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Repräsentation und Realität (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
 
 
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Repräsentation und Realität (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Hilary Putnam , Joachim Schulte
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 218 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (21. Dezember 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518289942
  • ISBN-13: 978-3518289945
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 382.743 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hilary Putnam
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Repräsentation und Realität ist eine höchst gründliche und sorgfältige Kritik des Reduktionismus in der Philosophie des Geistes, die von jeder künftigen Diskussion der Analogie zwischen Computer und Menschen in Betracht gezogen werden muß." (Richard Rorty)

Kurzbeschreibung

"Hilary Putnam, einer der größten Philosophen dieses Jahrhunderts, ist der Erfinder des Funktionalismus - einer der einflußreichsten Ideen in der Philosophie des Geistes. In Repräsentation und Realität zeigt er nun unter anderem, warum der Funktionalismus nicht richtig sein kann. Ein faszinierendes, klar und kraftvoll argumentierendes und in allen Teilen zugängliches Buch; keiner, der ein ernsthaftes Interesse an der Philosophie des Geistes oder der Philosophie der Sprache hat, kann es sich leisten, es nicht zu studieren."
Stephan Schiffer, City University of New York

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Putnam vs. Putnam 8. Juli 2011
Von R. K.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Hilary Putnam gehört zu den bedeutendsten Philosophen unserer Zeit hinsichtlich der Philosophie des Geistes. Als Begründer oder besser Erneuerer des Funktionalismus (der einen materialistischen Beigeschmack hat, durchaus aber auch idealistisch, besser mentalistisch wirksam positioniert werden kann) erreicht er mit seiner Theorie eine Art Reduktion mentaler auf die funktionalen Zustände. Das große Contra ist die Qualia (also Beschreibung des 1. Person-Erlebens). Putnam gehört heute zu den größten Kritikern des Funktionalismus und das vorliegende Buch, welches eine "lose Stringenz" innehat, aber sehr stark in medias res geht, sodass der Laie Schwierigkeiten hat, der teils sehr rekursiven und sprunghaften Argumentation zu folgen, geht u. a. auf die "Selbstkritik" ein. Was Putnam bewegt, ist sein Externalismus (und das ist das für mich eigentlich Spannende): "Gedanken sind nicht im Kopf." M.a.W. (und das ist auch der Grund für die Abkehr eines internalistischen Funktionalismus), Gedanken seien keine inneren Zustände, sondern von Umwelt sowie den Mitmenschen konstituiert (s. Kapital 2, Ulmen und Buchen). Das hat Folgen auch für die Referenzproblematik: "Kurzum, der Bezug wird nicht durch die Bedingungen oder Gegenstände in individuellen Gehirnen/Geistern bestimmt, sondern er wird sozial festgelegt." Wir müssen uns also vorstellen, dass Gedanken trotz gleichen funktionalen Zustandes mental unterschiedlich (Nichtidentität mit dem funktionalen Zustand) sein können. Aber ist dieser Unterschied Grund, die Gedanken dann "draußen" zu verorten? Auch das Zwillingserde-Experiment, in der eine Welt, die eine mögliche Welt (im Sinne einer kontrafaktischen Situation) ist, vorgestellt wird, ist an sich wohl richtig, aber problematisch dergestalt, dass vermutlich keine Zwillingserde mit XYZ statt Wasser (H2O) existiert. Für mich klingt das alles nach Reaktivierung eines Universalienstreits. Wenn a zum Quadrat plus b zum Quadrat gleich c zum Quadrat ist, dann ist dieser "Gedanke" unabhängig von Hans und Frieda und wenn er "im Kopf" wäre, so wäre er eben der Satz des Hans und der Satz der Frieda. Putnam kommt zum Schluss über die Bedeutung, sie seien interaktionsabhängig, nicht an sich wesenhaft, sondern identitätshabend in der Zeit. (Er bespricht natürlich auch die Bedeutungsähnlichkeit z.B. von Block). Nun ist der Satz des Pythagoras aber ein synthetischer Satz a priori (ich weise darauf hin, wie oft wir den Fehler machen, Analytizität und Synthetizität a priori zu verwechseln! Außerdem ist die Synthetizität eine kantische Position und ich weiß um die Kontroverse!). D.h. Hans ist in einem mentalen Zustand der identisch ist mit dem funktionalen Zustand, vor allem dann, wenn Hans der einzige Mensch auf der Welt ist, also kein anderer Mensch mit Geist/Gehirn dies mitkonstituiert. Ich brauche theoretisch auch keine Umwelt für den Satz des Hans (d.h. Pythagoras, wobei sicherlich der Begriff Umwelt so gewählt werden muss, dass trotz der Konstituierung von Geist/Gehirn und der Fähigkeit der Analytizität/Synthetizität durch diese, die Sätze-a-priori "umweltlos" erkannt werden können). Mir kommt der Externalismus sehr metaphysisch vor. Die Aussage (Proposition) das a-Quadrat plus b-Quadat gleich c-Quadrat ist, lässt sich (eben als Aussage) sprachlich (also begrifflich) ausdrücken, ohne dass ich eine Gemeinschaft brauche! Was nun? Zurück zum dritten Reich der Gedanken (Frege)? Das Problem der Qualia bespricht Putnam nicht, aber der Einwand ist berechtigt: Schmerz hat gewisse funktionale Zustände (oder ist solche). Aber reichen die hin, um die Empfindung des Schmerzes (Qualia-Erleben) im mentalen Zustand zu beschreiben? Oder anders, wenn wir eine Maschine diese funktionalen Zustände berechnen lassen, "erlebt" sie diese als Schmerz (vorausgesetzt Mentalismus lässt sich auf Funktionalismus reduzieren)? Putnam bespricht dieses Problem nicht, obschon es seine Position stärken würde. Er geht außerdem auf die anderen Semantiker (insbes. Internalisten) ein (Block, Fodor, Searle, Lewis etc.). Eine Theorie wird in diesem Buch wenn überhaupt aber nur in Ansätzen geboren, da Putnam mehr internalistische Falsifikationsarbeit leistet, der Externalismus aber genauso seine Schwächen aufweist (s. White, Stalnaker und in der jüngeren Zeit auch Brandoms Inferentialismus). Im Weiteren empfehle ich an dieser Stelle auch Hohenadels Magisterarbeit "Internalistische Bedeutungstheorien".
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