Grosses Kompliment an Oliver Lubrich, der die Berichte, Erzählungen, Tagebucheinträge verschiedener ausländischer Autoren über ihre Eindrücke von Deutschland zwischen 1933 und 1945 so gesichtet hat, dass ein spannendes Buch über 12 Jahre deutscher Geschichte entstand, das seines Gleichen sucht.
In zwei Teilen, von denen der eine die Zeit von der Machtergreifung bis zum Eintritt in den Krieg umfasst und der zweite die Zeit bis zum Ende des Krieges, wird Deutschland unter dem Nationalsozialismus beschrieben, wie es auf die ausländischen Autorinnen und Autoren wirkte. Es sind ausnahmslos Dokumente, die in der Zeit entstanden. Die politischen Positionen sind sehr verschieden.
Lubrich skizziert vor jeder Schilderung kurz biographische und politsche Details des Autors sowie den Entstehungshintergrund der nachfolgenden Deutschlandbeschreibung. Das ist alles sehr gut gemacht, vor allem lesenswert und beklemmend in der zeitlichen Abfolge.