Die Vorlieben der Autorin werden allzu deutlich dargestellt, so widmet sie eine ganze Seite ihrer Kritik an der VDF Reitbegleithunde Prüfung. Ihr passt nicht, dass die Hunde rechts gehen sollen und dass die Hunde Schüsse anhören müssen, etc. Um so begeisterter fällt ihr Kapitel über Bruno Isliker, seinen Reithof und seine Show mit Hunden die auf Pferden reiten, aus. Kurios ist die eisern durchgehaltene männliche Form von "Reiter" - sogar dann wenn das Bild einer Reiterin beschrieben wird.
Der Hundeauswahl sind ca 10 Seiten von 140 S. gewidmet. Bei der Pferdeauswahl lässt sie eine Vorliebe für kleinere Freizeitrassen wie Quarter, Isi, Hafi, Freiberger, Fjord, diverse Ponys und Mulis erkennen, auch die Tinker fehlen nicht. Verblüffend fand ich das Kapitel in dem sie die Vor- und Nachteile von Hengst, Stute und Wallach darlegt. Das sollte bekannt sein. Gut ist das Kapitel über die Anforderungen an die BesitzerIn.
Die praktischen Übungen sind nachvollziehbar aufgebaut. Erst werden kritische Szenen auf dem Reitplatz durchgespielt (Auf&Absteigen, Anleinen vom Pferd aus, Gelassenheits-Hindenisse), dann geht es zu Fuss mit Hund und Pferd nach draussen, dann mit Fahrrad, mit anderen Reiterinnen zur Begleitung, im Schritt mit Leine und erst nach systematischem Üben in höherem Tempo ohne Leine. Die Hunde werden immer nahe beim Pferd, auf Schulter- oder Halshöhe geführt, weil sie dort im Blickfeld von Pferd und ReiterIn sind. Dafür gibt es 3 Sterne.
Die rechtlichen und versicherungstechnischen Aspekte bieten nur Allgemeinplätze: Es muss sich jedes selber erkundigen wo sie mit Hund reiten darf und eine Haftpflichtversicherung ist ganz wichtig, damit sie im Notfall einen Schaden bezahlt (oder auch nicht). Interessanter sind die Erste-Hilfe-Tipps.