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Requiem für Druufon: Perry Rhodan - Das Rote Imperium 2 - Roman
 
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Requiem für Druufon: Perry Rhodan - Das Rote Imperium 2 - Roman [Taschenbuch]

Christian Montillon
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (5. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453524985
  • ISBN-13: 978-3453524989
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 287.862 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Montillon
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Perry Rhodan erlebt einen sogenannten Übungskrieg des Roten Imperiums mit, bei dem die Bevölkerung eines fremden Sonnensystems dezimiert wird – und ergreift Partei gegen die Menschen des Roten Imperiums. Diese Menschheit kann nicht die seine sein! Doch das Imperium plant den Übergang in die heimatliche Milchstraße.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Rote Universum holte tief Luft.
Alles strebte diesem einen Augenblick entgegen, der so intensiv war, dass er das Zentrum allen Seins bildete. Er verschlang sämtliche Zeit und inhalierte jedes Atom, das sich seit Anbeginn des Lebens ausdehnte und durch die unendliche Leere reiste.
Es klackte, geisterhaft und hohl.
Unter der blassen Haut pulsierte eine dunkelblaue Ader im Rhythmus eines ruhigen Herzschlags: eins ... zwei ... drei. Die Finger waren nur halb geschlossen, immer wieder kamen fahle Dinge zum Vorschein.
»Das Spiel möge beginnen, Perry Rhodan.«
Der Kosmos erstarrte.
Das Klacken verstummte.
Dann öffnete sich die Hand: »Rien ne va plus; aleae iacunt.«
Perry Rhodan schmunzelte angesichts dieser Sprachvermischung. Rien ne va plus, als säße er in einem Kasino aus dem Terra seiner Jugendzeit. Er sah den näselnden Croupier in einem korrekt sitzenden Nadelstreifenanzug mit perfekt gebundener Krawatte geradezu vor sich. Aleae iacunt, als wolle ihm jemand unbedingt beweisen, wie gebildet er war: Höre-Rhodan-ich-kann-das-Allerwelts-Lateinische-Zitat-grammatikalisch-korrekt-umwandeln.
Zwei Würfel mit jeweils neun Außenflächen fielen aus der Hand. Ihre stumpfen Oberflächen schimmerten in gelblichem Weiß. In der Luft stießen die Würfel noch einmal zusammen, bevor sie auseinanderdrifteten.
Ein seltsam sirrendes Geräusch entstand dabei. Der Unsterbliche schloss die Augen und sah zwei Raumschiffe durch den Leerraum rasen: eines tropfenförmig, klein und ungewöhnlich flirrend, fast, als wäre es organisch. Es schien sich im All zu winden und das Licht der Sterne zu fressen. Das zweite war ein Kugelraumer, ein echter Gigant mit gewaltigem Ringwulst, ein Ultraschlachtschiff der Menschheit ...
... der anderen Menschheit ...
. der Menschheit des Roten Imperiums.
Rhodan riss die Augen auf. Er wollte diese Schiffe nicht sehen, wollte nicht dabei zuschauen, wie sie ...
Die Würfel schlugen auf, gerade in dem Moment, als der Terraner die Augen öffnete. Die Ecke einer Kante splitterte ab wie sprödes Holz. Holz? Rhodan wusste, dass es alles andere als das war. Das Material schoss wie ein winziger Pfeil in Rhodans Fingerkuppe. Ein Blutstropfen, rot und unscheinbar, quoll aus der kleinen Wunde und rann über den Nagel, unter dem es blau schimmerte. Rhodan erinnerte sich nicht einmal mehr daran, wann er sich diese Quetschung zugezogen hatte. Es musste irgendwann während all der Kämpfe gewesen sein.
