Produktinformation
|
Selbst eingefleischte Anhänger der Düster-Metal-Institution zweifelten in den vergangenen Jahren mehr als einmal daran, dass Nick Holmes und seine Mitstreiter noch einmal an Meisterwerke wie Shades Of God oder Draconian Times würden anknüpfen können. An die Sternstunden der Paradise-Lost-Karriere reicht zwar auch In Requiem nicht ganz heran, das Album präsentiert die Engländer aber so inspiriert, spielfreudig und kraftvoll wie schon lange nicht mehr. Die Riffs haben Biss, die Grooves gehen höllisch in die Beine, und nicht wenige der pechschwarzen Hooklines fräsen sich schon beim ersten Hördurchlauf ins Langzeitgedächtnis. Der seichte Gothic Rock, der viele der letzten CDs dominierte, scheint endgültig passé zu sein, die einstigen Hohepriester der hartmetallischen Melancholie sind drauf und dran, ihren verwaisten Tempel zurückzuerobern.
-- Michael Rensen
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Schritt in die richtige Richtung.,
Von thesuicider (Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: In Requiem (Audio CD)
Paradise Lost waren eine Institution und Meister darin, großartige, düstere und melancholische Musik zu schreiben. Mit dem 1991er Meisterwerk "Gothic" begründeten sie ein ganzes Genre bzw. gaben diesem einen Namen. Die Verbindung zwischen Death Metal und orchestralen Elementen sowie weiblichem Gesang war einzigartig. Icon und vor allem Draconian Times brachten den großen Durchbruch. Mit One Second und den folgenden Alben wurde man experimentierfreudiger, die Alben wurden dadurch allerdings etwas belangloser. Die grandiosen Spannungsbögen und Stimmungen fehlten mir einfach. Mit Paradise Lost war schon ein Trend zurück zu erkennen und mit In Requiem haben sich die Briten wieder auf ihre ganz großen Stärken besonnen.Die Songs bestechen durch geniale Melodien und Harmonien, die die Herren Mackintosh und Aedy schon lange nicht mehr aus ihren Gitarren herausgeholt haben, die Rhythmussektion ist endlich wieder schwer und druckvoll und Nick Holmes zeigt einmal mehr, dass er einer der besten Sänger im dunkleren Metal-Bereich ist. Herauszuheben sind vor allem das Quasi-Titelstück, das mit einem der besten Refrains der PL-Geschichte ausgestattet ist, sowie Unreachable, das eigentlich nur aus Gänsehaut besteht. Weitere Anspieltips sind Ash&Debris sowie das düstere Praise Lamented Shade. Einen Stern abzug gibts jedoch für zwei Ausfälle (Your Own Reality, das mir persönlich viel zu Depeche Mode lastig ist sowie das etwas arg belanglose Prelude To Descent). Der Rest ist durchaus stilvoll und auch ohne Gähnen hörbar. Bleibt zu hoffen, dass sie diesen Pfad weiter wandeln und ihren Tempel tatsächlich wieder zurückerobern. Paradise Lost sind nach dem Dahinscheiden der ebenso göttlichen Sentenced die einzige Band, die die Fähigkeiten hat, düster, melancholisch, traurig aber nie weich oder jammernd zu klingen UND gleichzeitig zu rocken. Danke für die Rückkehr. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Viereinhalb Sterne!,
Von
Rezension bezieht sich auf: In Requiem (Audio CD)
Nach "Draconian Times" gab es für Paradise Lost genau zwei Möglichkeiten: Die erste heißt "One Second" und wurde 1997 denn auch prompt geliefert. Die zweite heißt "In Requiem" und erscheint eben zehn Jahre später. Das ist wieder einmal ein gutes Beispiel für die Vielseitigkeit der Briten. Statt nur einen logischen Nachfolger für ein Erfolgsalbum zu machen, liefern sie einen zweiten zeitverzögert hinterher. Ziemlich verschwurbelt, diese Meinung oder? Aber begründbar. Ohne hier auf die von der musikalischen Substanz her betrachtete indiskutable Vorgeschichte der Band eingehen zu wollen -ernst nehmen konnte man sie erst ab - frühestens - "Shades of God": - immer pompöser und pathetischer waren Paradise Lost 1995 geworden, als sie auf "Icon" "Draconian Times" folgen ließen. Und diese Rezeptur hätten sie bis heute zelebrieren können und dabei sogar viele Fans und Freunde behalten. Nein, sie schrieben das äußerst hochwertige "One Second" und wilderten brilliant im Popdschungel ("Host"). Dann allerdings verfransten sie sich auf "Believe in Nothing" und "Symbol of Life" doch etwas zu sehr in der Belanglosigkeit. "Paradise Lost" wies wieder in die richtige Richtung, und "In Requiem" ist das erste Album seit "Host", das die Band mal wieder inspiriert, interessiert und selbstbewusst zeigt. Da werden Zitate an alle Phasen der eigenen musikalischen Historie geschickt in ein modernes Klangkorsett eingeflochten. Da wird wieder die Rhythmusgitarre abgefeuert und die Doublebass verdroschen. Und dennoch kommen die leisen Töne nicht zu kurz. Das ist bewundernswert. Schubladendenker haben es halt nicht leicht heutzutage. Wer "Gothic" mit "Host" vergleicht und hört, dass beide Alben von einer Band stammen, wird schnell erkennen, dass "Band" nicht unbedingt mit "Musikstil" gleichzusetzen ist. Ich ziehe "In Requiem" allen anderen Paradise Lost - Veröffentlichungen bis auf "One Second" vor, und beide Platten sind die logische Weiterentwicklung von "Draconian Times". Klasse. Allerdings ist die Produktion von Rhys Fulber doch ein wenig zu glattgebügelt, was einen halben Punkt Abzug bedeutet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zuversicht lohnt sich! Paradise Lost sind zurück!,
Von
Rezension bezieht sich auf: In Requiem (Audio CD)
Paradise Lost!Die Truppe um Nick Holmes hat mich schon immer fasziniert, hat sie doch in ihrer mittlerweile 20-jährigen Karriere musikalisch einerseits für Innovationen und andererseits für Überraschungen gesorgt. Um es kurz zu sagen, ohne jetzt die komplette Diskographie der Briten durchzudiskutieren, von laut bis leise und von hart bis soft, es war alles dabei und die unterschiedlichsten Alben lösten auch die unterschiedlichsten Reaktionen aus. Den einen sagte die poppigere, den anderen die metal-lastigere Seite von Paradise Lost mehr zu. Ich finde es gab selten eine Band, die - stilistisch betrachtet - eine so interessante Entwicklung durchmachte, wie Pardise Lost. Und am bemerkenswertesten dabei finde ich, dass es Paradise Lost trotz ihrer Ausflüge in Pop-Gefilde letztendlich mit "In Requiem" geschafft haben, zu ihrer alten Härte zurückzufinden, zwar ohne die Death Metal-Einlagen der Anfangstage aber deshalb nicht minder eindrucksvoll! Die Goth-/Dark-Metal Götter sind zurück, mit einem - zumindest wenn man die letzteren Jahre betrachtet - stimmigen musikalischen Meisterwerk! Einem Album, das es schafft, die Härte der Anfangstage mit der Melancholie und dem Songwriting der neueren Alben zu vereinen! Konkrete Anspieltipps geb ich hier keine, da das Album als Gesamterlebnis einige Durchgänge braucht bis es zündet, dann aber voll durchstartet! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|