Kurzbeschreibung
Karl Heinz Mai (1920 - 1964) kehrte schwer verletzt aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Fortan bewegte er sich mit der Kraft seiner Arme durch die Stadt. Und er tat dabei etwas, wofür damals die meisten Menschen, im Kampf ums Überleben gefangen, keinen Gedanken verschwendeten: Er dokumentierte mit seiner Kamera den Alltag. Dank seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe vermitteln die Stadtbilder, die Porträts und die Aufnahmen von dem sich neu entfaltenden Leben dem heutigen Betrachter Aussagen über diese Zeit - genauer und eindrucksvoller als es Geschichtsbücher vermögen. Seine Bilder zählen zu den wichtigsten fotografischen Leistungen der unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland. Karl Heinz Mai schuf zugleich ein Porträt seiner Stadt und ihrer Menschen von 1945 bis 1964. 'Ein Glück für Leipzig und unser Land, dass uns Karl Heinz Mai diese Fotos hinterlassen hat', hebt der Kabarettist und Autor Bernd- Lutz Lange im Vorwort zu dem von Andreas Mai herausgegebenen Bildband mit mehr als 300 ausgewählten Motiven.
Über den Autor
Karl Heinz Mai (1920 - 1964), verlor als Soldat im Zweiten Weltkrieg beide Beine und bewegte sich fortan mit seinem Selbstfahrer-Rollstuhl durch seine Heimatstadt Leipzig. Er dokumentierte mit seiner Kamera alles, was er sah: die Flüchtlingsströme nach dem Krieg, das Leipziger Alltagsleben, die Architektur. Dass in dem großen Foto-Archiv auch unzählige Kinderbilder aus der Nachkriegszeit existieren, war bislang nur wenigen bekannt.