14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kultfilm; Blu-Ray-Umsetzung nur bedingt gelungen, 4. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Reservoir Dogs [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein Auftraggeber stellt sechs Gangster ein, um mit ihnen ein ganz großes Ding zu drehen. Doch etwas läuft gewaltig schief und das Ganze endet in einem Fiasko; ein Verräter scheint unter ihren Reihen zu sein und so beginnt ihre Gemeinschaft, auf der Suche nach dem Doppelagenten, langsam zu brökeln.
Quentin Tarantinos Regie-Debut von 1992 gilt heute als Kultfilm, in dem sich schon viele seiner typischen Markenzeichen finden lassen. Episodenhafte Erzählweise, lange, unterhaltsame Dialoge, effektvoller Musikeinsatz und natürlich die stellenweise extrem brutalen Passagen, also typische Tarantino-Trademarks, die er in seinen nachfolgenden Filmen noch perfektioniert hat, kommen hier bereits zur Geltung.
Wie unterscheidet sich nun die Blu-Ray-Umsetzung von der DVD-Version?
Das Bild wirkt besser, allerdings wurde auch mit einem Trick nachgeholfen, um Bildrauschen zu vermeiden, man hat den Kontrastwert einfach stark erhöht. Dadurch erreicht man zwar ein relativ gutes Bild, allerdings wirken die Figuren und Schauplätze auch sehr blass. HD-Feeling kommt zwar beim Anschauen auf, aber vorallem die Schärfe hätte deutlich besser ausfallen können und man bleibt von Referenzklasse noch weit entfernt. Etwas mehr Aufwand bei der Umsetzungen hätte wirklich nicht geschadet. Wegen dem 2,35:1 Bildformat muss man sich auch noch mit den schwarzen Balken abfinden.
Der Ton kommt zwar als DTS-HD 5.1 Hight Resolution in Deutscher und Englischer Tonspur daher, dennoch wirken vorallem Soundeffekte wie Schußgeräusche sehr billig, was aber eher der Produktion zuzuschreiben ist. Man stellt keinen merklichen Unterschied zur DVD-Fassung fest.
Außerdem findet man auf der Disc noch sehr viele Extras:
- Audiokommentare von Quentin Tarantino, Lawrence Bender und weiteren Personen, auch Filmkritikern.
- Einleitung von Tarantino.
- Geschnittene und alternative Szenen.
- 10 Jahre später.
- Die Klasse von '92: Featurette und Interviews.
- Das Netz des Film Noir.
- Einflüsse und Anerkennung.
- Probeaufnahmen.
- K-Billy Radio Show.
- dynamicHD-Live.
Diese Blu-Ray-Ausgabe ist eher etwas für Leute, die den Film noch nicht auf DVD besitzen. Die Blu-Ray verfügt zwar über viele Extras und ein besseres Bild, was jedoch nur für größere Fans und Nichtbesitzer des Streifens interessant sein sollte. Alle anderen tun gut daran, sich noch auf eine Remastered-Fassung zu gedulden.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich angemessene Ausgabe mit viel Bonusmaterial!, 1. Februar 2007
Zum Film:
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Charakteristisch für den Film ist, dass die einzelnen Szenen nicht chronologisch angeordnet sind, sondern dem Zuschauer beinahe willkürlich und völlig durcheinander gewürfelt präsentiert werden. Auf dieses Art und Weise werden in Rückblenden beispielsweise die ausführliche Planung des Überfalls gezeigt, bis hin zu einem dramaturgisch völlig überflüssigen Gespräch über die metaphorische Bedeutung von Madonnas Songtexten aus den Achtzigern. Die szenische Darstellung des eigentlichen Überfalls fehlt gänzlich, sein Ablauf wird nur in einer Art Botenbericht (bekannt aus der klassischen griechischen Tragödie, wo die Inszenierung zu aufwendig gewesen wäre) aus der Erzählung der Handelnden deutlich. Tarantino benutzt diese Mittel gezielt zur besseren Zeichnung der Charaktere - gleichzeitig bewirkt das anfängliche Durcheinander von Szenen und unbekannten Charakteren eine latente Hektik, die allen Tarantino - Machwerken ganz eigen ist.
Das eigentliche Drehbuch orientiert sich großteils an den ausgefallenen Dialogen, - ein Großteil des Films spielt in einer verlassenen Fabrikhalle, die an sich Bühnentechnisch überhaupt nicht ansprechend ist aber trotzdem ihren Zweck sehr gut erfüllt. Die Produktionskosten konnten daher sehr gering gehalten werden. Wie Tarantino es einmal selbst gesagt hatte: Bei der Besetzung (Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen, Steve Buscemi und Tarantino himself ) hätte er die Charaktere in T-Shirts vor einer weißen Wand spielen lassen können, - die Rechnung wäre trotzdem aufgegangen.
Ein weiteres wirklich prägendes Merkmal sind die für Tarantino-Filme bekannten Wortgefechte, die zum Teil nicht direkt zum Handlungsverlauf beitragen, sondern ebenfalls der umfassenden Charakterzeichnung dienen. Auffällig ist auch die musikalische Untermalung des gesamten Films mit Liedern aus den 70ern, die allesamt zum überwältigenden Erfolg des Soundtracks beigetragen haben. Kult ist in der Hinsicht die Szene in der Mr. Blonde (Michael Madsen) dem gefesselten Polizisten das Ohr abschneidet, während gerade Stuck In The Middle von Stealer Wheel kommt.
Zur Story:
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Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es in diesem Film um die Darstellung eines gescheiterten Banküberfalles geht - von der Planung an, bis zum letztendlichen und in Tarantino - Filmen - unvermeidlichen Showdown. Der Banküberfall scheitert jedenfalls an der Tatsache, dass es der Polizei gelingt einen Maulwurf in die straff organisierte Gruppe zu schleusen. Mehr sollte eigentlich nicht verraten werden.
Zur DVD:
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Mit den vielen Extras (zusätzliches Material, Interviews, Making Off etc.) hat auch dieses Meisterwerk eine angemessene Aufmachung bekommen. Auf der DVD enthalten sind auch Interviews von den Schauspielern - jedoch nicht damals, sondern JETZT beinahe 15 Jahre nach den Dreharbeiten. Cooler Einfall! Tolle (DIE BESTE) Version!
Fazit:
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Tarantinos Erstlingswerk! Absoluter Kult in solider Aufmachung! Absolute Kaufempfehlung!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tarantino`s erster Streich !, 24. Juli 2007
Tarantinos Regiedebüt zeigte schon deutlich die Vorlieben des Regisseurs für ein Kino, das gegen den Strich bürstet.
Die Geschichte von "Reservoir Dogs" ist derart simpel gestrickt, das sie eigentlich nicht weiter auffällt. Wie Tarantino diese Geschichte aber verarbeitet, ist hoch interessant und spannend inszeniert. Nicht die Vorbereitung und Durchführung der Tat stehen hier im Vordergrund, sondern die Folgen ihres Scheiterns. Tarantino dreht damit die klassische Reihenfolge solcher Filme auf den Kopf. Über die Schauspieler müssen wir auch nicht groß diskutieren. Da sind große Kaliber dabei, allesamt bringen Topleistungen und keine Rolle fällt ab.
"Reservoir Dogs" ist ein durchweg gelungener erster Streich von Quentin Tarantino.
10 von 10
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