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Remix 1. Texte 1996-1999.
 
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Remix 1. Texte 1996-1999. [Broschiert]

Benjamin von Stuckrad-Barre
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)

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Broschiert, Februar 2002 --  
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Produktinformation

  • Broschiert: 335 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch GmbH (Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462028545
  • ISBN-13: 978-3462028546
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 954.127 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Benjamin von Stuckrad-Barre
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Meister "des meinungsbetonten 100-Zeilers" (taz) ist zurück. Wie schon in Remix betreibt er "Alltagsarchäologie und Gegenwartsstenografie" (Klappentext), sprich: Er schaut den Leuten aufs Maul und kratzt an den Oberflächen der schönen neuen Medienwelt. Er begleitet einen Tag lang Paola und Kurt Felix, "die Fleisch gewordene James-Last-Platte in der Endlosschleife", aber das ist gar nicht mal böse gemeint. Er macht sich Gedanken über Solarien und "Wohnen, Möbel, Leben", versucht in Tübingen eine Karte fürs Madonna-Konzert zu ergattern ("kei Schoongs") und trifft die Ministerin a.D. Andrea Fischer im Abgeordneten-Restaurant: Am Nebentisch sitzt Helmut Kohl "wie zwei Öltanks... und guckt, als habe man von seinem Tellerchen gegessen".

Es geht also wieder mal, immer noch, um Deutsches Theater. Darum, wie wir alle uns in Szene setzen, die einen auf der großen Bühne, die anderen auf Nebenschauplätzen. Das ist nicht immer zum Lachen, etwa bei einer Realsatire wie der MDR-Kuppelshow Je t'aime. Auch die Materialsammlungen mit Klosprüchen und Gästebucheinträgen sind Geschmackssache. Einige der besten Texte kommen ohne die üblichen Promi-Verdächtigen aus und entfalten nicht polemisches, sondern poetisches Potential.

"Im Copy-Shop" blockiert einer stundenlang "den besten Farbkopierer am Platze" -- warum? Auf einem Rockfestival fragt sich der "Rockliterat", ob es "richtiges Lesen im falschen Zelt" gibt, und liefert eine hübsche Sozialstudie dieser Versammlungsform. In meinem Lieblingsstück, "Herbst in Berlin", flaniert er durch den sommermüden Tiergarten, "dabei versucht man je nach Charakter, so viele oder so wenig Bucheckern oder Eicheln wie möglich zu zertreten. Am schönsten knacken die Fruchtbecher der Eicheln..."

Einige wird die Materialmasse abschrecken, andere werden sich Schritt für Schritt durchlesen. Und einen Stuckrad-Barre entdecken, der sich weiterentwickelt. Neben anderen Süchten scheint er auch seine zwanghafte Neigung zum Kalauer in den Griff zu bekommen. An seinem 26. Geburtstag beginnt er gar zu dichten: "Am neuen Computer sitzen / Glauben, dass jetzt alles / Besser wird / (anders zumindest) / Und seine Ordnung kriegt". Dann: "Noch kürzer werden / Knapper / Besser". Wohlan! --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

