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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 14.10.2000
Ohne sich sonderlich auf das Reizthema "Hellinger" einzulassen, beschreibt Tilman Moser dieses neue Buch des ehemaligen Ordensgeistlichen als Variation zum Thema "andächtig, gesammelt, demütig". So nämlich soll ein Therapeut sich mit seinen Patienten befassen. Moser erwähnt zwar, dass Hellinger vielen "arrogant und dogmatisch" erscheint, springt dann in seiner kurzen Besprechung aber schnell zum auch ihm längst bekannten Kern des Hellinger`schen Systems: viele Menschen sind psychisch und emotional an "verschwundene Menschen" gebunden, müssen sich durch stellvertretende Gegenüberstellung neu verstricken und dann erlösen. Das Buch, so Moser, enthält Widerholungen, was ihn aber offenbar nicht gestört hat. "Positive wie negative Faszination", schreibt er, geht von diesem Mann aus. Seine Bücher- und Videoliste, klärt Moser zum Schluss auf, umfasst alleine sechzehn Seiten.
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Kurzbeschreibung
Was religiöse Bilder in unserer Seele bewirken
Dass eine Familie durch eine gemeinsame Seele verbunden, aber auch gesteuert wird, hat Bert Hellinger schon in vielen Publikationen dokumentiert. Seine Methode des Familien-Stellens hat gezeigt, dass wir in größere Ordnungen und Zusammenhänge eingebunden sind, die unser Leben unabhängig von unseren Ängsten und Wünschen beeinflussen. Diese Erfahrungen gehen weit über unsere traditionellen Gottesbilder und religiösen Haltungen hinaus. Auch die bisherige Seelsorge wird solchen Erkenntnissen nicht mehr gerecht. Bert Hellinger nähert sich diesen religiösen Fragen deshalb auf neue Weise. Vor allem geht er der Frage nach, welche Wirkung bestimmte religiöse Bilder und Haltungen in unserer Seele verursachen. Bert Hellinger stellt die religiösen Aspekte seiner Arbeit erstmals gebündelt und chronologisch geordnet vor. Diese Chronologie lässt »Erfahrungen und Vertiefungen spürbar werden, die deutlich machen, dass alle Erfahrungen vorläufig sind«.