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Renegade: Tiefenrausch [Gebundene Ausgabe]

J. A. Souders , Charlotte Lungstraß
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (100 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 16,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Kurzbeschreibung

20. August 2012
Evies Leben ist perfekt – perfekt geplant und überwacht von Mutter, der Herrscherin über die Unterwasserstadt Elysium. Schon bald soll die 16-Jährige über die geheimnisvolle Welt regieren. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren Feind verliebt, wird klar, dass das perfekte Leben in Elysium eine einzige Lüge ist. Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System – doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner, in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: ivi (20. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492702813
  • ISBN-13: 978-3492702812
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Originaltitel: Renegade
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (100 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 176.412 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Spannend bis zur letzten Seite mit Psycho-Grusel-Faktor!«, Mädchen, 21.08.2012

»(...) faszinierend und sehr spannend.«, carpe diem, 01.09.2012

»Ein packender Debütroman.«, Dolomiten - Tagblatt der Südtiroler, 29.04.2013

Über den Autor

www.jasouders.com

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine grandiose Dystopie. 29. Oktober 2012
Von Monina83
Format:Gebundene Ausgabe
Gestaltung:

Ich finde das Cover toll. Allein schon von den Blautönen passt es super zum Inhalt des Buches. Das Mädchen, das in dem Wassertropfen gefangen ist könnte Evie, die Protagonistin sein. Mir gefällt das Cover total gut, weil es mal etwas anderes ist und super zum Buch passt.

Inhalt:

"Evies Leben ist perfekt – perfekt geplant und überwacht von Mutter, der Herrscherin über die Unterwasserstadt Elysium. Schon bald soll die 16-Jährige über die geheimnisvolle Welt regieren. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren Feind verliebt, wird klar, dass das perfekte Leben in Elysium eine einzige Lüge ist.
Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System – doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner, in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt." (Quelle: [...])

Evie denkt ihr Leben sei perfekt. Sie ist die "Tochter des Volkes", also die Tochter der Gründerin von Elysium und hat als solche besondere Pflichten. Sie empfängt Bewohner der Unterwasserwelt und hört sich ihre Wünsche und Anträge an und entscheidet gemeinsam mit ihrer Mutter darüber. Wenn sie etwas Freizeit hat, verbringt sie diese in ihrem Garten.

Doch genau dort dringt ein Bewohner der Oberfläche ein und überrascht Evie. Sie ist sofort fasziniert von ihm, denn er ist so anders, als Mutter die Oberflächler beschrieben hat. Evie ist neugierig und besucht Gavin täglich, um herauszufinden, wieso er hier ist und wie es an der Oberfläche wirklich ist.

Aber Mutter duldet keinen Widerstand und auf keinen Fall will sie, dass ein Oberflächenbewohner ihren Frieden in Elysium stört, deswegen soll Gavin getötet werden. Doch Evie hat ganz andere Pläne: Sie will Gavin retten und sieht nur einen Ausweg: Flucht.

Gemeinsam mit dem Oberflächenbewohner versucht Evie einen Ausweg aus Elysium zu finden. Doch auf ihrer Flucht wird plötzlich Evies ganzes bisheriges Leben in Frage gestellt. Wer ist sie wirklich? Wieso kann sie sich an bestimmte Dinge erinnern und an andere nicht? Was hat es mit Sektor 3 und den U-booten auf sich und wieso kann Evie plötzlich Kampftechniken, von denen sie bis jetzt nichts geahnt hat? Woher kommt der Hass auf alle Oberflächenbewohner und wieso will ihre Mutter sie beide lieber tot sehen, als entkommen zu lassen?

Evie und Gavin kommen schrecklichen Geheimnissen auf die Spur und nur eine Flucht aus Elysium und an die Oberfläche kann sie retten. Oder ist das etwa der Anfang vom Ende?!

