In Zeiten des demographischen Wandels ein wichtiger Film: Er zeigt, dass Altsein nicht gleichgesetzt werden kann mit "Nutzlos". Deutlich wird auch, das jeder (alte) Mensch über Erfahrungen und Fähigkeiten verfügt, die im Produktionsprozess zum Vorteil eingesetzt werden können.
Ausschnitte aus Interviews sowohl mit den Angestellten als auch mit den Führungskräften des Familienbetriebes in Neuengland werden verknüpft mit Einblicken in Produktionsräume und Betriebsablauf. Vieles, wie z.B. das anscheinend in heilloser Unordnung befindliche Interieur der Fabrik (besser: Manufaktur), wirkt skurril, aber daneben gibt es auch Vieles, was nachdenklich macht, z.B. die fast unbegrenzte Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung, die den Senioren zugestanden wird.
Diese Möglichkeiten werden sicher dadurch geboten, dass es sich um eine Nischenproduktion mit spezifischen Anforderungen handelt (Nadeln/Kanülen für den medizinischen Bedarf, u.a. im Rahmen von Spezialaufträgen). Die ist selbst bei dieser "Entdeckung der Langsamkeit" profitabel und wachstumsfähig. In Zeiten, in denen Unternehmen meinen, die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Arbeitnehmern sei für den Gewinn hinderlich, wird hier der Gegenbeweis angetreten. Man wünscht sich, dass das Beispiel Schule macht. Man hofft, dass man im Alter ebenso erfüllt wird leben können.