstehen, noch für hilfreich empfinden.
Auch ich habe zuvor noch nie einen Shooter gespielt, und war auch sonst kaum mit einem "Survival-Horror"-Spiel in Kontakt gekommen. Das steht ja sonst (leider) eher den Männer zu... ;) Aber ich bin RE-Fan seit ich den ersten Film gesehen habe. Dann kamen die Bücher - und letztendlich musste ich mich auch an ein Game herantrauen. Resident Evil begann ja schließlich als solches.
Gutes:
-authentische, interessante Charaktere mit Hintergrundgeschichte
-mehrere Storys in einem Spiel (leider ist das gleichzeitig auch ein Nachteil)
-leichte Steuerung (auch Anfänger kommen schnell damit klar - im "Leicht" Modus gibt es auch Hilfe beim Zielen)
-übersichtliche Menüansicht
-viele Hintergrundinfos durch Texte, die man sammelt
-schöne, düstere Szenerie
-im "Leicht" Modus geht man selten Game Over: die bekannte Frustration, die neue Spieler oft davon abhalten, ein Game zu Ende zu spielen, tritt also nicht auf - eher das Gegenteil, man ist motivierter denn je... ;)
-vieles Features zum Freischalten (man muss ein Level oft mehrmals spielen, um alle versteckten Texte, Munitionen etc. zu finden)
Dass man die Charaktere nicht selbst steuern kann, empfand ich am Anfang als Hilfe. So konnte ich mich zunächst nur auf die Steuerung und das Killen der Zombies konzentrieren - und musste nicht noch nach dem Weg suchen. Jetzt allerdings, nachdem ich damit problemlos klar komme, würde ich gerne einmal die Szenerie selbst erkunden. Vor allem nervt es, dass die Charaktere davonrennen, wo man die Kreaturen doch eigentlich locker hätte umbringen können. Dasselbe gilt für die oftmals schnelle Kameraschwenkung, die verhindert, dass ich noch mal "abdrücken" kann. Aber wie gesagt, das nervt erst, wenn man das Spiel erneut spielen will. Für Anfänger ist es sicher eine Erleichterung.
Ein weiteres Manko ist, dass es relativ schnell vorbei war. Die vielen Storys sind zwar interessant und gut umgesetzt, jedoch viel zu kurz. Also vielleicht lieber nur eine Story - und die richtig!
Die Boss Kämpfe sind alle machbar, manchmal zu einfach, manchmal zu schwer, manchmal nervig, weil so langwierig. Aber davon soll man sich nicht abhalten lassen, denn um was es ja eigentlich geht - also zumindest mir - ist das Killen der Zombies. Und das macht richtig Spaß. Am Anfang schießt man erst mal wild drauf los, ein "Umherballern" - wie so schön genannt. Doch irgendwann beginnt man nachzudenken - über Munition, über die Wahl der Waffe... außerdem ist "Umherballen" nicht mehr, denn dafür gibt es keine Punkte. Stattdessen will man den Kopf treffen, den Mistkerl killen am besten mit nur einem Schuss. Yeahhh...! :)
Ja, das klingt jetzt vielleicht ein wenig albern, aber darum geht es ja bei einem Spiel. SPASS, Leute! Und den hatte ich trotz aller Negativpunkte. Es ist ein super Einsteiger Spiel in dieses Genre - nicht zu schwer, sodass es frustriert und nicht zu leicht, sodass es langweilt. Es geht wenig um Strategie, das stimmt, aber dafür ist dieses auch nicht gemacht.
Das Spiel macht Spaß und hat mir Lust auf mehr gemacht. Das nächste RE-Game ist also schon gekauft... und ich hoffe, da gibt es dann auch wirklich mal "Horror" zu sehen! :)