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Was sollte ich sagen - "Das war drei Jahre und einundvierzig Tage lang mein Name"?
Eines Tages bot mir ein freundlicher Arzt an, sie mir zu entfernen. "Das ist kein Akt der Wohltätigkeit", versichert er mir. "Es ist das mindeste, was ich als amerikanischer Jude tun kann. Sie waren dort, ich nicht."
So entschloß ich mich, die Fragen aus meinem Arm herausschneiden zu lassen, nicht aus meinem Kopf - die können nie entfernt werden. Das Stück Haut, das der Doktor mir wegoperiert hat, ruht in einem Glas Formaldehyd, worin das Fleisch sich zu einem schaurigen Grün verfärbt hat. Die Tätowierung dürfte inzwischen verblaßt sein, ich habe es nicht überprüft. Ich brauche keine Gedächtnisstützen. Ich weiß, wer ich bin. Ich weiß, was ich war.
Ich war im ersten Judentransport nach Auschwitz. Ich war Nummer 1716.
Reiza Gelissen
Januar 1994
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Sehr detailliert beschreibt sie die täglichen Qualen und den sogenannten "Alltag" in Auschwitz.
Es ist interessant zu sehen, wie diese anfangs sehr gläubige und sehr naive Rena in Auschwitz beginnt über die Existenz Gottes nachzudenken und sich zu einer sehr cleveren jungen Frau entwickelt, die ihre Schwester und sich selbst mit allen möglichen Tricks am Leben erhält.
Auch ist beeindruckend, wie anständig und ehrlich sie unter den schrecklichen Umständen bleibt und ihre Selbstachtung nicht verliert.
Das Ende des Buches lässt keine Wünsche offen, da im Nachwort nochmal beschrieben wird, was mit den einzelnen Personen geschieht.
Fazit: Absolut lesenswert.
2 Tage nachdem ich das Buch beendet habe bin ich nach Auschwitz und Birkenau gefahren, habe einen Tag dort verbracht und immer wieder habe ich mich an die beschriebenen Einzelheiten erinnert. Dadurch habe ich die Gedenkstädten viel intensiver erlebt. (Vielleicht ist auch dies ein interessanter Hinweis für Menschen welche die KZs besuchen werden)
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, auch für Menschen die nicht gerne reine "Faktenbücher" lesen, denn hier bekommt man viele wichtige und interessante Informationen nebenbei.
Auch für den Schulunterricht ist es sicherlich ein sehr interessantes Buch, da ich mir vorstellen kann das Schüler durch die Verbindung mit einem persönlichen Schicksal interessierter beim Thema sind.
Heute muss ich einmal eine bemerkung zu einem meiner 1000 Büchern schreiben und ich schreibe sie nicht einfach so........ Lesen Sie weiter...
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