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Repräsentanten der Menschheit: Sieben Essays
 
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Repräsentanten der Menschheit: Sieben Essays [Taschenbuch]

Ralph Waldo Emerson , Karl Federn
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 3., Aufl. (April 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257216963
  • ISBN-13: 978-3257216967
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,6 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 415.273 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Emerson in fiktiven Gesprächen mit sechs Repräsentanten der Menschheit: Plato, Swedenborg, Montaigne, Shakespeare, Napoleon und Goethe.
Emerson führt in diesen sechs Essays einen Dialog mit den großen Persönlichkeiten der Vergangenheit, jede für sich ein Prototyp. Er selbst erweist sich als ein ihnen ebenbürtiger Denker, der mit seinen fiktiven Gästen als Stellvertreter die ganze abendländische Kultur an seinen Tisch zu laden scheint.

Klappentext

Ralph Waldo Emerson
Repräsentanten der Menschheit

»Seine Gedanken sind heute für uns jung, denn sie kommen aus einem Weltteil, der sich rascher und unter anderen Bedingungen entwickelt hat als der unsrige. Aber sie werden auch in späteren Zeiten niemals altern und den Zeitgeschmack überdauern, denn Emerson schöpft aus zwei Quellen, die immer frisch bleiben: aus der Natur und aus seinem Herzen. Daher hat er allen Menschen und allen Zeiten etwas zu sagen, und er hat so wenig mit der Mode etwas zu schaffen, wie die übrigen seltenen Männer seiner Art, die von Zeit zu Zeit erscheinen, um das Wort Vauvenargues' zu bewahrheiten: "Les grandes pense'es viennent du coeur".« Egon Friedell

»Emerson wird stets für jene anregend und stimulierend bleiben, die eine spirituelle Deutung der Welt verlangen, sich aber gegen die Annahme eines besonderen Glaubensbekenntnisses sträuben.« John Cowper Powys


