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5.0 von 5 Sternen
ein erschütterndes Dokument unserer jüngsten Nachkriegs-Geschichte, 29. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Reite Schritt, Schnitter Tod!: Leben und Sterben im Speziallager Nr. 1 des NKWD Mühlberg /Elbe
Die Autorin hat bewegende Beiträge gesammelt von Menschen, die nach dem Krieg (schuldlos!) verhaftet und in "Mühlberg", dem Speziallager des russischen NKWD, unter unvorstellbaren Bedingungen festgehalten worden sind. Jeder Dritte dieser etwa 22.000 Gefangenen ist - wie auch der Vater von Elisabeth Schuster - dort verstorben. Ihrem Gedenken ist dieses Buch gewidmet ebenso wie der Information unserer Kinder über jene schlimme Zeit.
In vielen Einzelabschnitten wird das Grauen des Lagerlebens deutlich, denn es sind ausnahmslos authentische Berichte von Überlebenden. Sie beschreiben etwa die Verhaftung, Kameradschaft und Freundschaft, den Hunger und die Überlebensstrategien, Kontakte nach draußen und Fluchtgedanken, Weihnachten, Krankheit und Tod.
Zwei persönliche Anmerkungen zum Schluß: Es ist tröstlich und macht Mut, festzustellen, dass den Gefangenen und dort Verstorbenen hiermit ein Denkmal geschaffen wurde. Und schließlich: ich bin der Autorin besonders dankbar, weil dort auch mein Vater begraben ist.
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