Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Enki Bilals Sin City, ein Gotham Paris, 6. März 2007
Tja, was soll ich sagen: Amazon hat mir das erste mal etwas wirklich verwertbares empfohlen. Rennaissance, der animierte Cyber-Detektiv-Krimi des Franzosen Christian Volckman aus dem Jahre 2006 hat's wirklich in sich.
Optisch sowieso: das ganze ist in einer SinCity-ähnlichen schwarzweiß-Optik gehalten, und schwarz-weiß ist hier wörtlich zu nehmen, es existieren ausschließlich Schlagschatten, absoluter Minimalismus. Ganz im Gegensatz dazu das eigentliche Design der Renaissance-Welt: so fulminant, morbid und düster wie eine Pariser Gotham City Variante, nur viel opulenter, eher retro-futuristisch im Stile eines Enki Bilal. Die Animantion ist erstklassig, war Linklaters A Scanner Darkly oder Rodriguez' Sin City der Versuch das Medium Film so nah wie möglich in Richtung Trickfilm zu zaubern, wird hier das Medium Comic soweit wie möglich in Richtung Realfilm gepusht. Die schier unglaubliche Masse an edlen Details und beinahe schon lächerlich atemberaubenden Bilder in Architektur und auch der sonstigen Umsetzung des Szenarios mittles der zwei Stufen schwarz/weiß ist eigentlich schon ein Kunstwerk an sich.
Die Geschichte an sich entspinnt sich als düstere Kriminalstory in nicht allzu entfernter Zukunft (als Konsequenz der mittlerweile Quantensprung-artigen Menscheitsentwicklung traut sich anscheinend keiner mehr, Science Fisction Filme mehr als 50 Jahre in die Zukunft zu verlagern) mit einem toughen Cop, der natürlich nichts zu verlieren hat und ständig alles riskiert, einer Geliebten, einer Entführung, einem Konzern der für die Formel für ewiges Leben über Leichen geht und darunter noch eine Prise Orwellscher Überwachungsstaat. Dem klassischen Science Fiction Film entsprechend werden ethische Fragen aufgeworfen, wobei das ganze dann unter dem Banner der FilmNoir-Einflüsse mittels Autojagden und wortkargen Einzelgängern mit nervösen Zeigefingern zu einem Abenteuer geballert wird ... die Action in Renaissance ist auch nicht von schlechten Eltern und dem Gesamtfilm entsprechend extrem edel in Szene gesetzt. Style, soweit das Auge reicht.
Alles in Allem ein sehr gelunges Stück Film ... wunderschön anzusehen und trotzdem noch unterhaltsam und wenigstens vergleichsweise tiefgründig (moderne Klassiker wie Ghost in the Shell: Innocence lassen grüßen). Für alle, denen die Ausstattung von Bessons Das 5. Element zu bunt und Sin City zu brutal war, hier eine klassische Tough-Guy-Geschichte in düsterem Gewand und unglaublichen Kulissen.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ohne Konkurrenz!, 27. März 2007
Zugegeben, es fällt schon schwer diesen Film mit anderen HD-DVD Veröffentlichungen zu Vergleichen. Zu eigensinnig ist die Optik und atemberaubend die Animationstechnik. In den ersten Sekunden glaubt man, an einen nett animierten Comic-Film á la "Sin City" geraten zu sein. Doch dann, im Zuge der sich aufbauenden Handlung gewinnt der Film zusehends an Tiefe und Atmosphäre.
Die Bewegungen der Personen wirken so echt, ebenfalls in Verbund mit der Gestaltung der Häuser, Strassen und dem spektakulär anzusehenden Regen und Schnee, dass man glaubt hier wurde ein Hollywood-Streifen mit einem Schwarzweiß-Filter versehen, dazu noch der "Comic"-Filter aus dem Photoshop - fertig. Doch mitnichten, hier liegt beste französische Handarbeit vor, erstellt von Christian Volckman und seinem Team, das hier wahrhaft großartiges geleistet hat!
Zwar ist die Handlung nicht neu, aber mal ehrlich, welcher Hollywood-Streifen kann uns noch dramaturgisch bzw. drehburchmäßig im Allgemeinen wirklich überraschen? Eine junge Forscherin des allmächtigen Avalon-Konzerns, der ganz Paris kafkaesk überwacht, wird entführt. Ein ruppiger junger Polizist (im englischen gesprochen von 007 Daniel Craig) soll zusammen mit der Schwester der Entführten den Fall lösen, gemeinsam stößt man auf ein dunkles Geheimnis, dessen Ursprünge im Jahre 2006 liegen und nur der ehemalige Top-Forscher Dr. Müller seine wahre Bedeutung kennt. Doch alle Zeugen verwickeln sich in Widersprüche.
Ein ganz besonderes Lob muss ich hier der deutschen Synchronisation zukommen lassen, die absolut professionell wirkt und offenbar von erfahrenen Sprechern erstellt wurde. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass diesem Film, würde man nur den Ton hören, durchaus das Attribut "Hollywood-Blockbuster" zuteil werden kann. Der Sound ist atmosphärisch, sehr offen und präzise, macht Druck und lässt nicht den kleinsten Regentropfen auf den metallverzierten Dächern des Paris im Jahre 2054 aus.
