Obschon die vorhergegangenen Bücher kaum an das erste herankamen, könnte Nr. 4 Die Umbrella Verschwörung vom Thron stossen. Denn die rasante und spannende Atmosphäre wird durch die schnellen Sichtwechsel verstärkt, sodass langweiligere Sichtweisepassagen, wie jene von Anette von Band 3, wegfallen. So versteht sich die ehrliche Geschichte um den Unterirdischen Komplexes „Planet" zu fesseln, auch ohne Zombies!
Auffallend ist die weniger bedrückende Atmosphäre als in der Umbrella Verschwörung (Deshalb nur 4 Punkte), macht dies aber jedoch durch die herrlichen Charaktere wieder wett. Denn sollte John auch ein bisschen kitschig blass erscheinen, so holte er dennoch meinen noch-Favoriten Barry mittlerweile auf. Während Claire doch für meinen Geschmack etwas von ihrer Tiefe einbüsst, gewinnt vor allem Cole an sehr viel Sympathie. Man sieht, es freut, dass sich die unfreiwilligen Helden aufeinander treffen, um ein gemeinsames Abenteuer zu erleben.
Für mich ein Plus ist ebenfalls die Tatsache, dass hier der „böse" Part weniger psychedelisch daherkommt, sondern eher menschlicher. So unterscheidet sich Reston erheblich von den Charakteren Anette, Griffith und Irons. Er erscheint sogar ängstlicher und verletzlicher, trotz seines Mitgliederstatus im inneren Zirkel Umbrellas. Also ein Mann mit überaus mehr Macht als die anderen Gegenspieler aus den vorhergehenden Bücher.
Erfrischend und locker, so die Devise von Nr. 4. Man merkt den riesigen Unterschied zwischen den 1 - 3 nicht nur durch den Verzicht von Erfolgsgaranten Zombies und Rätselpassagen. Auch gewinnt dieses Buch durch neue, frische Ideen, wie zum Beispiel der Auto- Verfolgungsjagd.
Perry beweist hier richtig Mut und ich denke mal, dass sich dieser Mut gelohnt hat. Denn dieses Buch gehört zur oberen Hälfte der Serie, komme was wolle.