Charaktere:

Evie gefiel mir von Anfang an sehr gut. Sie wirkt anfangs sehr zufrieden und glaubt alles, was man ihr sagt. Doch schnell erkennt man, dass sie durchaus alles hinterfragt und häufig gegen die Regeln ihrer Mutter verstößt. Aber für diesen Fall hat ihre Mutter genau die richtige Lösung und plötzlich denkt Evie wieder ihr Leben sei perfekt. Doch das ist es ganz und gar nicht und als Evie schließlich Gavin kennenlernt und von ihm total fasziniert ist, beginnt sie alles Bekannte über den Haufen zu werfen und gegen ihre Mutter zu rebellieren. Zunächst macht sie das im Stillen, aber als es um Gavins Leben geht, nimmt sie all ihren Mut zusammen und begibt sich mit ihm auf die Flucht. Anfangs sucht sie nur einen Weg, um Gavin zurück an die Oberfläche zu bekommen, möchte aber selbst in Elysium, ihrer Heimat, bleiben. Doch als die Geschichte immer verworrener wird und immer mehr schreckliche Geheimnisse von Mutter ans Licht kommen, wird es für Evie unmöglich in Elysium zu bleiben. Toll fand ich einfach, dass man den Konflikt, der in Evie wütet richtig mitbekommen hat. Sie ist hin- und hergerissen zwischen dem, was ihre Mutter ihr eintrichtert und der Wahrheit, die sie erkennt. Immer wieder wird sie zu ihrem "alten Ich" und muss dagegen ankämpfen. Meiner Meinung nach ist es der Autorin J.A. Souders, richtig gut gelungen, diese Zerrissenheit darzustellen und ich hatte richtig Mitleid mit Evie.

Gavie mochte ich von Anfang an. Obwohl er sich in eine schwierige Lage hineinkatapuliert hat, verliert er weder seinen Mut noch seinen Humor. Er macht das Beste daraus und gibt Evie fleißig Kontra. Besonders gefällt mir die Situation, als er von der Verpaarung erfährt und Evie richtig anflirtet. Da musste ich mir wirklich ein Grinsen verkneifen. Auf der Flucht ist er Anfangs keine sehr große Hilfe, da er sich in Elysium nicht auskennt. Doch er bleibt stets an Evies Seite und versucht ihr so gut es geht zu helfen. Zum Ende des Buches zeigt er dann, was wirklich in ihm steckt. Er hat wirklich das Zeug zu einem Helden.

Und wer hätte das gedacht, aber ich finde auch, dass "Mutter" ein wirklich gut gelungener Charakter ist. Natürlich ist sie mir alles andere als sympathisch. Ständig bevormundet sie Evie und bestimmt über deren Leben. Sobald etwas einmal nicht so läuft, wie sie sich das vorstellt, greift sie zu drastischen Mitteln. Doch das ganze Ausmaß dieses Charakters wird erst nach und nach offenbart und was da alles ans Licht kommt ist wirklich mehr als erschreckend.

Schreibstil:

Von Anfang an war ich sofort total fasziniert von der Geschichte. Man erfährt etwas über Evie und Elysium und da das Buch aus Evies Sicht geschrieben ist, bekommt man auch ihre Gedanken hautnah mit. Sobald Evie etwas "außer Kontrolle" gerät, kommt sie zu ihrem Psychiater und ihr Leben beginnt wieder bei 0. Und genau das macht in meinen Augen dieses Buch zu so etwas besonderem. Denn auch der Leser weiß genauso wenig wie Evie, was eigentlich wirklich passiert ist. Natürlich hat man eine kleine Ahnung, wieso das Mädchen Gedächtnislücken hat und plötzlich ihre Meinung ändert, aber man kann sich nicht mal an nährend vorstellen, was wirklich dahinter steckt und welches Ausmaß die ganze Geschichte um Evie annimmt.

Der Autorin J.A. Souders ist es also von Anfang an gelungen, mich für die Geschehnisse in Elysium zu begeistert und dadurch, dass man erst nach und nach hinter das wahre Geheimnis kommt, wird ordentlich Spannung erzeugt und man kann gar nicht anders, als weiterzulesen, um zu erfahren, was denn noch alles passiert.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, werden aber nach und nach erst zu einem Gesamtbild. Zunächst hat man einfach das Gefühl Evie wäre die perfekte Tochter, würde sich in Elysium wohlfühlen und nicht weiter über alles nachdenken. Nach und nach erfährt man jedoch, dass sie alles andere als fügsam ist und eine ganz eigene Vergangenheit mit sich bringt, die man so sicher nicht erwartet hätte. Die Entwicklung von Evie ist richtig greifbar und doch merkt man als Leser auch ihre innere Zerrissenheit und kann sich gut vorstellen, wie es dem Mädchen gehen muss. Aber auch "Mutter" ist in meinen Augen ein toll dargestellter Charakter. Die Autorin hat sich richtig Mühe mit der Ausarbeitung gegeben. Natürlich ist sie einem von Anfang an unsympathisch. Sie ist kontrollsüchtig und herrisch und lässt keine Widerworte zu. Ungehorsam straft sie unerbittlich ab, denn sie will die Kontrolle über Elysium um jeden Preis behalten. Doch was wirklich alles hinter ihrem Charakter steckt, das wird erst nach und nach wirklich klar und am Ende des Buches bleibt man mit einem Kopfschütteln zurück und fragt sich nur, wohin das führen kann.

