Machen wir uns nichts vor , ein jeder Musiker hat mal klein angefangen. Genauso wie ein gewisser Herr David J. Matthews, der heutzutage einer der größten und beliebtesten Musiker Amerikas ist. Durch die Veröffentlichung von Pop/Rock-Meisterwerken wie „Before the crowded streets“ , „Crash“ oder „Busted stuff“ , sowie durch die zahllosen mitreißenden Live-Konzerte der letzten Jahre, hat sich die DAVE MATTHEWS BAND weltweit eine riesige Fangemeinde erspielt. Auch wenn der Durchbruch in Europa bisher leider auf sich warten lässt, und man die meisten Alben des Großmeisters nur als US-Import erstehen kann.
Genauso verhält es sich mit „Remember two things“ , dem allerersten Tonträger der DMB. In Deutschland ist die CD bisher unveröffentlicht, obwohl sie bereits 1993 (!) erschien. Da verstehe mal einer die Banausen der Musik-Industrie...
Jedenfalls handelt es sich bei „Remember two things“ quasi um ein Live-Album, welches einige Songs enthält, die heute nur noch ganz selten zum Live-Repertoire der DAVE MATTHEWS BAND gehören. Einige Songs waren mit sogar bisher gänzlich unbekannt (z.B. „I’ll back you up“). Auch wundervolle Tracks wie „Minarets“, „One sweet world“ , „Seek up“ oder „Christmas song“ werden bei Konzerten nur noch seltenst aus der Schatzkiste geholt. Zu Unrecht wie ich finde, denn auch diese Songs haben dieses unvergleichlich positive Flair, welches sich wie ein roter Leitfaden durch die Band-Historie zieht. Wundervolle und luftig arrangierte „Gute Laune“-Songs, die irgendwo in der Schnittmenge zwischen Pop, Rock, Folk, Jazz und Gospel ihr Zuhause haben. Unglaublich raffiniertes Drumming...ein Bass-Spiel das einen so manches mal verwundert aufhorchen lässt...unwiderstehliche Singalongs, die sich für alle Ewigkeit in deinem Langzeitgedächtnis einnisten. DMB at it’s best !!!
Natürlich finden sich auf dem Debut auch einige „alte Bekannte“ wieder, die man auf den folgenden CDs nochmals neu eingespielt hat. Doch von Songs wie „Tripping billies“ , „Satellite“ oder dem unfassbar genialen „Ants marching“ kann man als fanatischer MATTHEWS-Anhänger eh nie genug bekommen. Zumal ich selbst heute noch das Gefühl habe, jeder Song gewinnt bei jedem weiteren Hördurchlauf an Qualität und Brillianz dazu.
Als einziger Kritikpunkt wäre eigentlich nur die etwas leise Produktion zu erwähnen, bei der man den Lautstärkeregler automatisch höher drehen muss. Dieser Schönheitsfehler fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Schließlich erschien „Remember two things“ damals auf einem Underground-Label, welches eventuell keine großartige Hight-Tech-Produktion zuließ.
Festzuhalten bleibt lediglich, dass diese Band schon bei ihrem ersten Album der verbleibenden Pop-Konkurrenz meilenweit voraus war. Für alle DAVE MATTHEWS-Fans ist diese Scheibe einfach unverzichtbar !!!