Nun aber zum Bild:
Es gibt nur eine Möglichkeit, hier Vergleiche zu ziehen: Da dieser Film momentan ein Unikat auf dem HD-DVD-Gebiet ist, bewerte ich zum einen das HD-Bild im Vergleich zur DVD und zum anderen das Bild an sich.
Generelles:
Der gesamte Film liegt, bis auf kurze Ausnahmen zum Schluss, in einem Schwarz-Weiß-Bild vor. Dies ist durchaus künstlerisch so gewollt und soll die Ästhetik der Produktion untermauern.
DVD/HD-DVD Vergleich:
Im Vergleich zur Standard-DVD wirkt "Renaissance" auf HD-DVD um einiges kontrastreicher und detaillierter. Klar sagt man sich, sowas erwartet man doch von einem Medium des 21. Jahrhunderts. Doch ist das an sich schon sehr gute Bild der DVD noch mit Artefakten und Cluster-Bildungen behaftet, erscheint jetzt alles, aber auch wirklich alles im Film absolut wie gemalt und gerendert: Rundungen sind bis aufs letzte Pixel wirklich rund, Verkehrsschilder und Computermonitore im Film lassen sich bis ins kleinste Detail ablesen, feinste Details wie die Spritzer, die der Regen auf den Dächern bildet lassen sich auch als solche ausmachen und gehen nicht im Kompressions-Nirvana der Standard-DVD unter.
Direkter Bildvergleich:
Referenz! Fürs erste wird man nicht mehr solch ein prächtiges, eigensinniges Bild auf HD zu sehen bekommen. Es mag Happy Feet, Ice Age und Konsorten geben, doch hier offenbart sich eine wirkliche Stärke der HD-DVD: Kontraste und Schwarz-Weiß-Abgleichung. Man würde wirklich beim Druck auf "Pause" denken, es hätte jemand eine von Frank Miller höchstselbst gemalte Comicseite auf den Fernseher geklebt ;-)
Besonders Schnee und Regen sehen spektakulär aus.
Fazit:
Ein Film, der schon der besonderen Optik wegen absolut sehenswert ist. Im Besitzt eines HD-Abspielgerätes bekommt man die wahre Schönheit dieses französischen Meisterwerks ohne Verluste und Zugeständnisse serviert. Ein Streifen, der kein Geheimtipp mehr bleiben darf. Aufgrund des besonderen Bildes und seiner Präsentation gebe ich, auch wenn es keine direkten Vergleiche gibt, hier die Höchstnote!
Bild 10/10 Sound 9 / 10 Handlung 7.5/10
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Starker Film mit einer grandiosen Optik:, 4. März 2007
Ich muss sagen dass ich nie wirklich ein großer Fan von Schwarz - Weiß - Filmen gewesen bin. Dies änderte sich schlagartig mit erscheinen von "Sin City". Waren dort jedoch noch der eine oder andere Farbtupfer zu sehen, so ist "Renaissance" mit einer einzigen Ausnahme komplett in Schwarz - Weiß gehalten. Und das ist auch ganz gut so.
Natürlich kann der Film, vorausgesetzt man lässt sich darauf ein, in erster Linie durch seine Optik überzeugen. Diese ist, wie ich finde, aller erste Sahne. Zum einen weil sehr ungewöhnlich und nicht das übliche 0815 - Bild und zum anderen könnte dies auch etwas sein was wir wohl in Zukunft des öfteren zu Gesicht bekommen werden.
Es mag sicherlich nicht ganz einfach sein den kompletten Film über mit voller Aufmerksamkeit bei der Sache zu sein, rein aus optischer Sicht zumindest. Sehr viele Details und Kleinigkeiten laufen dabei Gefahr vom Betrachter übersehen zu werden. Das wichtigste ist jedoch eindeutig, so dass der Zuschauer eigentlich den Faden nicht verlieren sollte. Die Belichtungen sind wirklich einwandfrei und besonders hervorzuheben sind dabei unter anderem die Spiegeleffekte in Scheiben sowie der herrlich anzusehende Schnee oder auch Regen. Prinzipiell ist alles nicht nur einmal Sehenswert. Dieser Film schreit förmlich nach mehrmaligen Ansehen. Aber auch die Story kann durchaus überzeugen, selbst wenn das Hauptaugenmerk nicht darauf liegen mag. Sie ist gut und flüssig erzählt und weist in keinster Weise Lücken im Plot oder ähnliches auf. Die Vorgeschichte ist gut mit eingearbeitet und Action sowie Spannung gibt es für den Zuschauer auch zu genüge zu sehen.
Naja und zu den Darstellern gibt es ja wohl nicht viel zu erzählen :-)...es handelt sich dabei wirklich um einwandfreie Animationen, welche wie natürlich das ganze Bild, gestochen scharf sind. Für einen komplett animierten Film besitzen die Charaktere wirklich sehr menschliche Eigenschaften bzw. Charakterzüge.
Wer also vom Vorreiter der neuen großen Schwarz - Weiß - Filme, "Sin City", bereits beeindruckt war, könnte hier aus der rein optischen Sicht seine wahre Freude haben. Aber auch Inhaltlich kann "Renaissance" durchaus überzeugen. Auf jeden Fall stellt der Film auf seine Art und Weise meiner Meinung nach bereits einen Meilenstein im modernen Kino dar!
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