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Reitervölker im Frühmittelalter: Hunnen - Awaren - Ungarn
 
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Reitervölker im Frühmittelalter: Hunnen - Awaren - Ungarn [Gebundene Ausgabe]

Bodo Anke , László Révesz , Tivadar Vida
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sie schienen mit ihren Pferden verwachsen zu sein, ihre Lebensform und ihr Erscheinungsbild war den westlichen Zeitgenossen völlig fremdartig und bedrohlich. Bei allen vordergründigen Ähnlichkeiten der Steppenreiter im Auftreten, im Siedeln und in der Kampftechnik unterschieden sie sich in vielem. Nur den Ungarn gelang es schließlich, ihre Stämme zu einem mittelalterlichen Königreich umzuformen - und so ihre Zukunft zu sichern. Die Autoren geben uns Einblick in Kulturen, die uns fremd sind. Sie stellen die Geschichte und Archäologie der Hunnen, Awaren und Ungarn vor und präsentieren die schönsten Funde einer spannenden Epoche.

Über den Autor

Bodo Anke, László Révesz und Tivadar Vida sind international anerkannte Fachleute für die Geschichte und Archäologie der Reitervölker des 4. und 5. Jahrhunderts.

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Viele bunte Bilder 23. März 2010
Von W. Meyer
Die Darstellung der drei Reitervölker spricht in erster Linie das Auge an. Im Mittelpunkt stehen die archäologischen Funde und darunter insbesondere diejenigen von kunsthistorischer Bedeutung. Die Beschreibung der Siedlungsräume und Wanderungsbewegungen, ebenso wie die politischen Zusammenhänge des Frühmittelalters erfolgen eher "pannonienzentriert". Der Schreibstil wirkt hölzern, der Spagat zwischen anschaulicher Darstellung und wissenschaftlicher Systematik gelingt nicht. Die Bemühungen der Autoren eigene randständige Forschungsarbeiten unterzubringen sind offensichtlich. Beim Drucksatz haben sich zahlreich Fehler eingeschlichen, die teilweise sinnentstellend wirken.

Eindeutig zu kurz kommt die Beschreibung des Alltagslebens, da dies "archäologisch schwer zu fassen" sei. Dennoch würde man sich über "Leben und Erwerb" der Reiternomaden etwas mehr Information wünschen, möglicherweise durch ausführlichere vergleichende Studien mit späteren Steppenvölkern. Es sollte klar sein, dass es sich hier um eine fundoriente und nicht eine ethnologische oder historische Darstellung handelt. Letztere bietet z. B. Gerhard Wirths Buch "Attila: Das Hunnenreich und Europa", das sich unerklärlicherweise in den Literaturverweisen von "Reitervölker im Frühmittelalter" nicht findet, obwohl es auch ohne Bilder eine Vielfalt an Informationen bietet.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufbruch aus der Steppe 8. November 2009
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
"Als oben der blaue Himmel und unten die braune Erde ins Dasein traten, wurde durch diese Zusammenkunft das Menschengeschlecht gezeugt."
(Credo des Tengrismus)

"Reitervölker im Frühmittelalter: Hunnen - Awaren - Ungarn" ist als Sonderheft 1/2008 aus der Reihe "Archäologie in Deutschland" (AID) bereits im März 2008 erschienen. Nach einer Einleitung, in der die gemeinsame Wurzel und Tradition, sowie die Steppe als Lebensgrundlage aller Nomaden erörtert werden ist jedem der drei Völker ein eigenes Kapitel gewidmet. In der Chronologie ihres Auftretens (5. - 11. Jahrhundert) im europäischen Raum sind den Hunnen 33, den Awaren 27 und den Ungarn ebenfalls 33 Seiten gewidmet.....

