Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bedrückend und intensiv gespielt!,
Von Adrian Kain "kain" (Lengede, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Requiem (DVD)
Der Film "Requiem" unterstreicht einmal mehr die Ausnahmesituation von Schmidt im deutschen Film. Es gelingt dem Regisseur eine intensive, bedrückende Atmossphäre zu schaffen, die von brillanten Schauspielern getragen wird.Allen voran ist Sandra Hüttel zu nennen, deren Spiel absolut unter die Haut geht. Der Verfall und die Sehnsucht ihres Charakters ist in jeder Einstellung zu spüren. Das Abgründige, miefige der Provinz und der Wunsch nach Ausbruch um jeden Preis sind beklemmend dargestellt und hinterlassen beim Zuschauer ein düsteres Gefühl. Der Film ist Freunden von Schauspielkunst zu empfehlen. Im direkten Vergleich mit der amerikanischen Version "Der Exorzismus der Emily Rose" betont Schmidts Film die innere Beklemmung und versucht nicht, sich über das Mystische aus der Abgründigkeit der tatsächlichen Ereignisse zu stehlen. Sehr zu empfehlen, wenn auch nicht für einen leichten DVD-Abend! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Besessenheitsstudie - eindrucksvoll inszeniert,
Rezension bezieht sich auf: Requiem (DVD)
Mit "Requiem" hat Regisseur Hans-Christian Schmid ein sensibles Drama geschaffen, das die wahre Begebenheit eines nach mittelalterlichen Ritualen vollzogenen Exorzismus zu Beginn der Siebziger Jahre thematisiert.In der Hauptrolle brilliert Sandra Hüller, die sich zu eben jener Zeit in der Rolle der jungen Michaela Klinger vom erzkatholischen Provinz-Elternhaus emanzipiert und in die Universitätsstadt Tübingen zieht, um ein Pädagogikstudium zu beginnen. Dass sie unter Epilepsie-Attacken und einem für das Publikum unergründlichen Schuldkomplex leidet, zudem von der strengen Mutter nur ungern in die "neue Freiheit" entlassen wird, erschwert Michaela ihre Studienzeit hinzukommend. Als "Krönung" des Ganzen tritt dann auch noch eine religiöse Komponente hinzu: Michaela leidet unter Wahnvorstellungen, die sie vom Beten abhalten, sie Stimmen vernehmen und an Gott und Christentum zweifeln lassen. Diese Zustände schaukeln sich im Laufe des Films immer weiter auf, die Zerrissenheit der Protagonistin, die sich selbst als eine Art Märtyrerin vom eigenen Glauben geprüft sieht, wird zur Belastungsprobe für ihre gesamte Umwelt; einzig ihre Studienfreundin scheint sie annähernd zu verstehen. Im Gegensatz zu allgemeinpopulären, unrealistischen Horrorschockern wie "Der Exorzist" von W. Friedkin, endet "Requiem" dort, wo die meisten Exorzismusfilme ihren Ausgang nehmen: mit der Teufelsaustreibung selbst. Diese Tatsache macht den Film aber nicht weniger spannend, selbst wenn man als Zuschauer auf tricktechnische Einlagen à la polternde Betten, die "zweite Stimme" und dergleichen verzichten muss. Gezeigt wird die Qual einer jungen Frau, die von ihren Eltern missverstanden wird, heuchlerisch-bornierten Priestern ausgeliefert ist und aus diesem dadurch erst entstehenden Teufelskreis keinerlei Ausweg mehr findet. Der Film wirkt insgesamt authentisch, die Bilder bringen eine kalte und engstirnige Umwelt zum Ausdruck, auf allem scheint ein Schleier tief empfundenen Unglücklichseins zu lasten. Mir hat der Film und insbesondere die sensible Leistung seiner Hauptdarstellerin imponiert, weswegen ich ihn gerne weiterempfehle. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meisterhaftes Kammerspiel,
Von
Rezension bezieht sich auf: Requiem (DVD)
"Requiem" ist nur am Rande ein Film über Exorzismus. Er ist auch und vor allem eine klinische Fallstudie eines jungen Mädchens, das durch Lieblosigkeit und Bigotterie der spießigen Familie in eine religiöse Psychose getrieben wird. Diese Michaela hat keine Chance mehr, vermutlich auch nie eine gehabt. Selbst ihr Freundeskreis kann ihr nicht mehr aus der Sackgasse des religiösen Wahns helfen."Requiem" ist ein völlig unhysterischer, nüchtern berichtender Film über unglaubliche Geschehnisse. Nur in diesem klaren Setting hält der Zuseher überhaupt die ungeheuerlichen Emotionen aus, denen die wenigen Protagonisten ausgeliefert sind. Die Reduktion der filmischen Mittel erzeugt eine geradezu schmerzhafte Intimität. In grünbraunen Erdfarben werden die 1970er Jahre wachgerufen, eine wendige Kamera begleitet Michaela auf ihrem Weg in die (Selbst-)Zerstörung. Immer wieder wird das angeblich offene Ende des Films bemängelt. Jedoch: es lässt nichts offen ! Wenn Michaela am Ende mit einem leichten Lächeln auf den Lippen ins Elternhaus zurückfährt, ist sie bereits durch die Hölle gegangen. Sie hat ihre Wahl getroffen und stellt sich bewusst der Prüfung durch den Exorzismus, der sie das Leben kosten wird. Diese Michaela wird von Sandra Hüller ohne Eitelkeit und ohne jedes demonstrative Zur-Schau-Stellen der eigenen Schauspielkunst gespielt. Sandra Hüller hat für diese Darstellung jeden ihrer Preise verdient - eine intensivere und wahrhaftigere Leistung sah man auf der Leinwand selten. Rund um sie: unvergessliche Charaktere in einem brillanten Ensemble. Glücklich das Filmland Deutschland, in dem solche Filme entstehen können, wenn alles passt: Sensibilität, Können und unspekulative Ernsthaftigkeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
|
|