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Replay [Gebundene Ausgabe]

Benjamin Stein
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (19. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406630057
  • ISBN-13: 978-3406630057
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 75.790 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"'Replay' liest sich wie ein launiger Drogentrip, ist aber doch beängstigend unutopisch." Johan Dehoust --Kultur Spiegel, 30. Januar 2012

"Nicht nur dem Erzähler gehen seine Kommunikationskanäle durch Mark und Bein, sondern auch dem Leser." Jakob Hessing --Die Welt, 25. Februar 2012

"Das ist einer der großartigen Einfälle Steins, die Verknüpfung vom ganz Alten (der mögliche Teufelspakt) mit dem ganz Neuen (...)." Judith von Sternburg --WDR 4, 7. Februar 2012

"Wie Stein hier Fragen der Verantwortung in ein raffiniertes Verweissystem aus Leitmotiven verstrickt, ist meisterhaft." --Anja Hirsch, Falter Messebeilage, 14. März 2012

"Herausgekommen ist ein großartiges Buch - klug, glänzend erzählt, spannend. Das Zukunftspotential macht Stein in unserer optischen Wahrnehmung und im Gedankengut des radikalen Konstruktivismus aus: Die Welt konstituiert sich dadurch, wie wir sie betrachten." --Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. März 2012

Kurzbeschreibung

Als Ed Rosen in der Morgendämmerung erwacht und mit den Zehen wackelt, steht eines fest: der Huf, der am Fußende aus seinem Bett ragt, ist auf keinen Fall seiner. Aber da. Wie soll er sich das erklären? Rosen, ein Software-Experte, war Mitentwickler und erster Träger des UniCom, eines Kommunikationsmittels, das als Implantat weit mehr kann als ein Smartphone – es protokolliert die Sinneswahrnehmungen seines Besitzers und macht das, was wir Realität nennen, in „Replays“ unendlich wiederhol- und veränderbar: vor allem eine erotische Verlockung. Und es macht den Träger total kontrollierbar. Rosens Chef Matana und seine Firma treten einen weltweiten Siegeszug mit diesem Gerät an und nur ein paar ewiggestrige Störenfriede mahnen. Bis sich unerwartet Widerstand gegen das digitale Arkadien regt, der vielleicht auch den Huf erklärt?

In Benjamin Steins neuem, glänzend geschriebenen und spannenden Roman geht es um Körper und Kontrolle, Erotik, Macht und Geheimnis und die Tyrannei totaler Transparenz.


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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gedankenspiele 3.0 9. März 2012
Von Frank Gerstenmeier TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Es ist kein Roman im klassischen Sinne. Es ist eine kurze Geschichte über einen Wissenschaftler, der eine körperliche Benachteiligung mit technischen Hilfsmitteln überwinden möchte und daraus eine immer größere Vertechnisierung entwickelt, die immer mehr von der Umwelt mit einbezieht. Die Geschichte selbst entwickelt sich dabei nur bezüglich der Erkennung deren Auswirkung. An sich sind es einzelne Szenen seines Lebens, die manchmal sehr oberflächlich, mal sehr intensiv beschrieben werden und zeitlich hin und her springen, wobei meist weder deren Dauer, noch wann sie stattfinden beschrieben wird. In den Szenen geht es in der Regel um die Frage, wie gegenwärtige Themen wie Social Networks, Internet, GPS, Video on Demand, etc sich in der Zukunft auswirken, wenn man es zum extrem treibt und getrieben von Gier nach Macht,Geld und Lust die nötige Vorsicht ausser auch lässt, so dass es immer schwerer zu erkennen wird, was real ist.

Der Roman ist manchmal spannend, fast immer interessant und gegen Ende auch erotisch. Es ist ein Vorteil aktuelle Themen wie Social Networks, Whistleblower, Apple, etc zu kennen, da bei der Kürze des Romans vieles erwähnt und nur wenig erklärt wird. Filmliebhaber werden sich an vorgespieltes Leben von Total Recall, rekursive Wahrheitsfindung von Memento, virtualisierte Liebe von Demolition Man, Sicherheitsfunktionen von Vanilla Sky und Borgimplantate von Star Trek erinnert fühlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Logan Lady TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Was würde passieren, wenn alle Menschen miteinander vernetzt sind? Wenn Smartphones und Co. überflüssig werden, weil man seine gesamte Kommunikation über ein Implantat erledigen könnte? Wie sähe die Welt aus, wenn jede Erinnerung beliebig abruf- und wiederholbar wäre?

Mit der Beantwortung dieser Fragen beschäftigt sich Benjamin Stein in seinem Buch "Replay". Ich war sehr gespannt, da mir das Buch empfohlen wurde und ich selbst von der Utopie einer vollkommen vernetzten Gesellschaft fasziniert bin. Doch was ich dann bekommen habe, entttäusche mich.

Ich hatte einen Sci-Fi Roman erwartet. Der Autor legt sein Hauptaugenmerk allerdings auf eine philosophische Sicht der Dinge. Dies ist nicht per se schlecht, doch erstmal eine Umstellung für mich. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Benjamin Stein mir was sagen will, ich aber nicht verstand, was. Die Geschichte ist nicht spannend und lädt auch nicht zum Weiterlesen ein. Selbst, als ich schon bis zur Hälfte des Buches vorgedrungen war, kamen mir die gesamten Aussagen in der Geschichte nichtssagend vor.

