Wer kennt sie nicht, diese großen Namen wie Rembrandt oder Vermeer. Aber nicht sie alleine haben die Kunst des 17. Jahrhundert in den Niederland ausgemacht. Steen mit seinen Darstellungen von meist lustigen Szenen, die allerdings auch Mahnungen an die Moral enthielten. Oder Hoogstraaten der ein Genie im Umgang mit perspektivischen Blickwinkeln war. Unglaublich realistische Gemälde vermochte Dou zu malen; jedes noch so kleine Merkmal wurde festgehalten. Aber nicht Dou alleine war ein Meister des Realismus; beinahe alle Maler dieser Epoche zeichneten sich durch wirklichkeitsgetreue Wiedergabe des Lebens aus. Durch diesen Realismus fällt es uns deshalb heute auch so leicht, einen Einblick in das Leben der Menschen in den damaligen Niederlanden zu bekommen. Das Buch stellt wunderbar die Zusammenhänge zwischen der Kunst und dem Alltagsleben her: Welche Aussage spricht aus dem Gemälde, ist es ein Hinweis auf moralischen Verfall oder soll es einfach nur Dokumentieren?` In welcher Phase befand sich der Künstler, welche Entwicklung hat er durchgemacht? Sogar der Handel der damaligen Seenation wird durch Leinwand und Farbe lebendig und von der Autorin erst so richtig für den Leser präsent gemacht. Für den Menschen, der sich für die Niederländische Kunst dieser Zeit interessiert, wird das einzelne Gemälde aus dem Museum herausgeholt und in den Kontext des damaligen Lebens gestellt. Ein lohnenswertes Buch! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)