Die Ader auf dem Handrücken seines Gegenübers pochte - eins ... zwei... drei... - so regelmäßig wie eh und je. »Schau, wie sie fallen, die Knochenwürfel.«
(Knochenwürfel? Rhodan erschauerte.) Sie purzelten und kullerten, tanzten wie die Kinder, aus deren Gebeinen sie einst geschnitzt worden waren. Der eine fiel auf die Null, der andere rollte noch.
»Die Null, Rhodan«, sagte die tiefe Stimme. »Behalt sie in Erinnerung. Vom Jahr Null wirst du noch hören, als die Innerzeit begann. Denn die Wahrheit wartet auf dich. Bavo Velines' Lügen müssen demontiert werden, von Anfang an. In dir darf kein Zweifel mehr bleiben, auch wenn du noch so sehr an das Gute in den Menschen glauben willst. Ach, schau her: Der andere Würfel fällt auf die Zwei ... nein, er rollt noch, sieh nur - die Drei. Drei Wesen aus deinem Standarduniversum, die hinübergewechselt sind ins Rote Universum, um die Wunder der anderen Menschheit zu schauen.«
»Wunder?«, fragte Perry Rhodan. Das Wort rann wie zäher Sirup in sein eigenes Ohr, tropfte in den Gehörgang und zerstob zu tausend Schwingungen.
»Was für den einen ein Wunder ist, mag für Milliarden Intelligenzen auf vielen Welten unendliches Leid sein.« Die Hand streckte sich, Zeigefinger und Daumen umfassten den zweiten fahlweißen Würfel, in dessen Flächen die Augenzahl als schwarze Schmorflecken eingebrannt worden waren: Drei. »Sie sind zum Spielen gemacht. Nur das Kinderbein, aus dem sie geschnitzt wurden, spielt und springt und hüpft und tanzt nie wieder.«
Heiß rann es über Perry Rhodans Wange. »Wieso drei Wesen?«, fragte er. Sie waren nicht zu dritt übergewechselt ins Rote Universum; nur er und der Münchner Gauner namens Wiesel hatten den Wechsel vollzogen. Startac Schroeder hatte das Fenster und den Mund nicht mehr durchklettern können.
All dies war ein Albtraum. Eine Fieberfantasie. Auswirkungen eines Strangeness-Wahns. Ein Zeitkoller. Vielleicht fraßen sich auch irgendwelche Viren durch sein Hirn, die seinen Geist längst über die Grenze des Wahnsinns gestoßen hatte. Es gab tausend Erklärungen, aber eins war wichtiger als alles andere - diese Würfel, diese ganze Knochenstadt gab es nicht.
Durfte es nicht geben und nie gegeben haben, schon gar nicht von Terranern errichtet. Vielleicht von barbarischen Kulturen, von Völkern ohne Ethik, von Truppen der Chaosmächte, der Terminalen Kolonne TRAITOR ... aber ganz bestimmt nicht von Terranern, und mochte es sie auch vor Generationen in ein fremdes Universum verschlagen haben.
»Nun los«, sagte die tiefe Stimme. »Spiel auch du, Rhodan! Zaubern wir ein Lächeln auf das Gesicht der kleinen Farashuu ...«
Wind rauschte in kahlen Ästen. Ein letztes Blatt löste sich, trieb in einer Bö, flatterte höher, immer höher, auf, hinauf zu den Wolken, zum kuschelweichen, weißen Vergessen. Aus den Wolken schälte sich Farashuu Perkunos' Gesicht, eingeschlossen in das groteske viereckige Aquarium des Transpathein-Helmes, wie ihn nur die Kindersoldaten des Roten Imperiums trugen. Die Symbionten umschwirrten die Nase, die Augen, bohrten sich in die Pupillen, weiteten sie, bis sie wie eine Supernova explodierten.
»Zaubern wir ein Lächeln auf dieses Gesicht«, sagte die Stimme noch einmal. Rhodan schrie.
Farashuus Lippen öffneten sich hinter dem golden schimmernden Etwas, und sie zogen sich in die Breite, als freue sie sich, endlich sterben zu können. Ihr Gesicht verglühte in schillernden Regenbogenfarben, doch wo immer die Lichtkometen auftrafen, rissen sie eine Schneise der Zerstörung.
»Farashuu!«, schrie Rhodan. »Nein!« Nein...

