15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Trash auf technisch hohem Niveau, 11. März 2011
ZUM FILM:
Eines muss man der "Resident Evil"-Filmreihe bestätigen: Trotz insgesamt nur mäßiger Filme ist sie sehr beständig. Man muss jedoch sagen, dass sich die Serie mit jeder Fortsetzung ein Stückchen weiter von der Videospielvorlage entfernt hat. Ob dies positiv oder negativ ist, muss jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Mir persönlich gefiel der erste "Resident Evil"-Film jedoch recht gut und ich finde gut, dass "Afterlife" nun versucht, sich der Vorlage und dem ersten Film wieder ein Stück weit anzunähern. Im Ergebnis ist der Film jedoch wieder nur eine sehr durchschnittliche Angelegenheit.
Der actionreiche Auftakt inkl. weiterer Szenen im Film könnten dabei direkt aus "Matrix" stammen und die zahlreichen Los Angeles-Szenen im und auf dem Gefängnisgebäude erinnern doch verdächtig an Zack Snyders "Dawn Of The Dead"-Remake. Nicht nur die geweils gewählten Locations wirken ähnlich. Selbst die Kameraführung, die eingesetzen Effekte und die insgesamte Atmosphäre wirken eher abgekupfert als eigenständig entwickelt. Aufgrund der nicht vorhandenen Eigenständigkeit und des übertrieben actionreichen Auftakts, war ich daher nach ca. 30 Minuten des Films recht genervt und kurz vom Drücken auf die "STOPP"-Taste.
Da ich es nicht getan habe, konnte ich dann doch noch einen recht kurzweiligen Film sehen, in dem sich viele bekannte "Resident Evil"-Charaktere die Klinke in die Hand gegeben haben: Alice trifft auf Chris und Claire Redfield, Albert Wesker und gleich mehrere Zombievarianten, die man zuletzt im Spiel "Resident Evil 5" sehen konnte... selbst Jill Valentine hat einen kleinen Auftritt. Dieser Wiederkennungseffekt war sehr positiv. Zuschauer, die die Spiele nicht kennen, haben jedoch wenig von diesen "Aha"-Momenten.
Schauspielerisch bleibt alles wie gehabt: Die weiblichen Darstellerinnen müssen vor allem optisch eine gute Figur machen, den Rest erledigt das Waffenarsenal. Die männlichen Darsteller müssen gut aussehen und erhöhen dadurch amüsanterweise ihre Überlebenschancen. Männer mit einem maximal durchschnittlichen Erscheinungsbild enden im Laufe des Films durchweg als Zombiefutter. Im weitestgehend talentfreien Cast markiert Shawn Roberts als Albert Wesker den absoluten Tiefpunkt: Normalzustand: grimmig schauen -> verärgerter Zustand: grimmig schauen! Diese "gigantische" Bandbreite an emotionalen Regungen wirkt nach einer gewissen Zeit nicht nur unfreiweilig komisch sondern geradezu dämlich. Albert Wesker als DER Gegenspieler verkommt daher in meinem Augen zu DER Witzfigur - so viel Dummheit hat es nicht verdient, zu überleben!
Beinahe hätte ich noch die teilweise unfreiwillig komischen Dialoge vergessen... am besten einfach darüber hinwegsehen bzw. -hören, dann schmerzt es nicht so sehr und man kann den Film einigermaßen genießen.
ZUR BLU-RAY:
Technisch kann die Blu-Ray (ich habe die 2D-Version) schon eher beeindrucken. Das Bild ist recht scharf und zeigt sehr gute Farben. Allerdings lässt der Kontrastwert zu wünschen übrig. In dunklen Szenen gehen zahlreiche Details verloren. Ich fürchtete erst, mein Plasma-TV wäre dafür verantwortlich. Da er jedoch in der Regel ein sehr gute Bild produziert und auch eine Nachjustierung der Bildparamter nichts gebracht hat, musste ich feststellen, dass die vorhandenen Bildschwächen der Blu-Ray anzulasten sind.
Der Sound rummst ordentlich, so dass es viel Spaß macht, den Film auch auf einer höheren Lautstärke zu genießen.
Die Extras sind nett, jedoch war keines dabei, das mich wirklich sehr beeindruckt hätte.
