Requiem 2005 CC

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Ein Nest in der schwäbischen Provinz. Die 21-jährige Michaela verlässt ihr streng katholisches Elternhaus, um in Tübingen zu studieren. Sofort beginnt sie ihre neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen zu genießen und findet schnell Freunde. Doch obwohl sich Michaela unter ärztlicher Aufsicht befindet, wird sie immer wieder von epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen heimgesucht. Weil sie sich zudem von Dämonen besessen fühlt, vertraut sich die Studentin einem jungen Priester an, der schließlich einen Exorzismus vorschlägt.

Darsteller:
Friederike Adolph, Anna Blomeier
Verfügbar als:
DVD

Details zu diesem Titel

Discs
  • Film FSK ages_12_and_over
Laufzeit 1 Stunde 29 Minuten
Darsteller Friederike Adolph, Anna Blomeier, Burghart Klaußner, Sandra Hüller, Imogen Kogge
Regisseur Hans-Christian Schmid
Genres Drama
Studio Warner Home Video (X Filme)
Veröffentlichungsdatum 8. September 2006
Sprache Deutsch
Untertitel Deutsch

Andere Formate

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Adrian Kain am 19. März 2007
Format: DVD
Der Film "Requiem" unterstreicht einmal mehr die Ausnahmesituation von Schmidt im deutschen Film. Es gelingt dem Regisseur eine intensive, bedrückende Atmossphäre zu schaffen, die von brillanten Schauspielern getragen wird.

Allen voran ist Sandra Hüttel zu nennen, deren Spiel absolut unter die Haut geht. Der Verfall und die Sehnsucht ihres Charakters ist in jeder Einstellung zu spüren. Das Abgründige, miefige der Provinz und der Wunsch nach Ausbruch um jeden Preis sind beklemmend dargestellt und hinterlassen beim Zuschauer ein düsteres Gefühl.

Der Film ist Freunden von Schauspielkunst zu empfehlen. Im direkten Vergleich mit der amerikanischen Version "Der Exorzismus der Emily Rose" betont Schmidts Film die innere Beklemmung und versucht nicht, sich über das Mystische aus der Abgründigkeit der tatsächlichen Ereignisse zu stehlen.

Sehr zu empfehlen, wenn auch nicht für einen leichten DVD-Abend!
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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Askadar am 4. April 2007
Format: DVD
Mit "Requiem" hat Regisseur Hans-Christian Schmid ein sensibles Drama geschaffen, das die wahre Begebenheit eines nach mittelalterlichen Ritualen vollzogenen Exorzismus zu Beginn der Siebziger Jahre thematisiert.

In der Hauptrolle brilliert Sandra Hüller, die sich zu eben jener Zeit in der Rolle der jungen Michaela Klinger vom erzkatholischen Provinz-Elternhaus emanzipiert und in die Universitätsstadt Tübingen zieht, um ein Pädagogikstudium zu beginnen. Dass sie unter Epilepsie-Attacken und einem für das Publikum unergründlichen Schuldkomplex leidet, zudem von der strengen Mutter nur ungern in die "neue Freiheit" entlassen wird, erschwert Michaela ihre Studienzeit hinzukommend. Als "Krönung" des Ganzen tritt dann auch noch eine religiöse Komponente hinzu: Michaela leidet unter Wahnvorstellungen, die sie vom Beten abhalten, sie Stimmen vernehmen und an Gott und Christentum zweifeln lassen. Diese Zustände schaukeln sich im Laufe des Films immer weiter auf, die Zerrissenheit der Protagonistin, die sich selbst als eine Art Märtyrerin vom eigenen Glauben geprüft sieht, wird zur Belastungsprobe für ihre gesamte Umwelt; einzig ihre Studienfreundin scheint sie annähernd zu verstehen.

Im Gegensatz zu allgemeinpopulären, unrealistischen Horrorschockern wie "Der Exorzist" von W. Friedkin, endet "Requiem" dort, wo die meisten Exorzismusfilme ihren Ausgang nehmen: mit der Teufelsaustreibung selbst. Diese Tatsache macht den Film aber nicht weniger spannend, selbst wenn man als Zuschauer auf tricktechnische Einlagen à la polternde Betten, die "zweite Stimme" und dergleichen verzichten muss.
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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wolfgang S. am 12. April 2007
Format: DVD
"Requiem" ist nur am Rande ein Film über Exorzismus. Er ist auch und vor allem eine klinische Fallstudie eines jungen Mädchens, das durch Lieblosigkeit und Bigotterie der spießigen Familie in eine religiöse Psychose getrieben wird. Diese Michaela hat keine Chance mehr, vermutlich auch nie eine gehabt. Selbst ihr Freundeskreis kann ihr nicht mehr aus der Sackgasse des religiösen Wahns helfen.

"Requiem" ist ein völlig unhysterischer, nüchtern berichtender Film über unglaubliche Geschehnisse. Nur in diesem klaren Setting hält der Zuseher überhaupt die ungeheuerlichen Emotionen aus, denen die wenigen Protagonisten ausgeliefert sind. Die Reduktion der filmischen Mittel erzeugt eine geradezu schmerzhafte Intimität. In grünbraunen Erdfarben werden die 1970er Jahre wachgerufen, eine wendige Kamera begleitet Michaela auf ihrem Weg in die (Selbst-)Zerstörung.

Immer wieder wird das angeblich offene Ende des Films bemängelt. Jedoch: es lässt nichts offen ! Wenn Michaela am Ende mit einem leichten Lächeln auf den Lippen ins Elternhaus zurückfährt, ist sie bereits durch die Hölle gegangen. Sie hat ihre Wahl getroffen und stellt sich bewusst der Prüfung durch den Exorzismus, der sie das Leben kosten wird.

Diese Michaela wird von Sandra Hüller ohne Eitelkeit und ohne jedes demonstrative Zur-Schau-Stellen der eigenen Schauspielkunst gespielt. Sandra Hüller hat für diese Darstellung jeden ihrer Preise verdient - eine intensivere und wahrhaftigere Leistung sah man auf der Leinwand selten. Rund um sie: unvergessliche Charaktere in einem brillanten Ensemble.

Glücklich das Filmland Deutschland, in dem solche Filme entstehen können, wenn alles passt: Sensibilität, Können und unspekulative Ernsthaftigkeit.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von N. Haertel am 12. September 2006
Format: DVD Verifizierter Kauf
Ich habe sehnsüchtig auf die DVD-Veröffentlichung gewartet. Die erhofften "nicht veröffentlichten Scenen", wie im Drehbuch beschrieben sind im Inhalt enthalten. Der Film wurde in Tübingen und Umgebung gedreht und mir sind die meisten Orte bekannt (ich wohne hier). Die Scenen sind sehr stimmig und passen sich genau der zu erzählenden Story an. Von der hervorragenden Leistung Aller brauche ich nicht erneut zu sprechen. Gut dargestellt im Film, jedoch bemitleidenswert finde ich die Hilflosigkeit die sich gegenüber Michela/Anneliese in dieser Zeit gegenüber der Familie und den an Ihrer Empfindsamkeit beteiligten menschen breitmacht. Der Film macht (mich) sehr nachdenklich, er macht betroffen, und vor allem bringt er die kirchliche (wenn nicht immer klar nachvollziehbare) Erziehung in den Vordergrund und weckt somit Diskussuioen wie sie längst hätten geführt werden müssen.

Kompliment an die leidenschaftliche Spielweise der Sandra Hüller! Unbedingst sehenswert!

Ein sehr gut erzählter deutscher Film, der alle gewonnenen Preise wert ist.
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