Im nordischen Mittsommer, dessen Nächte nicht dunkel werden, über die Wäldern Südschwedens bis in die Straßen Mailands schwebt sie wie ein Funke: die Stimme der Schwedin Sally Shapiro. Die Rhythmen fliegen, schwimmen, tanzen mehr auf diesem Remix ihres 2007er Debüts "Disco Romance". Italodisco und Eurobeat, Sallys Vorbilder Valerie Dore (Dora Carofiglio) und Katy Gray, die verspielte Eleganz einer Mylène Farmer, die Tanzbarkeit von Fun Fun: An all das erinnert diese Musik, doch ist sie anders. Stimme und Synthiepopmelodien treten zurück zugunsten des Rhythmus, sie füllen, ohne zu überfüllen - und bewahren eine Leichtigkeit, die dazu einlädt, aufzuspringen und sich im Takt zu bewegen. Sally Shapiro ist nicht Schweden, nicht Toskana, sie ist neu und doch in den genannten Traditionen verankert. "Find my Soul" singt sie an einer Stelle; und das darf durchaus programmatisch verstanden werden. (us)