Das Buch hat auch einige wirklich unvorhersehbare Wendungen und immer wieder entdeckt der Leser neue, aufregende und schreckliche Wahrheiten über Elysium. Und dann dieses Ende … ich fand es einfach nur grandios. Endlich einmal endet nicht alles in "eitlem Sonnenschein" oder mit einem allzu fiesen Cliffhanger und trotzdem bleibt man einfach nur sprachlos zurück und möchte ganz schnell weiterlesen. Jetzt heißt es also sehnsüchtig auf die Fortsetzung zu warten und zu spekulieren, was Elysium und Evie noch für Geheimnisse in sich bergen.

Fazit:

Dieses Buch ist ein absoluter Page-Turner. Immer wieder kommt man neuen Geheimnissen auf die Spur und die Geschichte nimmt eine unvorhersehbare Wendung. Selten verfliegen die Seiten so schnell. Die Geschichte hinter Elysium ist einfach nur grandios und die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und bergen so manche Überraschung.

Eine wirklich tolle und außergewöhnliche Dystopie, die jeder gelesen haben sollte.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne von 5.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mix diverser Vorlagen 24. Februar 2013
Von Hemeraner VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
"Renegade Tiefenrausch" ist ein Fantasy-Roman, der sich aus mehreren Genre-Vorlagen zusammensetzt. Evie lebt in der Unterwasserstadt Elysium und bereitet sich für die Übernahme des Reiches vor. Gefühle sind verboten, jedoch hat sich Evie in ihren Feind verliebt...

Ein wenig "20.000 Meilen unter dem Meer", ein bisschen "Flucht aus dem 23. Jahrhundert", schon hat man eine Reihe von Ideen für Renegade. Natürlich lässt sich das Fantasy und SF-Rad nicht immer wieder neu erfinden und sicherlich liest sich der Roman ganz gut, aber ganz überzeugt hat er mich nicht. Man kann ihn lesen, aber wer ihn nicht liest, hat auch nicht viel verpasst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eher wässrig als solide... 21. Februar 2013
Von glasperlenraum VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Inhalt:

„Renegade: Tiefenrausch“ spielt in Elysium. Das klingt erst einmal wie ein Names eines x-beliebigen Ortes, doch Elysium ist etwas ganz Besonderes, denn es handelt sich hierbei um eine Unterwasserwelt. In dieser leben die Menschen, die sich von den Bewohnern der Oberfläche abgeschottet haben, um ein Leben in Frieden zu führen. In eben jener Welt lebt auch die 16 Jahre alte Evelyn – oder kurz Evie. Sie ist die Tochter des Volkes und hat somit eine ganz besondere Position inne. Die Mutter des Volkes und das Volk selbst setzen auf sie. Evie hat Verpflichtungen, wichtige Verpflichtungen, die sie zu erfüllen gewillt ist.
Doch dann wird Evies Leben aus der Bahn geworfen und auch in Elyisum ist nichts mehr, wie es war. Ein Mensch der Oberfläche dringt zu diesem heiligen Ort vor und betritt ihn hingegen des Verbotes, das Oberflächenbewohnern für diesen unerlaubten Zutritt mit dem Tode droht. .
Oberflächenbewohner sind grausam. Sie kriegen und morden und dürfen auf keinen Fall die Unterwasserwelt betreten, die doch zum Schutz der dortigen Bewohner vor all jenem, das die Oberflächenmenschen verheißen, geschaffen wurde.
Der Mensch, der den Frieden Elysiums bedroht, nennt sich Gavin.
Der Zufall will es, dass Evie und Gavin sich begegnen. Mit ihrer Begegnung treffen Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Bald schon verschwimmen die Grenzen all dessen, was Evie und Gavin in ihrer jeweiligen Herkunftswelt gelernt haben. Doch da sind nicht nur die Unterschiede zwischen ihnen beiden.
Gavin weckt Zweifel in Evie: Zweifel, die sich gegen ihr ganzes bisheriges Leben richten. Plötzlich erkennt sie, dass sie in Elysium nicht so sicher ist wie sie es bisher glaubte. Es beginnt ein Kampf, bei dem es ums nackte Überleben geht. Und um zurück in die Sicherheit zu finden, muss Evie sich Fragen stellen, die sie zuvor niemals gestellt hätte. Ihr bleibt nur ein Weg: Die Suche nach Antworten. Und es scheint, als könne ihr dabei einzig und allein Gavin helfen.