»Ruhig«, sagte Finan Perkunos, der Vater der Kindersoldatin.
Und Perry Rhodan erwachte. Schweiß perlte auf seiner Stirn und vermischte sich mit den Tränen.
»Du bist wieder da«, sagte Finan.
»Was . was waren das für Bilder?« Rhodans Worte waren schwammig. Finan Perkunos konnte unmöglich wissen, worauf sie sich bezogen.
Und doch verstand er ihn ganz offensichtlich. »Es war ein Traum. Eine Vision. Ganz wie du es nennen willst. Auswirkungen des Heilkomas. Dein Körper und deine Psyche sind unsere medizinischen Methoden offensichtlich nicht gewohnt und reagieren entsprechend stark.«
Rhodan hustete und würgte. Etwas bewegte sich unter der Zunge, drückte von Innen gegen die Lippen. Er öffnete den Mund, und ein gallertartiges Etwas kroch daraus hervor. Der Wurm hing halb auf Rhodans Kinn. Der Unsterbliche setzte sich ruckartig auf, wischte über den Mund, doch durch die hastige Bewegung flog der Wurm bereits zur Seite und landete platschend auf dem Boden.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Auch bei Band 2: unbedingte Kaufempfehlung!

Schön finde ich, daß - parallel zum aktuellen Handlungsverlauf der Perry Rhodan (PR) Heftromane - ein in sich abgeschlossener Zyklus angeboten wird. Dieser beinhaltet ein Hilfsangebot aus dem "Roten Universum" gegen die terminale Kolonne Traitor.

Altleser von PR haben natürlich den Vorteil, Anspiegelungen auf vergangene Ereignisse zu verstehen. Das sollte einen jedoch nicht davon abhalten, sich auch ohne PR Vorkenntnisse in den Bann der Ereignisse ziehen zu lassen. Freunde von mehr Action in PR's kommen hier auch auf Ihre Kosten.

Was Perry Rhodan im Roten Universum vorfindet ist unbeschreiblich. Gute, teils skurrile, abgedrehte, witzige Ideen, teils aber auch Erschreckendes. Brutalität und Menschenverachtung des Regimes (-> Kind Soldaten, Knochenstadt). Ein Hauch von MdI (-> Meister der Insel) in anderer Ausprägung.

Die Charaktere werden vom jeweiligen Autoren sehr lebendig und authentisch geschildert. So stellt man sich Perry einfach vor. Nicht ganz so distanziert und unterkühlt wie zu den Anfängen der Serie, die in der 60ern startete. Moderner, aber noch ganz der Alte; einfach gut gemacht finde ich.

Es ist faszinierend, auf welche Ideen die Autoren kamen, was Storyline nd neuartige Technologien anbelangt.

Im vorliegenden Band erfährt Perry Rhodan die Vorgeschichte, wie es im Roten Universum zur Unterjochung der Druuf kam und kämpft an der Seite der Widerstandsbewegung.

Dabei ist auch der Rückblick auf den Werdegang Bravo Velines (Diktator) sehr interessant geschildert. Dabei wird auch die Entstehung verschiedener Schlüssel Technologien beleuchtet.

Ich kann die drei Bände jedenfalls nur wärmstens weiterempfehlen! Hier finden sich für meine Begriffe Ideenreichtum, Spannung und Genius eines Phillip Jose Farmer wieder, den ich als Autoren sehr schätze.
Unbedingte Kaufempfehlung!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Requiem 8. Februar 2009
Format:Taschenbuch
Ein Toller Roman der an den ersten Teil anschließt.Es werden die Hintergründe erklärt wie es dazu gekommen ist das die Druuf von den terranern die Ausgewandert waren unterjocht wurden.Einziger Nachteil ist das ich bis April auf den Abschlußband warten muß.
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