Kurzbeschreibung
Die Deutsche Mark ist mehr als bloß eine Währung. Sie ist längst ein Mythos, ein Familienmitglied, ist die treueste Begleiterin der Deutschen durch einhundertdreißig wechselvolle Jahre: Gründerzeit und Kriege, Inflationen und Wirtschaftswunder. Die führenden Wirtschaftshistoriker für Deutschland sagen Lebewohl. Der 9. Juli 1873 ist der Geburtstag der Mark. Das Deutsche Reich, erst zwei Jahre zuvor gegründet, gab sich eine einheitliche Währung. Erstmals konnten die Deutschen zwischen Konstanz und Kiel mit der gleichen Münze bezahlen. Die Mark wurde zum Zeichen des industriellen Aufschwungs. Doch die Freude über Währung und Wohlstand endete jäh in den Weltkriegen und Währungsreformen 1923 und 1948. Wie das Wirtschaftswunder, wie die Weltmeisterschaft 1954 war die D-Mark das Symbol der jungen Bundesrepublik und ihrer Prosperität. Im Verhältnis der Deutschen zu ihrer Währung spiegelte sich immer auch ihre Befindlichkeit. Carl-Ludwig Holtfrerich, Harold James und Manfred Pohl erzählen vergnüglich und klug die Geschichte der Mark, ihrer Besitzer und der Mythen, die sich um beide ranken - bis zur Abdankung Ende Dezember 2001.
Autorenportrait
Harold James ist Professor für Geschichte an der Princeton University, USA. Er hat u.a. für den bei C.H.Beck erschienenen Band Die Deutsche Bank 1870-1995 das Kapitel über "Die Deutsche Bank und die Diktatur 1933-1945" verfaßt. Prof. Dr. Manfred Pohl, geboren 1944, absolvierte eine Banklehre und studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaft. Seit 1972 leitet er das Historische Institut der Deutschen Bank, seit 1981 lehrt er an der Universität Frankfurt am Main. Auf seine Anregung hin wurden 1976 die "Gesellschaft für Unternehmensgeschichte" sowie 1997 die "Society of European Business History" gegründet.