Meine Meinung:

Als ich die Inhaltsbeschreibung und die Covergestaltung zu diesem Debütroman von J.A. Souders sah, dachte ich zunächst daran, dass man mit Hilfe dieses Buches sprichwörtlich in eine faszinierende, neue Welt abtauchen kann. Ich mochte die Vorstellung dessen, dass der Plot des Buches unter Wasser spielt. Es wird auch immer wieder darauf Bezug genommen, dass sich Elysium von der Welt an der Oberfläche unterscheidet. Leider konnte mich das Setting Elysiums jedoch nicht ganz so sehr überzeugen wie ich es mir ausgemalt hatte. Es werden Erklärungen getroffen, wie die Sauerstoffzufuhr geregelt wird und es wird auch sonst erwähnt, wie Elysium aufgebaut ist und funktioniert.
Vom eigentlichen Wasser merkt man aber nicht allzu viel. Man kann sich das Ganze so vorstellen: Es gibt eine gewöhnliche Stadt, über die eine Käseglocke gestülpt wurde. Unter dieser gibt es günstiger Weise genügend Sauerstoff. Und es gibt mehrere Sektoren, in die Elysium aufgeteilt ist. Aber ansonsten erinnert das Ganze doch sehr an gewöhnliche Städte an Land. Ich hätte mir mehr Bezug auf das Wasser um Elysium herum gewünscht und vielleicht auch etwas mehr Kreativität im Bereich dessen, wie man eine Unterwasserwelt auch in ihrem Inneren mehr mit dem Element Wasser verbindet.
Elysium wirkte für meine Ansprüche an dieses Buch sprichwörtlich zu trocken. Man hätte den Plot genauso gut in den Weltraum oder an einen anderen Ort verlegen können, der schwer erreichbar ist.

Was im Gegensatz zum Wasser aber fließt, ist Blut. In welcher Form und von wem möchte ich hier nicht verraten. Es sei aber so viel gesagt: ich empfand einige Darstellungen als unappetitlich. Es gibt nicht so viele blutige Szenen, wie sich das jetzt vielleicht anhört, aber das was geschildert wurde, empfand ich nicht gerade als prickelnd. Ich gehe so weit zu behaupten, dass dieses Buch nicht in die Hände von jüngeren Lesern geraten sollte. Ja, es kann immer einmal Blut geben. Selbst in speziell an Kinder gerichtete Formate findet sich solches. Was ich hier aber störend fand, war die Mischung des Blutes mit einem Bild von Gewalt / Psychopathie, das dafür sorgen kann, dass es auf die Psyche schlägt.

„Renegade“ („Überläufer“ bzw. „Deserteur“) – allein schon der Titel lässt ahnen, worauf der Plot hinausläuft. Das an dieser Stelle Evies Verhalten schon absehbar wird, finde ich noch gar nicht so schlimm. Es bleibt ja genug, worauf man neugierig sein könnte.

Was ich diesem Buch zu Gute halten muss, ist die leichte Lesbarkeit. Der Lesefluss stellt sich als wässrig, nein Entschuldigung: fließend, dar. Das Vokabular sitzt, die Wortwahl ist schön. Gute Eindrücke der Atmosphäre werden vermittelt und man kann dem Geschehen leicht folgen.

