Hier wird der Versuch unternommen, die Geschichte von vier sehr unterschiedlichen Menschen - einem alten und einem jüngeren Ehepaar - zu einer spannenden Story zu verweben. Zugegeben: Die Autorin bedient sich einer schönen Schreibe, aber damit allein ist noch nicht viel gewonnen, denn die Erzählung selbst trudelt merkwürdig nebulös zwischen Namibia, einem herunter gekommenen Ferienhaus irgendwo im weniger attraktiven Teil Frankreichs, Hamburg und Nazi-Deutschland hin und her, ohne je recht in Schwung zu kommen. Eine klitzekleine Prise Mafia und Drogenmillieu wird auch noch beigemischt, was letztlich aber nur verwirrt, statt neugierig macht. Die Charaktere hätten dabei durchaus eine intensivere Betrachtung verdient. Der versprochene "überraschende Schluss" bleibt indes aus, denn woher das versteckte Gold stammt, ist jedem halbwegs geschichtsbewussten Leser glasklar, und spätestens wenn die Rede von der Fähre ab Talinn ist, wird im wahrsten Wortsinn deutlich, wohin die Reise geht... Interessant hingegen wäre ein wenn auch noch so kleiner Verweis gewesen, was Margarete als einzige Überlebende danach so alles anstellt, um die Fantasie des Lesers doch noch ein wenig zu bemühen.