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Reisen ins Reich 1933-1945: Ausländische Autoren berichten aus Deutschland
 
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Reisen ins Reich 1933-1945: Ausländische Autoren berichten aus Deutschland [Gebundene Ausgabe]

Oliver Lubrich
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Gebundene Ausgabe, 20. Januar 2005 --  

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 427 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: N.-A. Erfolgsausgabe. (20. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821847425
  • ISBN-13: 978-3821847429
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 825.326 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der fremde Blick - das ist das Thema dieses Buches. Wie nahm die Außenwelt dieses entfesselte, der Katastrophe entgegentaumelnde Deutschland wahr? Was fiel Schriftstellern, Journalisten und anderen Augenzeugen auf?Es ist ein höchst widersprüchliches Bild, das diese bisher kaum genutzten Quellen zeichnen. Nicht die politische Analyse steht dabei im Vordergrund, sondern die unmittelbare Alltagserfahrung. Manche Besucher waren anfangs von der Dynamik des "Dritten Reichen" fasziniert. Einige blieben bis zum Ende Sympathisanten des Regimes; andere schildern den Prozeß ihrer allmählichen Desillusionierung. Dagegen legten die kühleren Köpfe von Anfang an eine Hellsicht an den Tag, die beeindruckend ist. (So sah der schwedische Dichter Gunnar Ekelöf schon kurz nach der Machtergreifung den Zivilisationsbruch voraus, und die Amerikanerin Martha Dodd kam bereits 1938 zu dem Schluß, daß die Verfolgung der Juden in einer planmäßigen Vernichtungspolitik gipfeln würde.) Die Liste der Zeugen ist eind rucksvoll: Samuel Beckett, Vladimir Nabokov, Jean Genet, Max Frisch, Jean-Paul Sartre, Karen Blixen, Georges Simenon, Virginia Woolf und Albert Camus waren in Deutschland; aber nicht weniger aufschlußreich sind die Beobachtungen von Vergessenen, von Unbekannten und von Exoten wie Shi Min, Arvi Kivimaa oder Lörinc Szab , die hier - meist zum ersten Mal - in deutscher Sprache erscheinen.

Über den Autor

Oliver Lubrich ist Juniorprofessor an der Freien Universität Berlin und unterrichtet dort Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Seine Forschungsfelder reichen von Shakespeare bis zu Berichten ausländischer Schriftsteller aus dem Dritten Reich.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von E. Berg
Format:Gebundene Ausgabe
Grosses Kompliment an Oliver Lubrich, der die Berichte, Erzählungen, Tagebucheinträge verschiedener ausländischer Autoren über ihre Eindrücke von Deutschland zwischen 1933 und 1945 so gesichtet hat, dass ein spannendes Buch über 12 Jahre deutscher Geschichte entstand, das seines Gleichen sucht.

In zwei Teilen, von denen der eine die Zeit von der Machtergreifung bis zum Eintritt in den Krieg umfasst und der zweite die Zeit bis zum Ende des Krieges, wird Deutschland unter dem Nationalsozialismus beschrieben, wie es auf die ausländischen Autorinnen und Autoren wirkte. Es sind ausnahmslos Dokumente, die in der Zeit entstanden. Die politischen Positionen sind sehr verschieden.

Lubrich skizziert vor jeder Schilderung kurz biographische und politsche Details des Autors sowie den Entstehungshintergrund der nachfolgenden Deutschlandbeschreibung. Das ist alles sehr gut gemacht, vor allem lesenswert und beklemmend in der zeitlichen Abfolge.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der private Blick 5. Februar 2006
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch kann eine wichtige Ergänzung für das aktuelle Geschichtsverständnis bieten. Eine Zeit, die uns heute fremd geworden ist, und die vor allem auf dem Weg der leicht verdaubaren Fernsehdokumentation wahrgenommen wird, erhält in diesem Band neue Lebendigkeit.

Die Berichte leben dabei nicht nur von der Prominenz einzelner Autoren. Neben den "proffesionellen" Schreibern merkt man auch den unbekannten Autoren an, dass sie in einer Zeit lebten, in dem die schriftliche Beschreibung und manchmal Bewältigung der Ereignisse in Briefen und Tagebüchern zum Alltag gehörte. So ist ein Band entstanden, der zeigt, wie Menschen eine außergewöhnliche Zeit mit heute unglaublichen Ereignissen als tägliche, teils grausame Realität wahrnehmen, und dabei auch reflektieren. Auch Humor und Spott kommen dabei nicht zu kurz.

Zum Schluss wie immer ein Lob für das Handwerk, das Buch hat die übliche, hervorragende Qualität der Reihe. Es zeigt wieder einmal, dass schöne, sinnliche Bücher nicht immer große Formate haben müssen.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Khavale
Format:Gebundene Ausgabe
Wer abseits der momentanen deutschen Nabelschau (Guido-Knoppschen Geschichtsdeutungshoheit)
einmal ein realitätsnäheres bzw. nachhaltigeres Bild vom Seelenleben der deutschen Volksgemeinschaft
sucht, wird hier sicher fündig.

Das Buch räumt auf mit der Mär von den (eigentlich) unschuldigen Volksmassen, die sich nur wenig bis gar nicht für Politik, Revange- und Rassenwahn interessiert haben wollen und -ganz Klar- schon damals aufgeklärte und friedliebende Gutmenschen waren.
...nur verführt von Dritten: dem imaginären, bösen Nazischärgen.

Die große Stärke des Buches liegt daher vor allem darin zu zeigen, wie "krank" und vergiftet das deutsche Volksempfinden damals tatsächlich war.
Dem Leser wird klar, dass sowohl die Shoah als auch der folgende Untergang Deutschlands eine direkte Folge dieser rasisstischen
und feindseeligen deutschen Gedankenwelt war. Volksgemeinschaft, Patei und die Nazi-Idioligie waren seinerzeit eine nicht zu trennende Einheit.

Auch begreift man, dass ein bösartiges Schwarmverhalten auch heute noch sehr viel Unheil anrichten könnte!!
Ursache und Wirkung sind halt untrennbar. Eine wichtige Erkenntnis, die gerne mal vergessen wird.

Ein sehr lesenswertes Buch, und eigentlich Pflichtlektüre für Jeden, der meint sich über diese Zeit sich Äussern zu müssen.
Gehört als Zeitdokument auch in Geschichtsunterricht.
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