.....auf denen der Leser mit ihrer Herkunft, Bewaffnung, Kriegsführung, dem "Reiternomadischen Kulturkomplex spätantiker Prägung", dem Khaganat, archäologischen Artefakten, Bekleidung, Religion, Grablege- und beigaben, sowie die Landnahme etc. Bekanntschaft macht. Etliche Farbfotos zeigen diverse Fundsachen des Frühmittelalters, vornehmlich Schmuck- und Waffenfunde, aber auch Gebrauchsgegenstände. Besonders beeindruckend sind Gesichtsrekonstruktionen (S. 56, 83) und trepanierten Schädel (S. 94). Die animistischen Schamanen der Ungarn nahmen Schädeltrepanationen vor, bei denen zwei Drittel der Patienten gesundeten und die Operation um mehrere Monate oder Jahre überlebten. Besonders deutlich wird dieser chirurgische Erfolg, wenn man bedenkt, dass die Sterblichkeitsrate bei solchen Eingriffen bis ins 20. Jahrhundert bei 90%lag. Jedes Kapitel verfügt über mindestens Landkarte, die den historischen Bewegungs- und Siedlungsraum des jeweiligen Reitervolkes aufzeigen. So zeigt Karte (S. 102) die Streifzüge und Razzien der Magyaren, die im Süden bis nach Apulien, im Norden bis nach Bremen vordrangen und im Westen bis an den Atlantik und ins Kalifat von Cordoba reichten. Die informativen Texte bieten neben kulturhistorischen Einblicke in das tägliche Leben auch Aspekte des Zusammenlebens mit Nachbarvölkern und den wechselseitigen Austausch. Am Ende der Kapitel findet sich ein kleines Literaturverzeichnis.

Während der Untergang des hunnischen Nachlebens in Europa (S. 43) und das Ende es Awarenreiches (S. 72) geschildert werden, ließen sich sich Ungarn nach dem Schlacht auf dem Lechfeld (955) unter einem getauften König christianisieren (S. 105). Das zuletzt in Europa angekommenen Volk sollte sich von hungrigen Wölfen zu Heiligen wandeln.....

.....doch nicht nur die Magyaren überlebten. Bei den siebenbürgischen Széklern nimmt man an, dass sie direkte Nachkommen der Awaren sind. Als Substrat eines hunnisch-bulgarischen Verbandes nehmen die Protobulgaren einen zweiten Anlauf auf Europa und lassen sich unter ihrem Khan Asparuch um 675 südlich der Donau nieder. Leider finden dieses Volk - das zeitlich zwischen Awaren und Ungarn in Europa erschien und die Entstehung ihres Staates - der als einziger noch die selbe Bezeichnung wie im 7. Jahrhundert trägt - und durchaus als hunnisches Vermächtnis angesehen werden kann, keine Erwähnung. Außerdem lässt die Landkarte (S. 75), die den Weg der Magyaren von ihrer Urheimat über "Magna Hungaria", Levendia und Etelköz in das Karpatenbecken beschreibt, die "Sawardischen Magyaren", die zum Kaukasus wanderten und sich dort niederließen,unberücksichtigt.

Zum Abschluss des großformatigen (28,4 x 21,4 x 1,4 cm) Bandes, zu dem mit Dr. Tivadar Vida auch ein Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts seinen Beitrag leistete, gibt es noch eine Liste mit "Literatur zum Weiterlesen". Mit seinen 110 Seiten, die jedoch ein Quellen-/Zitatenverzeichnis vermissen lassen, werden dem interessierten Leser ein Überblick und Anregungen zu einem tieferen Einstieg in die Thematik geboten.

4 Amazonsterne.
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von G. Micik
Das Buch stellt die 3 Reiternationen Hunnen,Awaren und die Ungarn Ausführlich und perfekt dar.
Das Buch ist reich bebildert mit erstklassiger Qualität.
Eines der Bilder zeigt ein typisches ungarisches Reitergrab.
Wo der Reiter mit seinem Pferd begraben wurde.
Ein Muss für alle Interessierte dieses Gebiets.
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