Über die Jahre habe ich etliche Trimmer in Benutzung gehabt. Billige und teure, No-Name-Produkte und solche von Markenherstellern.
Nun also der Remington NE3350 Hygiene Trimmer DUO.
Mein Urteil lautet: Schade. Warum? Weil das Gerät das, was es tun soll, sehr gut tut. Aber die Ein- und Ausschaltung ist komplett misslungen. Und das ist ein echtes Manko.
Zur Nasenhaartrimmung. Machen wir uns nichts vor, im Alter wachsen die Haare offenbar bevorzugt dort , wo sie nicht sollen. Und wer einmal ein Gespräch mit einem Gegenüber hatte, bei dem die Nasenhaare bei jedem Luftholen wogten wie Schilf im Wind, der weiß: das muss man nicht haben. Vor allem bei sich selber nicht.
Um dieses Problem kümmert sich der Remington sehr solide. Kein Ziepen, denn die Rotationsschneide mäht die unerwünschten Haare schnell und treffsicher weg. Danach hat man auch keine Probleme mit der Reinigung, die geht einfach, z.B. unter fließendem Wasser.
Zu den Augenbrauen: das ist mal ein Problem, das ich nie haben wollte als Mann. Aber auch hier tritt mit fortschreitendem Alter der Alm-Öhi-Effekt auf: die Augenbrauen wachsen zusammen. Was in den 80ern noch für Theo Waigel Fans hip gewesen sein mochte, geht heute gar nicht mehr. Bisher habe ich störende Brauenhaare mit der Pinzette gezupft - und dabei wie ein ordentlicher Mann geschrien und gelitten. Aber das ist vorbei, denn der Brauentrimmer erledigt das jetzt für mich und zwar ebenfalls gut und einfach. Wer mehr System bei den Brauen braucht, kann die mitgelieferten Trimmeraufsätze verwenden.
Das Gerät liegt insgesamt gut in der Hand, es ist solide verarbeitet und das Gesamthandling ist stimmig.
Aber - da gibt es noch ein echtes Problem. Das Gerät wird über eine Drehung des Batteriedeckels ein- und ausgeschaltet. Das Einschalten geht auf diese Weise gut, aber das Ausschalten ist nervig. Denn dabei hat man dann fast immer den als Schalter fungierenden Batteriedeckel soweit gelockert, das man ihn gelöst und in der Hand hat. Und ehrlich gesagt möchte ich bei einem einfachen Alltagshelfer nicht jedesmal mit Samthandschuhen den Druckpunkt zum Ausschalten suchen müssen. Das ist von den Konstrukteuren wirklich richtig schlecht gelöst worden - und führt leider zum Abzug von zwei Sternen bei meiner Bewertung.
Dank seiner Gesamtperformance liegt der Remington aber selbst damit immer noch im Mittelfeld, zumal er auf jeden Fall preislich attraktiv ist.