Kaum haben die Rogues ihre Mission auf Eiattu hinter sich gebracht (Warrior Princess) müssen sie in das ferne Marlev System aufbrechen, wo ein bothanischer Touristenkreuzer verschollen ist. Kaum haben die Rogues die Atmosphäre des einzig bewohnbaren Planeten des Systems erreicht werden sie jedoch schon von einer Flotte TIE Jäger angegriffen, wobei Wedge sogar abgeschossen wird. Nur durch die Hilfe der bothanischen "Touristen" und ihrer Turbolaser gelingt es den Rogues sich in Sicherheit zu bringen. Doch damit hat das Chaos erst begonnen, denn während in den Rogues der Verdacht wächst dass die Bothaner ein doppeltes Spiel spielen, ist Wedge in die Fänge eines Möchtegern-Sith geraten. Denn auf Marlev 4 hat der Imperator einst einen Sith Tempel entdeckt und in diesem einen Außenposten einrichten lassen. Nun da Palpatine tot ist, hat sich das Imperium zurückgezogen, doch ein Großteil der Ausrüstung ist zurückgelieben, genauso wie die Macht dieses Ortes. Mit der Macht des Tempels gelingt es dem "Sith" sogar die Einheimsichen zu kontrollieren und als willenlose Krieger einzusetzen...
Der markanteste Unterschied von "Requiem for a Rogue" ist wohl dass nun Gary Erskine statt John Nadeau den Pinsel führt und das Werk folglich von einem völlig anderen deutlich farbenintensiveren Zeichenstil geprägt ist. Durchaus notwendig geht es in Requiem doch um mehr als bloße Raum- Luft- oder Bodenschlachten. Ein machtsensitiver Möchtegern-Sith-Lord stellt sich den Rogues entgegen und er ist nicht der einzige der die Macht des Sith-Tempels für sich nutzen will.
Es ist also wieder einmal nicht das Imperium sondern einer seiner "Kriegsherren" dem die Rogues gegenüberstehen. Doch dieser "Kriegsherr" ist anders, er nutzt die Macht und setzt mangels Sturmtruppen und dergleichen auf die mit imperialen Waffen ausstaffierten Einheimischen, sowie seine durch den Sith-Tempel massiv gepushten Kräfte. Das einzige Glück der Rogues, Wedge ist immun gegen bestimmte Arten der Machtbeeinflussung und wie sich herausstellt hat Dllr selbst ein Talent für die Macht. Doch fernab des Sith-Tempels haben Rogues wie Bothaner und den Einflüssen der dunklen Seite zu leiden und mit dem verräterischen Anführer der vermeintlichen Touristen zu kämpfen. Soviel also zu einer einfachen Mission.
"Requiem for a Rogue" zeigt wenngleich mit Rücksichtnahme auf Action und keine zu große Tiefe wie interessant und wendungsreich die Ära der Kriegsherrn doch war. Kaum ist Palpatine tot wagen seine einst loyalen Offiziere und Bürokraten es die geheimen Waffenlager und Schatzkammern zu öffnen, um sich damit selbst ihre kleinen Imperien zu schaffen. Natürlich sind nur die wenigsten für die Macht empfänglich oder gar abtrünnig gewordene Darksider, was angesichts deren Anzahl und Machtgelüsten etwas irritiert, man würde doch annehmen dass Palpatines "dunkle Jedi" die ersten wären welche Machtansprüche mit einem Machtwürgegriff durchsetzen würden. So ist der "Sith" aus Requiem einer der wenigen Machtnutzer geblieben die außerhalb von Kurzgeschichten und Essential Guides als "Warlords" in Erscheinung treten durften.