Branford Marsalis und sein Quartett brachten 1999 dieses Album heraus, dass ich mit dem Begriff traumwandlerisch bezeichnen möchte. Der kurze Zeit später verstorbene Pianist Kenny Kirkland ist in einer seiner letzten Aufnahmen zu hören. Dass Branford im Beiheft schreibt, dieses wären Rohaufnahmen und es hätten weitere Sessions stattfinden sollen, ist für mich fast unglaublich. Das Niveau der Musik auf dieser CD ist für mich auf dem der besten Jazzplatten wie Kind Of Blue und A Love Supreme. Wobei ich das Niveau meine und nicht die musikhistorische Bedeutung. Das erste Stück Doctone setzt einen ersten Höhepunkt, wobei jedes weitere Stück auch ein Höhepunkt ist. A Thousand Autumns ist für mich so ergreifend, dass ich zum Anhören rate und keine weitere Beschreibung vornehme. Lykief, Elysium und 16th St. Baptist Church als Abschlusssong sind besondere Höhepunkte dieser an Höhepunkten reichen CD. Ein traumwandlerisches, s.o., Zusammenspiel der vier beteiligten Musiker, überraschende Songentwicklungen sowie rhythmisch und melodisch immer sich entwickelnde Aufbauten machen meines Erachtens diese CD zu einem absoluten Hörgenuss für jeden Jazzinteressierten. Viele Grüße von Axel.