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Der Chinese Meng-tse sagte: "Ein Weiser ist der Lehrer vieler Generationen." In diesem Sinne hat Emerson 6 Musterbeispiele großer Denker und Menschen großer Tatkraft aufgegriffen und sich mit ihnen gedanklich beschäftigt.
Er sieht Platon als einen Absorbierer des gesamten Wissens seiner Zeit, der die geniale Eigenschaft der Synthese beherrschte und das Wesentliche erfaßte. Platon erkannte die Stufenleiter der Dinge, die Wechselbeziehungen von Himmel und Erde, von Materie zum Geist.
Swedenborg sah er auch als Geist von gewaltigen Kabilber an, der die Fähigkeit besaß Bände von Gedanken in sich aufzunehmen und zu beleben. Der in seiner Naturforschung eine Reihenfolge entdeckte von der Eckigen, zum Kreis, zur Spirale, zum spirituellen, denn jede Form gleicht dem Endzweck der ihr eingeprägt ist.
Emerson liebte Montaigne den Skeptiker. Emerson erkannte, dass ein Faden durch alle Dinge läuft und wir von der Natur zum Glauben bestimmt sind. Die wahre Stärke des Geistes sah er darin: "Das, was wir wissen, von dem, was wir nicht wissen, nicht behindern zu lassen."
Shakespeare sieht er außerhalb der Menge aller hervorragenden Schriftsteller. Er ist für ihn unfaßbar weise, die Weisheit der andern Schriftsteller ist dagegen eine faßbare. Ein guter Leser kann sich zwar in Platons Hirn einnisten und von dort weiterdenken, aber nicht in das Shakespeares. Denn dieser erkannte wie Hommer und Dante das glänzende Licht tieferer Bedeutung, das die sichtbare Welt umspielt.
Napoleon war für ihn der Mann der Tat. Bestens organisiert im Krieg und auch im Frieden. Eine überquellende Kraft die durch die kälteste Vorsicht und Pünktlichkeit bewacht und gezügelt wurde, anderseits ein Donnerkeil beim Angriff. Respekt zollte er Napoleon dafür seine Briefe drei Wochen ungeöffnet liegen zu lassen, wodurch sich vieles von allein erledigte.
Goethe war für Emerson der Philosoph der Vielfältigkeit; hunderthändig, argusäugig, voller Feinheit und Scharfblick die Schalen zu durchdringen. Ein Mann von stoischer Selbstbeherrschung und Selbstverleugnung, der für alle Menschen nur den einen Prüfstein hat: "Was könnt ihr mich lehren?"
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In "Representanten der Menscheit" schreibt Ralph Waldo Emerson, der Begründer des Transzendentalismus, über große Persönlichkeiten der Vergangenheit, Platon, Swedenborg, Montaigne, Shakespeare, Napoleon und Goethe sind "Gesprächspartner" dieses gleichsamen Dialoges, der Auseinandersetzung Emersons und seines Denkens mit diesen Persönlichkeiten und deren Denkweisen. Er beurteilt sie im Lichte des Transzendentalismus, was sehr interessant zu lesen und zu studieren ist.
Dies ist ein Standartwerk, empfehlenswert und wunderbar zu lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kankin Gawain TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Emerson war nicht einfach nur geistreich wie so viele andere. Die sieben Repräsentanten der Menschheit handelt er auch nicht aus einer einfach nur persönlichen, wenngleich liebevollen Perspektive ab: Die Liebe, die Güte der Betrachtungen Emersons kommt nämlich nicht wirklich aus seiner Person, sondern sie kommt, so scheint es dem Leser, aus DEM Geist selbst, ist daher eine geradezu objektive, beinahe unfehlbar aus der Wahrheit selbst kommende, Sicht auf sieben große Menschen, die je für sich gewürdigt, geschätzt und gewogen werden. Das Groß-sein wird allen gleichermaßen zugestanden. Dann aber wird präzise differenziert - wer war näher an der wirklichen Wahrheit, wer hat mehr aus ihr, für sie gelebt, oder doch nur für sich selbst? Alle hatten große Talente, jeder seine Tugenden und Verdienste, aber eben doch in unterschiedlichem Maß - also muss auch aufgezeigt werden, wann wer in die Irre ging. Napoleons Selbstsucht ging in die Irre, Swedenborgs "inflationärer" Verstand (würde man heute sagen), ging an der Wahrheit der "kosmischen" Güte vorbei, Goethe war, was er sein wollte, ein vollkommen gebildeter Mensch, Plato schöpfte vom tiefsten Grund - ihn preist Emerson daher beinahe hymnisch.
Kann das also sein, dass ein Amerikaner des 19. Jahrhunderts mit dem objektiven Geist des GEISTES selbst schreibt? Emerson war ein zutiefst spiritueller Mensch, gehörte der Bewegung der Unitarier an, jenen - ursprünglich - Christen, die sich, wenn sie sich für die Wahrheit oder Gott entscheiden müssten, eher auf Seiten der Wahrheit stünden, -- was sie zutiefst tolerant und - zutiefst - liebenswert macht. Auch war er Mitbegründer des Kreises der Transzendentalisten, dem mehr als nur ein literarisches Genie angehörte, stand also hier wiederum gegen den damals schon grassierenden Monomaterialismus.
Ja, also, Emerson schrieb nicht aus irgendwelchen beliebigen Inspirationen, "Einfällen", heraus; er hatte den Kern des Christlichen Glaubens, den Gott, der ausschließlich im Herzen wohnt, und dessen Name "Liebe" ist (jene, die nicht von dieser Welt sein kann) gefunden, weil er ihn gesucht hatte. Als er von seiner Suche zurückehrte und mit den Augen des Geistes sah, nämlich durch den Spiegel eines von Gott bewohnten Herzens, schrieb er Wahres aus der Wahrheit heraus. Danke, Ralph Waldo, dass du uns bis heute in diesen Spiegel schauen lässt.
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