Der Stil von Stein ist gut zu lesen, allerdings setzt er darauf, dass man als Leser erkennt, wann jemand spricht und wann nicht. Denn die Anführungszeichen für die wörtliche Rede wurden komplett weggelassen. Etwas, was mich in meinem Lesefluss ständig unterbrochen und mich somit frustriert hat. Auch verwendet der Autor manche Begriffe falsch oder unpassend. Als Beispiel sei hier genannt, dass die Hauptfigur trainieren muss und sich dabei wie zur Vorbereitung auf die Olympiade vorkommt. Benjamin Stein meint sicherlich Olympia, denn als Olympiade werden die 4 Jahre zwischen den jeweiligen Spielen genannt.

Die Story selbst wirkt gestelzt und ab und an hatte ich das Gefühl, dass sich der Autor selbst daran erinnern musste, dass er noch ein wenig Sci-Fi miteinbringen wollte. Denn genauso wirken die Einschübe, die sich mit der Technik und deren Weiterentwicklung beschäftigen. Und wenn diese Einschübe kamen, fehlten die Zusammenhänge. Man wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und es wurde keine Erklärung geliefert, warum z.B. die Firma UniCom da steht, wo sie steht.

Auch wirft Stein mit berühmten Persönlichkeiten aus dem Web, wie Mark Zuckerberg, Julien Assange oder Steve Jobs, um sich. Dies wirkt sehr gezwungen und erweckt bei mir den Eindruck, dass der Autor einfach nur durch diese Berühmtheiten Aufmerksamkeit erlangen will.

Fazit:
ein unausgegorenes Buch, dem ich definitiv mehr zugetraut hätte. So muss ich sagen: Finger weg!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Jannusch VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Es scheint mir unter den Rezensenten eine Tendenz vorzuherrschen, dieses Buch fast allein aufgrund seines Themas zu bejubeln. Doch das greift mir persönlich zu kurz. Sicher, es ist interessant und auch wichtig, sich zu fragen, wie sich die digitale Vernetzung der Menschheit weiterentwickeln könnte und sollte. Mutig war der Autor Benjamin Stein also auf jeden Fall, und auch in sprachlicher Hinsicht recht treffsicher. Dennoch - als Buch "an sich" ist es für mich nicht wirklich ausgereift. Ob es am Autor oder am Lektorat gelegen hat, kann ich nicht beurteilen, aber mir kommt es so vor, als sei die Geschichte auf halbem Weg ihrer Entwicklung, irgendwo zwischen Novelle und Roman, einfach "in den Druck geschickt worden" - obwohl sie noch gar nicht "ausgewachsen" war.

Denn ein Roman ist es eigentlich nicht. Es gibt vier Erzählabschnitte, und jeder davon beginnt eigentlich in der Gegenwart, mit dem Aufwachen des Programmierers und Entwicklers Ed Rosen. Doch schon nach drei bis vier Sätzen verliert sich der Ich-Erzähler in Erinnerungen, kommt vom berühmten Hölzchen aufs Stöckchen, beschreibt in immer neu angestoßenen Schnipseln seinen Werdegang - und auch den Werdegang des von ihm erfundenen Produktes, des UniCom. Wie es scheint, findet er nur mit größter Mühe gegen Ende des Buches in die Gegenwart zurück, in den eigentlichen Erzählmoment. Und das Ende kam dann für mich relativ "schwebend" und sinnfrei rüber - das Buch endet irgendwie nicht wirklich, es verliert sich eher. Und genau das hat mich gewurmt. Mag sein, dass genau dieser Eindruck vom Autor beabsichtigt war, um zu zeigen, wie sehr eine Rundum-Vernetzung dem Menschen schaden kann - aber aus erzählerischer Sicht hatte diese Methode in meinen Augen auch Nachteile. Zu vieles blieb für mich offen; ich habe mich wirklich ein wenig geärgert, weil ich z. B. partout nicht verstanden habe, was nun aus der Freundin und der Geliebten geworden ist. Und aus dem Chef!

Aber immerhin verleihe ich dem Buch drei Sterne, und das steht bei mir für eine durchaus solide schriftstellerische Leistung. Bewundert habe ich vor allem die Charakterzeichnung des Autors, und seine Fähigkeit, in einer leicht lesbaren Sprache auf viele Tiefgründigkeiten anzuspielen. Man kann mit dem Erzähler Ed Rosen mitfühlen, wie er langsam aber sicher in seiner eigenen, erfundenen Welt abdriftet. Vor allem die Erotik ist hier ein Hauptgrund, und die entsprechenden Szenen sind mit Geschmack und nicht zu derb ausgeführt worden. Allerdings muss ich doch sagen, dass man sich streckenweise sehr an berühmte Vorbilder erinnert fühlt - Schnitzlers "Traumnovelle", verfilmt als "Eyes Wide Shut" von Stanley Kubrick, steht da sicher an erster Stelle. Aber auch Schwarzeneggers "Total Recall" kam mir in den Sinn.

Könnte ich Wünsche äußern, würde ich den Autor bitten, dass er das Buch für mich umschreibt - als wirklicher Roman, der sich geradlinig entwickelt, mit deutlich mehr Seiten, und vor allem: nicht nur aus der Rückblende geschildert, hätte mich die Geschichte besser erreicht.
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