Das wäre auch ganz gut und schön, wenn man nicht über einige unlogische Schritte in Evies Verhalten stolpern würde. Ja, sie begründet ihr Verhalten. Die Richtung, in die sie läuft, gestaltet sich als spannungsfördernd. Doch an manchen Stellen fragte ich mich wirklich, ob Souders sich gewisse Aktionen nicht eher schön zu Recht schrieb, als einer wirklichen Logik zu folgen. So wie gewisse Aktionen erklärt werden, machen sie definitiv Sinn. Lässt man aber die Erklärung weg, fragt man sich doch schon eher: Wieso wurde gerade dieser Schritt unternommen? Wieso wurde nicht anders agiert?
Evies Suche nach der Wahrheit und ihr Kampf ums Überleben zeigten sich zweifelsohne spannend. Dennoch wurde ich das Gefühl nicht los, dass hier unnötige und kostbare Zeit damit verschwendet wurde, Charaktere von A nach B nach C zu A und B und A zu hetzen. (Die Reihenfolge ist beliebig gewählt, denn ich möchte nicht spoilern, sollte aber veranschaulichen, was ich meine.)

Die Covergestaltung finde ich an sich sehr schön. Die Blautöne lassen sich gut mit einer Unterwasserwelt assoziieren. Die Frau, die in einem Glasbehältnis gefangen scheint, lässt symbolische Rückschlüsse auf Evies Person zu. Das ist aber auch schon alles, das das Cover mit dem eigentlichen Plot verbindet, denn ansonsten hat es nicht viel mit dem Buch gemeinsam. Auch hier kann ich somit keine volle Punktzahl vergeben.

Einen Extrapunkt gibt es jedoch für die zitierten Texte zu Beginn der einzelnen Kapitel. Hierbei handelt es sich nicht etwa um Zitate, die von einer fremden Quelle stammen. Nein, es handelt sich um Wiedergaben von Texten, die in Elysium eine wichtige Rolle spielen. Dies empfinde ich als kreativ und auch als eine gute Lösung, um der Leserschaft mehr Einblick in das Leben in Elysium zu bieten.

Charaktere:

Evie… Ja, Evie nimmt wie schon erwähnt auf Grund ihrer gesellschaftlichen Position eine wichtige Rolle ein. Manchmal kommt sie etwas wirr und planlos herüber, aber dies ist gewollt und von daher meiner Meinung nach auch gelungen umgesetzt. Sie ist in der Lage, einen Entschluss zu fassen und zu diesem auch zu stehen. Ihr Handeln – auch wenn es teils unlogisch und nicht unbedingt kameradschaftlich erscheint – macht für den Charakter, als der sie konzipiert wurde, Sinn. Dazu kommt, dass sie durchaus in der Lage ist, ihre Aktionen zu verteidigen. Man kann in Evie stellenweise eine gewisse Zerrissenheit erkennen, die sie unsicher erscheinen lässt und auch dies lässt sich gut auf ihren biografischen Hintergrund zurückführen.
Evie wurde mir mit zunehmender Seitenanzahl angenehmer, jedoch gelang es mir nicht wirklich, ihren Charakter an mein Herz wachsen zu lassen.

Gavin erschien mir von Anfang an eher als ein Charakter, mit dem ich warm werden konnte. Er wirkte in sich gefasster und dadurch sympathischer.

Es gibt hier einen Nebencharakter, dessen Namen ich nicht verraten möchte. Jedoch konnte ich mich gut auf diese Person einlassen. Sie wirkte nachvollziehbar und man konnte mit ihr mitfühlen. Ich hätte mir gewünscht, mehr von dieser Person zu lesen. Es hätte den Eindruck, den „Renegade“ bei mir hinterließ, positiv bestärkt.

Ansonsten lässt sich aus meiner Sicht zum Charakterdesign sagen, dass es facettenreich war. Hierfür erhält Souders Buch einen Pluspunkt von mir.

Fazit:

„Renegade“ wartet mit einem hübschen Cover, das jedoch nicht vollständig zum Plot passt, und einer Inhaltsangabe auf, die definitiv neugierig macht. Leider konnte sich meine durchaus positive Erwartung an den Plot nicht in gleichem Maße erfüllen.
Stellenweise erschien mir das Handeln der Protagonistin unlogisch.
Über diese Aspekte hinwegsehend, kann ich „Renegade“ dennoch als spannend und flüssig zu lesen bezeichnen.
Es gab kreative Ansätze der Autorin, die jedoch meinem Empfinden nach ausbaufähig sind.
Positiv hervorzuheben ist das Abwechslung bietende Charakterdesign.
Auf Grund gewisser gewaltbasierender Darstellungen würde ich das Buch nicht für jüngere Leser empfehlen.
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