FAZIT:
"Resident Evil"-Fans können an dem Film eine große Freude haben. Ich wurde - nach den geschilderten Anlaufschwierigkeiten - gut unterhalten. Der Film ist meilenweit von einem überdurchschnittlichen Werk entfernt aber man kann seinen Spaß dabei haben, wenn man das ein oder andere Auge zudrückt.
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2.0 von 5 Sternen
Storry einfallslos, nur was für eingefleischte Überzeugungstäter, 22. Februar 2012
Habe mir die DVD gekauft um die Reihe zu vervollständigen. Dies ist auch der einzige Grund weshalb ich nicht komplett entschäuscht bin. Die Technik des Films ist auf Matrix Teil 1 niveau und der Inhalt entspricht leider einer sehr einfallslosen und (wie in Teil1-3) nicht endenten Storry.
Der nächste Teil wird schon fast wie sauere Milch angepriesen wobei das Ende dieses 3ten Teiles wirklich so flach ist das ich mir den nächsten Teil definitiv nicht mehr kaufen werde!!
Kurz und knapp -wirklich nur was für absolut überzeugte Resident Evil Fans die keine neuen und überraschende Entwicklung erwarten.
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2.0 von 5 Sternen
Stern Nr. 2 gabs nur wegen der Frauen ;), 20. Februar 2012
Achtung, enthält Spoiler!
Ansonsten habe ich hier einen eigenständigen Film gesehen, was nicht positiv zu sehen ist.
Erinnert mich an Abrams Trek; es sieht so aus wie die Vorgänger, es heisst so, teilweise die gleichen Leute spielen mit, hat sogar den gleichen Grundplot, und doch war es irgendwie wie nicht dazugehörend.
Sogar die Tricks rissen da nicht viel raus; weder die (Fachbegriff vergessen) Zeitlupenaufnahmen noch die üblichen Tricks, weil man sich zu sehr darauf konzentrierte; Kim Coates gab ganz wie immer den Bösewichta*sch, die 2 Kampfkatzen prügelten sich ordentlich durch, der Rest bestand aus Statisten, selbst der Oberbösewicht gewann weder Tiefe noch Charakter. Selbst bekannte Szenen, die in zig Variationen in anderen Filmen existieren, wirkten hier steril und glatt. Ein echter Absteig im Vergleich zu Extinction.
Ach ja, genau, der Übergang RE3 zu RE4. Der schöne Plot "1 Alice = 100 Alices", der schön in RE3 aufgebaut wurde, wurde in RE4 ratzfatz in wenigen Minuten runtergerissen und regelrecht abgearbeitet. Kalt und seelenlos. Dann die Plasmaimplosionsbombe (oder was das war), und irgendwann mittendrin die "Spinnen", wie Ali Larter sie am Anfang hatte. Sie sollten wohl eine Gedankenkontrolle ausüben.
War bisher alles irgendwie denkbar, was dort an Techniken auftauchte, wurde es hier stellenweise, im Verhältnis zum bisherigen Themenplot, überkandidelt unglaubwürdig (ja jaaa, ich weiß, sind Zombies auch).
Was der Teil sollte, wo man anfangs schnell mal Alices Superkräfte zerstörte, ist mir auch nicht so recht klar; ein Zeitsprung, innerhalb dem sie üben konnte, und sie war wieder so gut wie in alter Form. Sollte wohl Spannung erzeugen ...
Schlecht war übrigens die Szene, wo sie tarzanmäßig an dem Stromkabel am Knast vorbeitarzant ... das sah zu tricktechnsich aus.
Wie ich lese und auch inn den Extras sah, war der Big Axtmotz ein beliebter Spielcharakter.
RE kommt zwar geburtstechnisch aus den Spielen, aber irgendwann fehlt doch der Bezug, alleine schon deshalb, weil die Spiele alt und kaum zu bekommen sind, sofern man an Altspielen überhaupt Spaß hätte (m ich hat immer die Steuerung abgeschreckt). Als Nicht-RE-Zocker kann man nur raten, woher der kommt und wer ihn mit dem schönen Brotmesser mit Hämmerchen ausgestattet hat - Umbrella. Denn von allein kommt sowas ja wohl nicht zustande.
Im Vergleich zu RE1-3 eine Enttäuschung.
Bei allen kam die Schauspielerei zu kurz. Der Film hatte unnötigerweise zu viel Tempo und glitschte tiefenlos an einem vorbei. Hoffentlich ist die Rutschpartie zu RE5 vorbei ...
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