Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Interessante Neuentdeckung, 1. März 2009
Dear Reader erlebte ich das erste Mal 2008 als Vorband in einem Konzert der Gruppe Lambchop. Als Konzertbesucher kennt man sicher das sich spontan einstellende Gefühl, verärgert zu sein, wenn man zunächst eine unangekündigte Vorband überstehen muss. Und leider ist es auch für Vorbands umgekehrt häufig ein undankbarer Job, denn oft genug werden auch gute Bands negativ vom Publikum behandelt, sofern sie im Vorprogramm auftreten.
In dem erwähnten Konzert erlebte ich eine seltene Ausnahme. Das Publikum blieb während des Vorprogramms still sitzen, hörte andächtig zu, applaudierte und hätte fast noch eine Zugabe gefordert. Da der Name dieser Band nirgends angegeben war, war anschließend eine ausführliche Recherche notwendig, um den Namen "Dear Reader" kennen zu lernen.
Nun liegt die CD bei mir. Oft liest man in Amazon-Rezensionen "diese CD rotiert seit Wochen dauerhaft in meinem Player...", was sicher als Übertreibung zu werten ist. Ich höre mir dieses Album nicht pausenlos an, aber immer wieder. Es wird nicht nur nicht langweilig, sondern immer besser. Die Musik zu beschreiben, spare ich mir, da man sie sich hier oder auf der website der Band anhören kann. Es ist auch schwierig, die Band zu vergleichen - nach dem Schema "die klingen wie ...". Ein wenig erinnert es stellweise an die Rainbirds, manchmal an Ani Di Franco, manchmal etwas an Goldfrapp, aber alle diese Vergleiche hinken gewaltig. Dear Reader hat tatsächlich einen eigenen Stil.
Das Album empfiehlt sich für Leute, die wirklich zuhören wollen. Interessanterweise eignet es sich aber durchaus auch zum "nebenbei hören", was man schließlich nicht über jede etwas vielschichtigere Musik sagen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unaufdringlich fesselnd, 24. Februar 2009
Nachdem CitySlang bereits zu Beginn des letzten Jahres mit der Veröffentlichung des neuen "Get Well Soon" Albums ein großes Ausrufezeichen für die folgende Saison setzen konnte, schicken sie 2009 erneut ein heißes Eisen für den Wettbewerb um die Gunst der Indie Zuhörerschaft ins Rennen. Zerrissen von der Hassliebe zu ihrer Heimat Südafrika haben sich Sängerin Cherilyn MacNeil und der Grammy-Preisträger Darryl Torr dennoch eine gewisse Unbeschwertheit bewahrt. Ein wunderschönes Land, doch gezeichnet von Überbevölkerung, verwirrenden Strukturen, Arbeitslosigkeit und einer hohen Kriminalitätsrate.
Kaum zu glauben, daß solch ein feinfühliges Album hinter den Mauern einer ehemaligen Hochsicherheits-Festung entstehen konnte. Denn genau dort hin, in den Studio-Komplex eines staatlichen Radiosenders (SABC), verschwanden die Musiker und schufen mit der Unterstützung des US-Amerikaners Brent Knopf, der bereits in der Band "Menomena" tätig war, eine bezaubernde Indie Pop Perle. "Replace why with funny" beschreitet dabei keine gänzlich neuen Klangpfade, aber überrascht mit einer Mischung aus verschiedensten Einflüssen: Weltmusik, Folk, Jazz, Klassik und Rock. Songs wie "Great white bear" oder "Never goes" beginnen beinahe zerbrechlich leise und ufern in einem orchestralen Wechselbad der Gefühle aus. Doch auch eine reine Ballade wie "Release me" vermag zu fesseln. Dazu bedarf es lediglich der klaren, anziehenden Stimme von Cherilyn McNeil, ihrem vorzüglichen Pianospiel und den Detail verliebten Klangfeinheiten der beteiligten Bandmitglieder, deren Phantasie grenzenlos zu sein scheint. "Dear Reader" berühren, verzaubern, verursachen Gänsehaut und immer wieder auch ein Lächeln auf den Lippen. Gleichermaßen Trostspender wie Stimmungsmacher. Zweifelsfrei eine Indie Pop Platte, der breite Aufmerksamkeit gebührt.
Anspieltipps: "Great white bear", "Out out out" und "What we wanted"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine der Überraschungen im beginnenden Jahr - die Südafrikaner Dear Reader, 8. Februar 2009
Dear Reader, so heißen die hoffnungsvollen Pop-Debütanten aus Südafrika. Neben Cherilyn McNeil, die am Klavier sitzt, gehört auch noch Darryl Torr, zuständig für Bass und Keyboards, zur Band. Unterstützt werden die beiden von Michael Wright am Schlagzeug. Ihre Musik bewegt sich irgendwo zwischen filigranem Folk und orchestralem Pop. Unter dem Deckmantel vermeintlich simpler Liedstrukturen versteckt sich ein Wald voller inspirierter Ideen, intelligent arrangiert, ausladend und konstant über dem Boden getragen von der beindruckenden Stimme von Cherilyn McNeil. Brent Knopf, von Menomena, nahm sich dem Duo an und produzierte das Album. Von Lambchop werden sie in den höchsten Tönen gelobt und geschätzt und so wunderte es auch niemanden, dass Dear Reader als Support von Lamchop deren Tour durch Europa im Winter '08 begleiten durften. Einen Song hervorzuheben fällt mir schwer, da die Qualität der zehn Songs (plus einem Ghosttrack) beeindruckend ist, aber wenn ich einen benennen müsste würde ich euch raten in "Never Goes" reinzuhören.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|