literature.de, 30. Juli 2004

Hoher Unterhaltungswert ... „Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft“ ist kein gewöhnliches Hörbuch. Es ist darüber hinaus Collage, Wortspielerei auf hohem Niveau und eine anarchische Sammlung von akustischen Schnappschüssen. Über einiges möchte man sich totlachen, über anderes schüttelt man nur ratlos den Kopf. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Auf den Schlips getreten ?, 1. November 2001
Rezension bezieht sich auf: Remix 1. Texte 1996-1999. (Broschiert)
Dieses Buch darf man ganz einfach nicht zu ernst nehmen, schon gar nicht versuchen irgendwas zu interpretieren. Auf ausgesprochen amüsante Art und Weise stellt BvSB hier seine Sicht auf die vielen Dinge dar. Das er dabei bei wahrscheinlich fast jedem Leser auf Widerstand in Einzelpunkten stößt, ist logisch. Wäre ja schlimm, wenn wir alle (s)einer Meinung wären, oder ? Lest einfach dieses Buch, habt Spaß und amüsiert Euch, denn BvSBs Stil und Art zu Schreiben ist echt außergewöhnlich gut. Und bitt nicht beleidigt sein !
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist wie Fast Food, aber bekömmlicher!!, 21. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Remix 1. Texte 1996-1999. (Broschiert)
Endlich mal ein Autor aus meiner sogenannten „Generation" , der Bücher schreibt, die tun, was gute Bücher zu tun haben: Nämlich zu polarisieren! Entweder man liebt die Bücher von Stuckrad-Barre, oder man kann mit ihnen, zumindest größtenteils, nichts anfangen. Das nennt man dann wohl Kult (so oder ähnlich würde wahrscheinlich die Schlussfolgerung des Autors selber aussehen). So habe ich es, nach dem „superkrassen" (jaja, was für ein übles Wort!) Erstlingswerk auch geschafft, "Livealbum" und "Remix" nacheinander und nahezu ohne Pause durchzulesen.... Und endlich mal einer der das sagt, was man selber immer über bestimmte „Mitarbeiter der Unterhaltungsindustrie" so denkt oder erst jetzt merkt, dass man genau SO über diese denken sollte. Mit Arroganz, Überheblichkeit und teilweise Menschenverachtung werden hier Berühmtheiten, NichtMEHRberühmtheiten oder nur die ganz normalen Mitmenschen beschrieben, beziehungsweise verbal vernichtet. „Schlimmschlimm" denkt da manch einer und schlägt, sofern er denn Kritiker ist, zum Gegenangriff über und zerreißt dieses Buch(ebenfalls verbal). „Gutgemacht, gutgemacht!" kann ich aber nur zu den Ergüssen von Herrn Stuckrad-Barre sagen. Pointierter Schreibstil, „Dejá Vu"-Erlebnisse und innerliche „Jajaja! Genauso issas!"-Triumphe beim lesen, lassen auch „Remix" wieder zum einem „begeisterndem Chartbreaker" werden! Mach weiter so, GOTT Stuckrad-Barre! (Finde ich aber irgendwann auch nur ein negatives Wort über Depeche Mode in deinen Büchern, dann hast du ganz plötzlich wieder einen Feind mehr!- aber davon hast du ja inzwischen 'ne Menge...)
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Vom Verfall der Barr'schen Kultur, 30. Mai 2004
Der Mann ist ein Phänomen. Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Ich gehöre definitiv zu erstgenannten. Nach Remix jetzt also der Fortsetzungsroman. Und wie das nun mal mit Fortsetzungen ist, so kommt auch Remix II definitiv nicht an die geniale Komposition des Vorgängers heran. Ja gut, er ist erwachsener geworden (einfach, freiheraus gesagt, auch wenn es sich etwas kindisch anhört) aber es war doch gerade diese kindliche Sichtweise, die Betrachtung des Kleinen, um dann Rückschlüsse auf das Große zu ziehen. Der spielerisch unverkrampfte barrsche Tonfall wurde durch pseudoseriöses Geschwätz ersetzt. Die Sammlung der Domtreppenbeschriftungen könnte halbinteressant sein, allein für sich genommen (wie sie im Buche steht) jedoch zäh und uninteressant. Im Remix I wäre so etwas nicht vorgekommen. Da gäbe es noch eine kritische, lustige oder sarkastische Geschichte dazu. So bleibt aber irgendwie alles alleine für sich im Raum schweben. Es fehlt der rote Faden, der Aha-Effekt. Die Aussage hinter dem Text. Wo man sonst noch diskutieren konnte, fehlt jetzt sogar das Interesse hierzu. Der ganze Text wirkt gequälter und gewollter, was schade ist, denn wir wissen alle dass Barre schreiben kann. Er hat es oft genug bewiesen. Warum also nicht in Remix II ? Wäre das Buch eine CD, müsste man wohl von Kommerzliteratur sprechen. Auch wenn es hart klingt, doch so hätte Barre wohl selbst (früher) über dieses "Werk" geschrieben. Er hat sich mit dem Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft definitv keinen Gefallen getan.
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