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Religion in der modernen Welt [Taschenbuch]

Herbert Schnädelbach
1.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

9. September 2009
Spätestens seit seiner radikalen Kritik am Christentum in der ZEIT von Anfang 2000, die auf große Resonanz stieß, ist der Philosoph Herbert Schnädelbach einer breiteren Leserschaft als ebenso scharfsinniger wie gelassener Kritiker der Religion bekannt. In diesem Band legt er nun seine gesammelten, aktuellen und zum Teil noch unveröffentlichten Schriften zur Religion vor. Die Themen reichen vom Verhältnis zwischen Religion und kritischer Vernunft, der politischen Theologie des Monotheismus, der Wiederkehr der Religion bis zur knappen Antwort auf die Frage: »Wo ist Gott?«

Hinweise und Aktionen

  • Gewinnen Sie einen Weber Grill: Lösen Sie das Buchstabenrätsel und nehmen Sie am Gewinnspiel teil - nur bis zum 30. Juni 2013.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 3 (9. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 359618360X
  • ISBN-13: 978-3596183609
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 281.478 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Herbert Schnädelbach, geboren 1936, studierte Germanistik, Geschichte, Musikwissenschaft, Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main, promovierte bei Adorno und lehrte nach der Habilitation an den Universitäten Frankfurt am Main, Hamburg und – bis zu seiner Emeritierung – an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, zuletzt »Vernunft« (2007).

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2.0 von 5 Sternen Unklarer Titel 18. Juni 2009
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
H. Schnäbelbach betrachtet die christliche Religion als Philosoph und Atheist. Er kommt dabei zu dem Ergebnis: Lieber keine Religion." Daher wäre der Titel des Buches besser: Für eine moderne Welt ohne Religion". In den Augen H. Schnädelbachs ist die Religion kaum mehr als eine (überholte) Ideologie mit fragwürdigen Aussagen und heutige Religiosität eine besondere Form der modernen Wohlfühlkultur. Für eine christliche Lebensführung hat er nicht das geringste Verständnis. Er betrachtet die Verhaltensweisen der Christen, z. B. Veranstaltungen wie den Kirchentage, oberflächlich und nur von außen. Dann kommentiert er sie abfällig. Wer etwas über eine moderne, zeitgemäße Form der Religion in der modernen Welt" erfahren möchte, wird enttäuscht sein. Das Buch ist, bezogen auf den Titel, unvollständig. Empfehlenswert ist das Buch dagegen für Leser, die sich für philosophische Argumente gegen traditionelle Aussagen des christlichen Glaubens, besonders der katholischen Kirche, interessieren. H. Schnäbelbach argumentiert ausführlich, differenziert und meist sachlich, gelegentlich aber auch polemisch. Die Kritik, die H. Schnädelbach vorträgt, ist in vielen Fällen berechtigt. Das Buch ist eine Sammlung von sehr unterschiedliche Aufsätzen und Vorträgen aus der Zeit von 2000 bis 2007. In einem dieser Aufsätze setzt sich H. Schnäbelbach auch kritisch mit dem Juristen Carl Schmitt auseinander und verurteilt dessen Verstrickung in den Nationalsozialismus. - Wer sich von dem undeutliche Titel des Buches ansprechen lässt, wird je nach dem eigenen Interesse vom Inhalt angesprochen werden oder enttäuscht sein.
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12 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Atheismus revisited 2. August 2010
Von MengKi
Format:Taschenbuch
Schnädelbachs Buch bewirbt der Verlag auf der hinteren Umschlagseite damit, dass hier seine 'gesammelten Schriften' zur Religion veröffentlicht seien. Wenn das alles ist, was Schnädelbach an Religionskritik zu bieten hat, dann wird man auf kirchlicher Seite wohl beruhigt aufatmen können. Die 190 Seiten enthalten ein buntes Mischmasch aus wissenschaftlichen Aufsätzen und Zeitungsartikeln, vieles wiederholt sich; der Ton wechselt von schnoddrigem Boulevard-Atheismus zu verquastem wissenschaftlichen Neusprech.
Schnädelbachs Thesen sind bekannt: Die Menschen glauben nicht mehr und das ist auch gut so. Für die Moral der Gesellschaft und ihr Wertesystem ist das Christentum unerheblich, die Psyche der Menschen wird durch einige grundsätzliche Konstruktionsfehler in der christlichen Religion nicht unerheblich geschädigt (Erbsünde! Leibfeindlichkeit!) und durch die textkritische Bibelauslegung ist ja eh alles als Humbug entlarvt. Schnädelbach wiederholt also, was man seit dem 18. Jahrhundert von den 'philosophes' an Religionskritik gehört hat. Die Debatten, die seitdem stattgefunden haben, die kritische Selbstreflexion der Religion kommt kaum vor. Ideengeschichtlich tritt der Autor einfach auf der Stelle wie ein trotziges Kind und ruft: 'Zeigt mir doch mal Euren Gott!' Da sind die angelsächsischen Neo-Atheisten schon weiter, die wenigstens Evolutionstheorie und Hirnforschung ins Feld führen.
Eine Dimension, die der Autor komplett ausblendet, ist die der Lebensformen. Er behandelt das Christentum als eine Ansammlung von Aussagesätzen und Wahrheitsbehauptungen. Aber das ist natürlich nicht das Entscheidende. Viel wichtiger als geoffenbarte oder behauptete Wahrheiten sind reale Leben- und Verhaltensweisen.
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11 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schnädelbach und Carl Schmitt 28. Mai 2009
Von Hegewisch
Format:Taschenbuch
Schnädelbach scheint einer derjenigen Religionskritiker, die intelligent und fundiert an die Materie herantreten, zu sein. Ich bin der Meinung, auch diejenigen, die sich um den Glauben bemühen, sollten sich mit einer Kritik des Glaubens oder der Religion auseinandersetzen, soweit sie sich tatsächlich differenziert damit befasst. Schnädelbach bietet hierfür zunächst interessante Anhaltspunkte. Auf Seite 66 allerdings stößt man auf folgenden Satz: "Carl Schmitt hatte einmal mit gutem Grund von einer Tyrannei der Werte gesprochen, die den juridischen Diskurs bedrohe; analog dazu möchte ich von einer Tyrannei des Sinnes sprechen, die heute den theologischen Diskurs dominiert." Carl Schmitt war ein Jurist der übelsten Sorte, der sich darum bemühte, das Barbarentum der Nazis mit höheren intellektuellen Weihen zu versehen. Die Nazis haben Andersdenkende mit Folter und Tod verfolgt, Werte der Humanität mit Terror außer Kraft gesetzt und Schmitt warf den Gegnern der Nazis eine "Tyrannei der Werte" vor. Was, wenn nicht dies, ist eine Blasphemie! Und ausgerechnet Schnädelbach spricht hier "mit gutem Grund" davon, dass Schmitt hier richtig geurteilt habe. Ein unglaublicher Vorgang! Eine Verhöhnung der Opfer des Nazi-Regimes, die sich unter Einsatz ihres Lebens für Werte der Menschlichkeit eingesetzt haben, für ihren Glauben und ihre Überzeugungen gelitten haben und ermordet wurden. Und das muss man sich nun 64 Jahre nach Beendigung dieses in der Menschheitsgeschichte einmaligen Barbarentums anhören. Ein unglaublicher Vorgang!
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