In Rene Mariks neuem Programm werden den bewährten Figuren "Maulwurfn","Falkenhorst", "Kalle", "de Barbe" und den "Staublappen" zwei neue hinzugefügt: Die "Maufine" und die wichtigere, die dem ganzen die Richtung gibt, der Störfaktor, das Böse an sich: Der Hasskasper als der gnadenlose Spielverderber. Die Bühne ist bekannt minimalistisch gehalten. Professor Inge an den Tasten begleite Don Mercedes Moped während einiger Gesangseinlagen zwischendurch, welche ich durchaus für gelungen halte, untermalen sie ja auch das Konzept: "Alles ist Pop". Auch die Hasskasperbox ist eine tolle Idee, die das ganze abrundet.
Maulwurfn als Harry Potter, Rambo, Winnetou, denn "alles ist Pop, sogar Jesus am Pflog." Mir macht das großen Spaß, und es ist bei weitem nicht so infantil und albern, wie es oberflächlich den Anschein haben könnte. Die Staublappendialoge könnten einem sogar, losgelöst aus dem Kontext des Programms im Halse stecken bleiben. Er spielt mit der Inhalts- und Substanzlosigkeit von Symboliken. Alles hat Sinn und Bedeutung verloren, wenn selbst Katastrophen zu Pop werden. Und bei allem hat der Hasskasper seine Hände im Spiel. Folgerichtig geht es diesmal nicht nur Maulwurfn, sondern auch Falkenhorst, dem "blödn Froschn" an den Kragen.
Die DVD ist ordentlich gemacht und enthält ein paar lohnende Extras. Runde Sache für Leute, für die nicht immer alles laut und schrill sein muss und für solche, die sich das Lachen bewahrt haben.